Radpanzer

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Radpanzer Fuchs mit Pionierrüstsatz

Radpanzer sind motorisierte, gepanzerte Militärfahrzeuge, die auf einem konventionellen Fahrwerk mit zwei bis vier Achsen aufgebaut sind. Die meist nur gegen leichten Beschuss gesicherten Fahrzeuge werden vorwiegend von Dieselmotoren angetrieben. Die Besatzung besteht in der Regel aus einem Kommandanten, einem Fahrer und abhängig von der Bewaffnung aus einem Richtschützen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Eigenschaften

Im Vergleich zu Panzern mit Kettenlaufwerk haben die Reifen von Radpanzern eine größere Flächenlast, weshalb die Fahrzeuge bei vergleichbarer Geländetauglichkeit ein deutlich geringeres Gefechtsgewicht haben. Zur Steigerung der Geländefähigkeit werden oft Reifendruckregelanlagen eingesetzt. Der im Vergleich zu Kettenlaufwerken geringere Reibwiderstand reduziert den Kraftstoffverbrauch und ermöglicht insbesondere auf befestigten Straßen eine größere taktische Reichweite bei höheren Durchschnittsgeschwindigkeiten. Aufgrund dieser Eigenschaft und wegen der leichteren Panzerung eigenen sich Radfahrzeuge bevorzugt als Transportpanzer sowie für die Militärische Aufklärung und Patrouillenfahrten. Zur Steigerung der Geländegängigkeit sind viele Radpanzer amphibisch und haben einen Allradantrieb.

Die Entwicklung von multifunktionalen Vielradpanzern ist aufgrund der geringeren technologischen Komplexität deutlich günstiger und dadurch insbesondere für Länder mit begrenztem Verteidigungsetat wirtschaftlich interessant.

Aus der zunehmenden weltweiten Krisenintervention in gebirgigen und urbanen Einsatzgebieten resultiert ein steigender Bedarf nach gepanzerten Radfahrzeugen, da diese im Vergleich zu schweren Kampfpanzern lufttransportfähiger sind und eine größere operative Beweglichkeit haben.

[Bearbeiten] Besonderheiten

Im Gegensatz zu Kettenpanzern sind Radpanzer wesentlich kostengünstiger in der Anschaffung und im Unterhalt. Das hat dazu geführt, dass viele Staaten ihre gesamten gepanzerten Streitkräfte auf Radpanzer umgestellt haben. Dazu zählen die meisten afrikanischen Staaten und viele Staaten Südamerikas und Asiens. Auch bei Streitkräften der NATO erweist sich der Radpanzer zunehmend als wertvolles Kampfgerät, vor allem bei Einsätzen der NATO innerhalb des urbanen Umfeldes. Auch der Warschauer Pakt musste diese Erfahrungen während der sowjetischen Invasion in Afghanistan machen. Dies führte zur Entwicklung von Radpanzern wie dem BTR-80.

[Bearbeiten] Einsatzzwecke

[Bearbeiten] Literatur

  • Lutz-Reiner Gau, Jürgen Plate Jörg Siegert: Deutsche Militärfahrzeuge Bundeswehr und NVA. Motorbuchverlag, ISBN 3-613-02152-8

[Bearbeiten] Siehe auch

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