[Bearbeiten] Artikel des Monats
Die homininen Fossilien von Dmanissi sind die ältesten außerhalb Afrikas entdeckten Fossilien aus dem Formenkreis der Hominini, der engsten Vorfahren des Menschen. Die auf 1,75 bis 1,8 Millionen Jahre datierten Überreste wurden seit 1991 unter Leitung von Dawit Lortkipanidse bei Dmanissi (international auch: Dmanisi) in Georgien ausgegraben und als Angehörige der Gattung Homo gedeutet.
Die homininen Fossilien von Dmanissi gelten als mögliches Bindeglied zwischen den frühesten Vertretern der Gattung Homo aus Afrika und den späteren, aus Asien bekannten Fossilien des Homo erectus. Sie belegen, dass Vertreter der Gattung Homo 300.000 Jahre früher nach Eurasien vordrangen, als zuvor angenommen.
Noch ungeklärt ist, welcher Art der Gattung Homo die Dmanissi-Funde zuzuordnen sind: Im Jahr 2000 wurden die Fossilien von ihren Entdeckern zunächst in die Nähe von Homo ergaster gestellt. 2002 wurden sie in französischen Fachzeitschriften als Homo georgicus bezeichnet, 2006 ausdrücklich Homo erectus zugeordnet. 2007 wurden sie aufgrund weiterer Knochenfunde in die Nähe von Homo habilis gestellt und 2009 wiederum zu Homo erectus. ...weiterlesen