São Miguel das Missões

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Município de São Miguel das Missões
São Miguel das Missões

Ruine der Jesuitenreduktion
São Miguel das Missões (Brasilien)
São Miguel das Missões (Brasilien)
São Miguel das Missões
Koordinaten 28° 33′ S, 54° 33′ WKoordinaten: 28° 33′ S, 54° 33′ W
Lage des Munizips im Bundesstaat Rio Grande do Sul
Symbole
Wappen
Flagge
Wahlspruch
„Patrimônio Histórico e Cultural da Humanidade“
Historisches und kulturelles Erbe der Menschheit
Gründung 1632 (Jesuitenrekuktion) (392 Jahre)
29. April 1988 (Stadtrecht) (35 Jahre)Vorlage:Infobox Ort in Brasilien/Wartung
Basisdaten
Staat Brasilien
Bundesstaat Rio Grande do Sul
Höhe 305 m
Klima tropisch, Cfa[1]
Fläche 1.228,4 km²
Einwohner 7421 (2010[2])
Dichte Ew./km²
Schätzung 7692 (1. Juli 2021)[2]
Gemeindecode IBGE: 4319158
Postleitzahl 98865-000
Telefonvorwahl (+55) 55
Zeitzone UTC−3
Website saomiguel-rs (brasilianisches Portugiesisch)
Politik
Stadtpräfekt Hilário Casarin[3] (2017–2020)
Partei PP
Wirtschaft
BIP 521.126 Tsd. R$
67.917 R$ pro Kopf
(2019)
HDI 0,667 (mittel) (2010)
Karte

São Miguel das Missões, amtlich portugiesisch Município de São Miguel das Missões, ist eine Gemeinde im Bundesstaat Rio Grande do Sul in Brasilien mit einer großen Gemeindefläche von rund 1228,4 km² und zum 1. Juli 2021 geschätzten 7692 Einwohnern, die Miguelinos genannt werden.[2] Sie liegt 483 km von der Hauptstadt Porto Alegre entfernt.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Umliegende Orte sind Vitória das Missões, Entre-Ijuís, Eugênio de Castro, Jóia, Tupanciretã, Capão do Cipó, Bossoroca, São Luiz Gonzaga und Caibaté.

Das Biom ist Mata Atlântica und Pampa. Die Höhe wird mit 296 m bis 305 m angegeben.

Jesuitenreduktionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1607 bis 1768 gründeten Missionare der Jesuiten im Dreiländereck Südbrasilien, Paraguay und Argentinien – auch als Gebiet um Posadas bekannt – zusammen mit den Guarani-Indianern viele Missionen, die sogenannten Jesuitenreduktionen. São Miguel ist eine der sieben Östlichen Missionen (Sete Povos das Missões) der Jesuiten.[4]

Die Ruinen der Jesuitenreduktion von São Miguel das Missões wurden 1983 zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt und gehören zu den Jesuitenreduktionen der Guaraní. 1983 bis 1984 wurden weitere vier ehemalige Reduktionen in Argentinien unter dem Sammelbegriff Jesuitenmissionen der Guaraní um vier Stätten (San Ignacio Miní, Misión jesuítica de Santa Ana, Nuestra Señora de Loreto, Santa María la Mayor) erweitert. Auch in Bolivien und Paraguay sind ähnliche Anlagen zum Weltkulturerbe erklärt worden.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner Stadt Land
1991 7.088 1.700 5.388
2000 7.324 3.078 4.246
2010 7.421 3.727 3.694
2020 7.683 ? ?
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Quelle: IBGE (2011)[5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: São Miguel das Missões – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Commons: Ruins of São Miguel das Missões – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Klima São Miguel das Missões: Wetter, Klimatabelle & Klimadiagramm für São Miguel das Missões. In: de.climate-data.org. Abgerufen am 12. September 2020.
  2. a b c São Miguel das Missões – Panorama. IBGE, abgerufen am 13. Juli 2022 (brasilianisches Portugiesisch).
  3. Casarin 11 (Prefeito). In: todapolitica.com. Eleições 2016, abgerufen am 12. September 2020 (brasilianisches Portugiesisch).
  4. História. In: saomiguel-rs.com.br. Prefeitura Municipal de São Miguel das Missões, abgerufen am 12. September 2020 (brasilianisches Portugiesisch).
  5. Atlas do Desenvolvimento Humano no Brasil: São Miguel das Missões, RS. Abgerufen am 12. September 2020 (brasilianisches Portugiesisch)