Petra Roth

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Petra Roth (2007) während einer Podiumsdiskussion der Frankfurter Rundschau

Petra Roth (* 9. Mai 1944 in Bremen) ist eine deutsche Politikerin der CDU. Sie ist gelernte Arzthelferin, verwitwet seit 1994 und hat zwei Söhne. Seit 1995 ist sie Oberbürgermeisterin von Frankfurt am Main.[1]

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Politische Karriere

Nach ihrem Wegzug aus Bremen trat Petra Roth 1972[2] in Frankfurt am Main in die CDU ein. Dort wurde sie zunächst Sozialbezirksvorsteherin und dann Mitglied der Stadtverordnetenversammlung. Von 1987 bis 1995 war sie Mitglied des Hessischen Landtags[3] und von 1992 bis 1995 Parteivorsitzende der CDU Frankfurt.

Roth in der Frankfurter Paulskirche bei der Begrüßung zur Ludwig-Börne-Preis-Verleihung 2007

Als im Jahre 1995 niemand in der hessischen CDU als Bürgermeister kandidieren wollte, wurde Petra Roth von Helmut Kohl persönlich gebeten, diese Funktion zu übernehmen.[4]

Am 25. Juni 1995 setzte sie sich bei der Direktwahl zum Oberbürgermeister von Frankfurt gegen den Amtsinhaber Andreas von Schoeler durch und wurde am 5. Juli 1995 als erste Frau Oberbürgermeisterin der Stadt Frankfurt.

In der Oberbürgermeisterwahl 2001 gewann sie erst in der zweiten Wahlrunde knapp gegen ihren Herausforderer, den damaligen Bürgermeister Achim Vandreike (SPD). Roth ist inzwischen unter den Frankfurter Oberbürgermeistern der Nachkriegszeit diejenige mit der längsten Amtszeit.

Am 28. Januar 2007 wurde sie erneut und diesmal mit 60,5 % der Stimmen im ersten Wahlgang für eine dritte Amtszeit wiedergewählt, allerdings nur bei einer Wahlbeteiligung von 33,6 %.[5] Ihr aussichtsreichster Gegenkandidat Franz Frey (SPD) erhielt 27,5 % der Stimmen. Zeitweise war Roth als mögliche Nachfolgerin von Johannes Rau für das Amt des Bundespräsidenten im Gespräch.

Zeitweilig (März 2008) wurde sie als mögliche Ministerpräsidentin von Hessen gehandelt.[6]

Aufgrund ihrer in der CDU umstrittenen Ansichten zur Etablierung des Islam in Deutschland (Moscheebau),[7] zu Migrations- und Integrationsfragen[8] und der Drogenpolitik[8] wird sie dem linken Flügel der CDU zugerechnet.

[Bearbeiten] Weitere Ämter und Funktionen

Der Deutsche Städtetag wählte sie 2003 für zwei Jahre zu seiner Präsidentin. Diese Funktion bekleidete Petra Roth bereits von 1997 bis 1999. Als ihr Nachfolger wurde am 2. Juni 2005 der Münchener Oberbürgermeister Christian Ude gewählt, den sie wiederum im Mai 2009 ablöste. Damit ist sie aktuell zum dritten Mal Präsidentin des deutschen Städtetags [9]

Sie ist Mitglied im Aufsichtsrat des Flughafenbetreibers Fraport.[10] Darüber hinaus ist sie Aufsichtsratsvorsitzende der Messe Frankfurt,[11] der Frankfurter Stadtwerke, des Rhein-Main-Verkehrsverbundes und der Baugesellschaft ABG Frankfurt Holding.

[Bearbeiten] Ehrungen

2001 wurde sie für ihre Verdienste um die deutsch-französische Freundschaft zum Offizier der französischen Ehrenlegion ernannt.

Am 21. Mai 2005 erhielt sie von der Universität Tel Aviv den „Doctor philosophiae honoris causa“ für ihre Förderung der akademischen und kulturellen Beziehungen zwischen den Partnerstädten Tel Aviv und Frankfurt am Main und ihre Freundschaft mit Israel.

[Bearbeiten] Quellen

  1. hr-online: Porträt Petra Roth: Von der Arzhelferin zur Oberbürgermeisterin, 27. Mai 2005
  2. Lebenslauf, Stadt Frankfurt a.M.
  3. Hessischer Landtag: Abgeordnete 12. Wahlperiode, 13. Wahlperiode, 14. Wahlperiode
  4. . http://www.hr-online.de/website/specials/obwahl/index.jsp?rubrik=22504&key=standard_document_28833362 Frankfurter OB mit der längsten Amtszeit]
  5. hr-online, Stand 29. Januar 2007
  6. Focus online (8. März 2008): Petra Roth als Ministerpräsidentin im Gespräch
  7. Frankfurter Rundschau (5. Oktober 2007): OB Petra Roth sagt Ja zur Moschee
  8. a b die tageszeitung (13. Mai 2006): Interview mit Petra Roth
  9. „Roth neue Präsidentin des Deutschen Städtetags“ auf tagesschau.de
  10. Lebenslauf, Stadt Frankfurt a.M.
  11. Messe Frankfurt Management


[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Petra Roth – Bilder, Videos und Audiodateien
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