Reichweite (Rohstoff)

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Die Reichweite für Rohstoffe gibt an, wie viele Jahre ein Rohstoff noch verfügbar ist. Dabei ist die statische Reichweite die Zeitspanne in Jahren, für die bei aktuellem Verbrauch die weltweit bekannten und wirtschaftlich förderbaren Vorkommen eines nichterneuerbaren Rohstoffs noch reichen werden. Die dynamische Reichweite basiert hingegen auf einem Modell zur Verbrauchsentwicklung, im einfachsten Fall auf der Annahme einer jährlich konstanten Verbrauchszunahme.

Die Berechnung der Reichweite beruht auf dem augenblicklichen Kenntnisstand und ist lediglich eine Momentaufnahme eines sich dynamisch entwickelnden Systems mit vielfältigen Einflussgrößen:

  • Der künftige weltweite Verbrauch sowie die Erschließung neuer Lagerstätten
  • Technische Entwicklungen, die die Erschließung bislang nicht lohnender Vorkommen ermöglichen
  • Politische und wirtschaftliche Einflüsse auf die Verfügbarkeit von Rohstoffen
  • Effizienzsteigerungen bei der Nutzung eines Rohstoffes
  • Substitution von Rohstoffen, so die Ablösung von Kupfer durch Glasfaser in der Telekommunikation und Datenübertragung
  • Nicht vorhergesehene Schwankungen in der Produktionsrate

Reichweite einiger Rohstoffe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Statische Reichweite von Rohöl
Statische Reichweite von Erdgas
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Rohstoff Jahr der
Schätzung
geschätzter
Vorrat
geschätzte
Reichweite
Preis im
Schätzjahr
Erdgas 2014 187 Billionen. m3[1] 54.1
Indium 2008 11.000 t 19
Mineraldünger 50–100
Rohöl 2014 240 mbd[1] 52.5
Steinkohle 2014 891.531[1] 110
Uran[2] 2006 4,85 Mio t 70 130 $/kg

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • [1] Kurzbericht Verfügbarkeit und Versorgung mit Energierohstoffen, BMWi, Abteilung III, Arbeitsgruppe Energierohstoffe, 29. März 2006.
  • James Murray, David King: Oil’s tipping point has passed (PDF; 1,1 MB), Nature, Volume 481, 26. Januar 2012, S. 433-435.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Statistical Review of World Energy 2015
  2. Peter Diehl: Reichweite der Uran-Vorräte der Welt. Greenpeace Deutschland, Berlin Januar 2006, S. 55 (greenpeace.de [PDF; abgerufen am 12. Juni 2013]).