RBB Brandenburg

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RBB Brandenburg
Senderlogo
Logo des ORB-Fernsehens
Allgemeine Informationen
Empfang: Kabel, Satellit & Antenne, DVB-S und DVB-T
Sendeanstalt: Ostdeutscher Rundfunk Brandenburg (1992-2003) Rundfunk Berlin-Brandenburg (2003-2004)
Sendebeginn: 1. Januar 1992
Sendeschluss: 29. Februar 2004
Rechtsform: Öffentlich-rechtlich
Programmtyp: Vollprogramm
Liste von Fernsehsendern
Logo bis April 2003

RBB Brandenburg (bis Mai 2003 ORB-Fernsehen) war von Januar 1992 bis März 2004 das dritte Fernsehprogramm für Brandenburg. Bis zum Mai 2003 wurde es vom Ostdeutschen Rundfunk Brandenburg (ORB) veranstaltet, danach von dessen Nachfolger, dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB). Am 1. März 2004 gingen die beiden regionalen Fernsehprogramme des RBB – RBB Brandenburg und RBB Berlin – im neuen rbb Fernsehen auf.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Programm startete am 1. Januar 1992 unter dem Namen Fernsehen Brandenburg. In der anfänglichen Aufbauphase wurde anfangs noch von 15 Uhr bis rund 17:15 Uhr sowie nach 21 Uhr das damalige ARD-Kulturfernsehprogramm Eins Plus übernommen, außerdem gab es aus Kostengründen zunächst nur wenig eigene Sendungen im Programm. Ungewöhnlich für die Brandenburger Zuschauer war zum Beispiel der Umstand, dass die Nachrichtensendung um 20:45 Uhr und ein Brandenburg Journal um 19 Uhr ausgestrahlt wurde. Viele Ostdeutsche hatten sich insbesondere nach der Wende an der Anfangszeit der Hauptnachrichtensendung des Deutschen Fernsehfunks (DFF) um 19:30 Uhr orientiert. Generell konnte nicht zuletzt auch durch die Kooperation mit Eins Plus keine hohe Zuschauerakzeptanz festgestellt werden.

Es folgte schon bald am 1. Mai 1992 eine Programmreform. Die Hauptnachrichtensendung Brandenburg aktuell erhielt ihren Sendeplatz um 19:30 Uhr, der auch heute im Fernsehprogramm des RBB noch Gültigkeit hat. Später wurden weitere Sendungen mit regionalem Charakter ins Programm genommen, wie z. B. die beliebte Live-Sendung mit Zuschauerbeteiligung Vor Ort. Im Nachtprogramm wurde von 1992 bis 2004 das ORB Aquarium ausgestrahlt.

Beginnend im Juli 1993 kooperierte der Sender für einige Jahre im Tagesprogramm mit N3, dem Dritten Programm von NDR und Radio Bremen.[1]

Eines der viel beachteten Formate, das es auch bis heute noch beim RBB gibt, ist Kowalski trifft Schmidt, eine deutsch-polnische Sendung, die von Deutschen und Polen zum gegenseitigen Verständnis ins Leben gerufen wurde. Die Sendung, moderiert von Ola Rosiak und Max Ruppert, wurde 2001 mit dem Deutsch-Polnischen Journalistenpreis ausgezeichnet (damals moderiert von Anna Posnanska und Fabian Maier).

Ab 1. Januar 1998 wurde das Programm analog über den Satelliten Astra 1B verbreitet und war so europaweit empfangbar. Von Mai 2003 (Fusion von SFB und ORB zum RBB) bis zum Sendeende März 2004 wurde das Programm unter dem Namen RBB Brandenburg verbreitet.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Chronik der ARD: N3 und Fernsehen Brandenburg mit gemeinsamem Tagesprogramm