Südrhodesien

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Flagge Südrhodesiens (1968–1979)
Flagge Südrhodesiens (1968–1979)
Flagge Südrhodesiens (1923–1953)
Flagge Südrhodesiens (1923–1953)
Landklassifikation bis 1979:weiß = Farmland in weißer Handpink = Farmland in afrikanischer Handblau = traditionelle afrikanische Landwirtschaft
Landklassifikation bis 1979:
weiß = Farmland in weißer Hand
pink = Farmland in afrikanischer Hand
blau = traditionelle afrikanische Landwirtschaft

Südrhodesien ist der Name der früheren britischen Kronkolonie im südlichen Afrika, die 1980 als Simbabwe (Zimbabwe) unabhängig wurde.

Das 390.757 km² große Land (1,1-fache Größe Deutschlands) mit heute 11 Millionen Einwohnern liegt zwischen Sambia (bis 1964 Nordrhodesien, Grenze ist der Sambesi) und der Republik Südafrika. Um 1100 baute ein Bantu-Volk, das sich auf Erz- und Metallgewinnung verstand, in der um 800 gegründeten Stadt Simbabwe die ersten Steinhäuser. Die schnell wachsende Stadt wurde zum Mittelpunkt des Bantu-Großreiches Monomotapa, das weit in das heutige Mosambik reichte und durch Goldbergwerke zu großer Macht gelangte.

Europäer kamen erst nach David Livingstone (1855) ins Land. Der König der Ndebele erteilte 1888 Cecil Rhodes eine Land-Konzession zur Ausbeutung der Erzvorkommen, worauf sich viele Europäer ansiedelten. Gegen deutsche und portugiesische Ansprüche erklärte England 1891 das Land zum Protektorat.

Später kam Südrhodesien in weiße Selbstverwaltung und wurde 1930 in Siedlungsgebiete für Weiße und Schwarze aufgeteilt, denn es war als Siedlungskolonie vorgesehen. Von 1953 bis 1963 bildete es mit seinem nördlichen Nachbarn und Njassaland (Malawi) die Zentralafrikanische Föderation, die sich aber u. a. durch den Widerstand des African National Congress (ANC) 1963 auflöste.

Im Gegensatz zu den zwei Nachbarländern verwehrte Großbritannien Südrhodesien 1964 die Unabhängigkeit, da sich die weiße Bevölkerungsgruppe (weniger als 4 %, also weniger als der Ausländeranteil des Jahres 1991 in Deutschland) unter Ian Smith mehrheitlich weigerte, die schwarze Mehrheit an der Regierung zu beteiligen. Die Regierung Smith wies auf den Zusammenbruch der ehemaligen Kolonien hin, in denen die Übertragung politischer Macht an Vertreter der Bantu-Bevölkerung verzugslos erfolgt war.[1] Die einseitig erklärte Unabhängigkeit 1965 wurde international mit einem Embargo und anderen Sanktionen bestraft. Parallel dazu begannen von der UdSSR und China unterstützte, kommunistische Organisationen mit einem Guerillakrieg gegen die Regierung und Anschlägen gegen Weiße und Schwarze, die mit der Regierung zusammenarbeiteten. Verhandlungen zwischen der Regierung und der Guerilla scheiterten 1976. Um Guerillakämpfe zu beenden, begann 1976 in Genf die Rhodesien-Konferenz. 1978 erhielten die Schwarzen die Parlamentsmehrheit und stellten den Ministerpräsidenten. Dennoch blieben die Sanktionen bestehen, da die schwarzen, teilweise kommunistisch beeinflussten Guerrillabewegungen ZANU und ZAPU nicht beteiligt wurden.

Ende 1979 gelang der Konferenz ein Durchbruch. Im März 1980 fanden Wahlen unter Beteiligung aller politischen Gruppen statt, welche die ZANU-Partei von Robert Mugabe gewann.

Am 18. April 1980 wurde das unabhängige Simbabwe proklamiert. Mugabe übernahm von seinen Vorgängern ein Land, das wegen seiner hohen landwirtschaftlichen Produktivität als „Kornkammer Afrikas“ bezeichnet wurde und u. a. wegen einer hohen Alphabetisierungsrate und gut ausgebauter Infrastruktur relativ gute Bedingungen für eine erfolgreiche weitere Entwicklung aufwies, welche in den nachfolgenden Jahren weiter und weiter verspielt wurden.

[Bearbeiten] Siehe auch

Koordinaten: 16°-22° S, 25°-33° O

[Bearbeiten] Quellen

  1. Ian Smith: The Great Betrayal, London 1997.
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