Saerbeck

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Saerbeck
Saerbeck
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Saerbeck hervorgehoben
52.1757.633333333333345Koordinaten: 52° 11′ N, 7° 38′ O
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Münster
Kreis: Steinfurt
Höhe: 45 m ü. NN
Fläche: 58,98 km²
Einwohner: 7189 (31. Dez. 2007)[1]
Bevölkerungsdichte: 122 Einwohner je km²
Postleitzahl: 48369
Vorwahl: 02574
Kfz-Kennzeichen: ST
Gemeindeschlüssel: 05 5 66 080
Adresse der Gemeindeverwaltung: Ferrières-Straße 11
48369 Saerbeck
Webpräsenz:
Bürgermeister: Wilfried Roos (parteilos)
Lage der Gemeinde Saerbeck im Kreis Steinfurt
Nordrhein-Westfalen Kreis Borken Kreis Coesfeld Münster Kreis Warendorf Niedersachsen Greven Saerbeck Lienen Lengerich Laer Altenberge Horstmar Nordwalde Ladbergen Metelen Hörstel Westerkappeln Ibbenbüren Steinfurt Wettringen Neuenkirchen Mettingen Lotte Hopsten Ochtrup Rheine Recke Tecklenburg EmsdettenKarte
Über dieses Bild

Saerbeck [ˌzaːrˈbɛk] ist eine Gemeinde im nördlichen Münsterland, Kreis Steinfurt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

[Bearbeiten] Nachbargemeinden

Saerbeck grenzt an das Tecklenburger Land im Norden und Osten mit den Orten Hörstel, Ibbenbüren, Tecklenburg, Ladbergen und im Süden und Westen an das Münsterland mit Greven und Emsdetten.

[Bearbeiten] Geschichte

Die erste namentliche Erwähnung Saerbecks kreist um den Zeitraum um 1100. So fand sich unter den angesiedelten Bauernhöfen, die Naturalabgaben an das entfernte Stift Freckenhorst abgeben mussten, auch ein so genannter ’’sarbikie Hoio’’. Erstmal urkundlich wird Saerbeck 1122 als „curtis sorbecke“, des Oberhofes Saerbeck, dem Kloster Cappenberg als Besitz zugewiesen. Die Nennung einer Kirche mittels Besitzbestätigungsurkunde durch Kaiser Friedrich I. im Jahre 1161 und eine urkundliche Nennung einer Pfarrei im Jahre 1196 gehören weiterhin zu den ersten dokumentieren Quellen von Saerbeck.

Mit Kirche und Pfarrei entstand auch das Kirchspiel Saerbeck, zu dem das Dorf und die Bauernschaften Sinningen, Middendorf, Dorfbauerschaft und Westladbergen gehörten. Mit 23 Hofstellen in der Bauerschaft Sinningen, 20 in Middendorf, 24 in der Dorfbauerschaft und 23 in Westladbergen, lässt sich aus der Steuererhebung des Bischofs von Münster aus dem Jahre 1498 das zunehmende Wachstum von Saerbeck erschließen. 600 bis 700 Einwohner lebten zu dieser Zeit in Saerbeck, wobei die Bevölkerung im Dorf aus Handwerkern und Händler bestand.

Bevor Saerbeck 1816 dem Landkreis Münster in der preußischen Provinz Westfalen zugeordnet wurde, gehörte das Kirchspiel Saerbeck von 1400 bis 1803 dem Fürstbistum Münster an. Zwischen 1803 und 1816 befand sich Saerbeck unter der französischen Fremdherrschaft von Napoléon Bonaparte.

Kriegerische Auseinandersetzungen wie das Gefecht 1628 gegen ein kleines spanisches Söldnerheer im Dreißigjährigen Krieg, bei dem es zu Todesfällen kam, erlebte das kleine Dorf ebenso wie eine Hungersnot nach einem Hagelschlag im Jahr 1832.

Hochwasser an der Ems

Der zu dieser Zeitepoche gegenwärtige Feudalismus befreite erst nach den Preußischen Reformen die in Saerbeck ansässigen Bauern aus der Leibeigenschaft. Die Bevölkerungszahl Saerbecks stieg bis zur ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf etwa 1900 an.

Im Ersten und Zweiten Weltkrieg blieb Saerbeck von direkten militärischen Angriffen verschont, obwohl eine größere Nachtjagdstellung mit dem Decknamen "Rheinsalm" im Norden der Gemeinde angesiedelt war. Allerdings war der Dortmund-Ems-Kanal häufiges Ziel von Bombenangriffen der Alliierten. Eine Hofstelle in Westladbergen wurde dabei vollständig vernichtet und es gab viele weitere Schäden, unter anderem weil der Kanal bei solchen Angriffen regelmäßig auslief.

Seit dem 1. Januar 1975 gehört Saerbeck zum Kreis Steinfurt als Folge der kommunalen Neugliederung. Die Gemeinde blieb bei ihrer Selbständigkeit, musste allerdings an die benachbarten Orte Emsdetten, Greven, Ladbergen und Tecklenburg im Zuge der Neugliederung Einwohner und Grundfläche abtreten. Seit 1994 besteht eine Partnerschaft zur französischen Gemeinde Ferrières. Zudem wurde im Juni des Jahres 2001 der Partnerschaftsvertrag mit der litauischen Stadt Rietavas geschlossen.

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Partnergemeinden

[Bearbeiten] Wappen

Blasonierung: „In Rot drei goldene Ginsterblüten, begleitet von je einem goldenen Wellenband.“

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

Katholische Kirche St. Georg

Alte Windmühle in Sinningen

Sinninger Mühle, dient als Feuerwehrhaus

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

[Bearbeiten] Verkehr

Saerbeck liegt an der B 475 zwischen Rheine und Warendorf sowie der B 219 zwischen Ibbenbüren und Münster.

In der näheren Umgebung befinden sich die Bundesautobahn 1 im Osten sowie die Bundesautobahn 30 im Norden.

Südöstlich befindet sich in circa 6 km Entfernung der Flughafen Münster-Osnabrück.

Nördlich, in unmittelbarer Nähe zu Saerbeck gelegen, befindet sich der Hafen von Dörenthe (Stadt Ibbenbüren) am Dortmund-Ems-Kanal. Dieser ist über eine ausschließlich im Güterverkehr genutzte Stichbahn mit der Bahnstrecke Gütersloh - Ibbenbüren der Teutoburger Wald Eisenbahn (TWE) verbunden. Häufig kommt hier auch der Name Hafen Saerbeck vor.

Die Gemeinde Saerbeck wird von Buslinien der Verkehrsgemeinschaft Münsterland bedient.

An den Bahnhöfen Emsdetten, Ibbenbüren und Münster bestehen Anschlüsse an das Eisenbahnnetz der Bahn. Der Bahnhof Greven ist vom Rathausplatz Greven etwa 700 Meter entfernt.

[Bearbeiten] Schulen

Die Gemeinde Saerbeck besitzt zwei öffentliche Schulen. Eine Grundschule (St. Georg) und eine Gesamtschule (Maximilian-Kolbe-Gesamtschule).

[Bearbeiten] Jugendverbände

[Bearbeiten] Grünes Zentrum

Seit dem Jahr 2000 besteht das „Grüne Zentrum“ in Saerbeck. Es beherbergt vier Institutionen der Landwirtschaft im Kreis Steinfurt unter einem Dach.

Es sind:

„Grünes Zentrum“ Hembergener Straße 10

Reliefbild von Schorlemer-Alst

„Grünes Zentrum“ Haupteingang

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Information und Technik Nordrhein-Westfalen: Amtliche Bevölkerungszahlen

[Bearbeiten] Weblinks

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