Pohnpei

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Dieser Artikel behandelt die Insel Pohnpei. Zum gleichnamigen Bundesstaat der Föderierten Staaten von Mikronesien siehe Pohnpei (Bundesstaat).
Flagge des Bundesstaates Pohnpei
Karte des Bundesstaates
Karte der Insel

Die Insel Pohnpei (bis 1990 Ponape) ist die Hauptinsel des zu den Föderierten Staaten von Mikronesien gehörenden Bundesstaat Pohnpei, zu dem weitere 162 kleinere Inseln und Atolle gehören.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographie

Die Insel Pohnpei gehört zu den Senjawin-Inseln, welche wiederum zum Archipel der Karolinen im westlichen Pazifik zählen.

Pohnpei ist die größte Insel der Föderierten Staaten von Mikronesien und ist von verschiedenen Landschaften bedeckt. Die Küste besteht überwiegend aus Mangroven-Wäldern, an welche sich grasbedeckte Ebenen anschließen. Das Hochland ist bewaldet.

Palikir ist gleichzeitig Hauptstadt des Bundesstaates Pohnpei und der Föderierten Staaten von Mikronesien. Zweitgrößter Ort, der auch über einen Flughafen verfügt, ist Kolonia.

[Bearbeiten] Geschichte

Ruinen von Nan Madol

Pohnpei wurde wahrscheinlich im 1. Jahrtausend v. Chr. von Polynesien aus besiedelt.

Auf der Insel existierte in vorkolonialer Zeit eine hochentwickelte Kultur, von deren Leistungen die Ruinen von Nan Madol zeugen. Die aktive Periode dieser Kultur ist wissenschaftlich umstritten und wird zwischen dem Jahr 200 v. Chr. und dem Jahr 1200 n. Chr. datiert.

Seit dem 16. Jahrhundert war Pohnpei offiziell im Besitz Spaniens, im Jahre 1898 wurde die Insel eine Kolonie des Deutschen Reiches. Am 18. Oktober 1910 begann der Aufstand der Sokehs. Im Ersten Weltkrieg wurde die Insel von Japan besetzt.

Pohnpei wurde während des Zweiten Weltkrieges im Rahmen des Inselhüpfens der USA nicht direkt angegriffen, des Öfteren aber wurden japanische Stellungen bombardiert oder beschossen.

Nach Kriegsende wurde Pohnpei Teil des Treuhandgebietes Pazifische Inseln der USA.

Am 10. Mai 1979 ratifizierte Pohnpei die Verfassung der Föderierten Staaten von Mikronesien und wurde mit der offiziellen Unabhängigkeit am 3. November 1986 integraler Bestandteil dieser neuen Nation.

[Bearbeiten] Wirtschaft

Die Wirtschaft Pohnpeis ist vom Tourismus geprägt. Ebenso spielt der Anbau landwirtschaftlicher Erzeugnisse für den Export ein gewisse Rolle. Es wird jetzt auch versucht, mit Fangrechten für Thunfisch Geld hereinzubekommen.

Verschiedene Einrichtungen der föderalen Regierung sind der größte Arbeitgeber.

[Bearbeiten] Literatur

  • Helmut Christmann: Der Aufstand auf Ponape (1910/11). Bemerkungen zur deutschen Kolonialpolitik in der Südsee, in: Wilfried Wagner (Hrsg.): Strukturwandel im Pazifischen Raum. Referate der Jahrestagung des Arbeitskreises Pazifik vom 9.–11. September 1987 in Bremen, Bremen 1988 (Übersee-Museum Bremen), S. 301-320. ISBN 3-88299-049-X.

Fritz, Georg, Ad majorem Dei gloriam! Die Vorgeschichte des Aufstandes von 1910/11 in Ponape. Leipzig, Dieterich, 1912. 107 Seiten. Or.-Broschur.

[Bearbeiten] Weblinks

6.85158.21666666667Koordinaten: 6° 51′ N, 158° 13′ O

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