Ptuj

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Ptuj
Pettau
Wappen von Ptuj
Ptuj (Slowenien)
DEC
Basisdaten
Staat: Slowenien
Bezirk: Maribor
Historische Region: Untersteiermark (Štajerska)
Statistische Region: Draugegend (Podravska)
Koordinaten: 46° 25′ N, 15° 52′ O46.41861111111115.871388888889232Koordinaten: 46° 25′ 7″ N, 15° 52′ 17″ O
Höhe: 232 m ü. A.
Fläche: 66,7 km²
Einwohner: 23 957 (2008)
Bevölkerungsdichte: 359 Einwohner je km²
Telefonvorwahl: (+386) 070
Postleitzahl: 2250
Kfz-Kennzeichen: MB
Struktur und Verwaltung
Bürgermeister: Dr. Štefan Čelan
Postanschrift: Mestni trg 1
2250 Ptuj
Webpräsenz:
Ansicht von Pettau mit Schlossberg
Ouroboros in einer der Mauern von Schloss Pettau
Altes Rathaus von Pettau, Sitz der Stadtverwaltung bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts, bewegte Barockfassade
Gasse im Stadtkern von Pettau

Ptuj (deutsch Pettau, lat. Poetovio) ist die älteste Stadtgemeinde in Slowenien mit 23.957 Einwohnern (2008)[1] und besteht aus den Katastralgemeinden Grajena, Grajenščak, Kicar, Krčevina pri Vurbergu, Mestni vrh, Pacinje, Podvinci, Ptuj, Spodnji Velovlek und Spuhlja.

Zugleich ist sie Sitz der Verwaltungseinheit (slowenisch Upravna enota) Ptuj. Diese administriert die Stadtgemeinde Ptuj sowie die Gemeinden Hajdina, Markovci, Gorišnica, Dornava, Kidričevo, Destrnik, Trnovska vas, Sv. Andraž v Sl. goricah, Juršinci, Videm, Zavrč, Podlehnik, Žetale und Majšperk.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographie

Ptuj liegt in der slowenischen Region Štajerska (Untersteiermark) an der Drau, 25 km drauabwärts von Maribor.

[Bearbeiten] Geschichte

Das heutige Stadtgebiet wurde schon in der Jungsteinzeit besiedelt. Relative Bedeutung gewann Pettau jedoch erst in der Zeit des Römischen Reiches. Im Jahr 69 n. Chr. wurde Vespasian in Ptuj zum römischen Kaiser ausgerufen. Unter Kaiser Trajan erhielt die Siedlung das Stadtrecht und wurde als Colonia Ulpia Traiana Poetovio zu einem wichtigen militärischen, kommerziellen und administrativen Zentrum. Bis zu seiner Plünderung durch die Hunnen lebten ungefähr 40.000 Menschen auf dem Gebiet der heutigen Stadt. Nach den Awaren besiedelten Slawen das Gebiet. Unter dem slawischen Fürsten Pribina war Ptuj Teil des Frankenreiches. Danach kam es zum Erzbistum Salzburg, dessen bedeutendste Ministerialen in diesem Gebiet die Herren von Pettau waren, und 1500 zum habsburgischen Herzogtum Steiermark, bei dem es bis 1919 verblieb. Die im Jahr 1376 verabschiedeten Stadtstatuten wurden die Basis für einen wirtschaftlichen Aufschwung. Die Bedeutung der Stadt verminderte sich jedoch im Zuge der Auseinandersetzungen mit dem Osmanischen Reich und durch Naturkatastrophen beträchtlich.

Ein Einschnitt in die Geschichte der Stadt war der Bau der Südbahn zwischen Wien und Triest Ende des 19. Jahrhunderts. Damals ging die Strecke über Marburg (Maribor) und Pettau blieb ohne Förderung. Einwohnerzahl und Bedeutung schrumpften rapid.

Beim Zerfall Österreich-Ungarns 1918/19 wurde das Gebiet von Pettau von der neu gegründeten Republik Deutschösterreich beansprucht, es kam aber ohne Abstimmung zu Jugoslawien. Die ursprünglich deutschsprachige Bevölkerung Pettaus (1910 in der Altstadt 86%) verringerte sich durch die Slawisierungspolitik der Zwischenkriegszeit bereits beträchtlich. Die umliegenden Dörfer sprachen schon vor 1919 fast ausschließlich Slowenisch. 1941 - 1944 unter reichsdeutscher Besatzung wurde die slowenische Bevölkerung teilweise enteignet und deportiert, und (im Rahmen des Abkommens zwischen Mussolini und Hitler von 1939) ihrerseits aus ihrer Heimat vertriebene Deutsche aus Südtirol und der Gottschee (Krain) angesiedelt, die dann 1945 zusammen mit den alteingesessenen deutschen Pettauern vertrieben wurden und in Österreich, aber auch in Amerika Aufnahme fanden. Seit 1945 wird die Stadt fast ausschließlich von Slowenen bewohnt.

[Bearbeiten] Partnerstadt

Partnerstädte von Ptuj sind das bayerische Burghausen, Varaždin in Kroatien, Aranđelovac in Serbien, Banská Štiavnica in der Slowakei, Saint-Cyr-sur-Loire in Frankreich und Ohrid in Mazedonien.

[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. http://www.ptuj.si/identitaetskarte (abgerufen am 18. Januar 2009)
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