Sapporo
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| 札幌市 Sapporo-shi |
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| Geographische Lage in Japan | ||
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| Region: | Hokkaidō | |
| Präfektur: | Hokkaidō | |
| Koordinaten: | 43° 4′ N, 141° 21′ O43.061944444444141.35416666667Koordinaten: 43° 3′ 43″ N, 141° 21′ 15″ O | |
| Basisdaten | ||
| Fläche: | 1 121,12 km² | |
| Einwohner: | 1 890 644 (1. Feb. 2007) |
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| Bevölkerungsdichte: | 1686 Einwohner je km² | |
| Gemeindeschlüssel: | 01100-2 | |
| Symbole | ||
| Wappen: | ||
| Baum: | Gemeiner Flieder | |
| Blume: | Convallaria majalis var. keiskei | |
| Vogel: | Kuckuck | |
| Rathaus | ||
| Adresse: | Sapporo City Hall 2 Kita-1-jō-nishi Chūō-ku, Sapporo-shi 060-8611 |
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| Webadresse: | ||
| Lage Sapporos in der Präfektur Hokkaidō | ||
Sapporo (jap. 札幌市, -shi, aus Ainu sat poro (pet), dt. „trockener, großer (Fluss)“[1]) ist die größte Stadt von Hokkaidō, der nördlichsten der vier japanischen Hauptinseln. Sapporo ist der Verwaltungssitz der Präfektur Hokkaidō, sowie der Unterpräfektur Ishikari.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
[Bearbeiten] Klima
[Bearbeiten] Geschichte
Sapporo wurde 1869 als Sitz der Kolonialverwaltung Hokkaidōs gegründet, das seit dem 19. Jahrhundert zu Japan gehört. Erst in den 1950er Jahren löste es das nahegelegene und deutlich ältere Otaru als bevölkerungsreichste Stadt Hokkaidōs ab. Die Stadt wurde, ähnlich wie Kyōto oder viele amerikanische Städte, in einem Schachbrettmuster geplant.
Sapporos landwirtschaftliche Universität, die ebenfalls 1869 gegründet wurde und anfangs in Tōkyō beheimatet war, ist vor allem durch ihren ersten Präsidenten, Dr. William Smith Clark, bekannt geworden. Er wurde von der japanischen Regierung als Berater in Erziehungsfragen eingeladen. Vor allem die Abschiedsworte an seine Studenten, von denen er viele zum Christentum bekehrt hatte, haben bleibenden Eindruck hinterlassen: Boys, be ambitious! (dt. „Jungs, seid ehrgeizig!“).
In Sapporo fanden die Olympischen Winterspiele 1972 statt, die ersten Olympischen Winterspiele in Asien. Seitdem verbindet eine Städtepartnerschaft Sapporo mit München, dem Austragungsort der Olympischen Sommerspiele des gleichen Jahres.
[Bearbeiten] Politik und Verwaltung
Fumio Ueda ist seit 2003 Bürgermeister von Sapporo, er wurde mit Unterstützung von Demokratischer Partei, Sozialdemokratischer Partei und „Bürgernetzwerk Hokkaidō“ (市民ネットワーク北海道, shimin nettowāku hokkaidō) gewählt. Seine laufende zweite Amtszeit endet im Juni 2011. Im 68-köpfigen Stadtrat, der zuletzt 2007 – gleichzeitig mit dem Bürgermeister in den „vereinheitlichten Regionalwahlen“ – neu gewählt wurde, verfügen weder die Unterstützer des Bürgermeisters noch die nationalen Regierungsparteien LDP und Kōmeitō über eine absolute Mehrheit.[2]
[Bearbeiten] Stadtgliederung
Sapporo gliedert sich in 10 Stadtbezirke (ku):
- Atsubetsu-ku (厚別区)
- Chūō-ku (中央区)
- Higashi-ku (東区)
- Kita-ku (北区)
- Kiyota-ku (清田区)
- Minami-ku (南区)
- Nishi-ku (西区)
- Shiroishi-ku (白石区)
- Teine-ku (手稲区)
- Toyohira-ku (豊平区)
[Bearbeiten] Städtepartnerschaften
- Portland, USA - seit 1959
- München, Deutschland - seit 1972
- Shenyang, China - seit 1980
- Nowosibirsk, Russland - seit 1990
Im Ōdōri-Park im Stadtzentrum steht als Zeichen der Partnerschaft ein traditioneller bayerischer Maibaum, ein Geschenk der Stadt München.
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
Sapporo ist eine verhältnismäßig junge Stadt, deren wenige historische Sehenswürdigkeiten den starken westlichen Einfluss während der Meiji-Restauration verraten:
- Der als Wahrzeichen der Stadt geltende Uhrenturm der ehemaligen Versammlungshalle der landwirtschaftliche Universität (s.o.). Die Charta der Stadt beginnt mit den Worten: Wir sind die Bürger der Stadt Sapporo, wo die Glocke des Uhrenturms läutet.
- Das bis in die 1970er Jahre als Amtssitz des Gouverneurs von Hokkaidō dienende Verwaltungsgebäude aus roten Klinkern, heute zum Museum umfunktioniert.
- Die im gleichen Stil erbauten, mit Efeu bewachsenen Gebäude der alten Sapporo-Brauerei von 1876, die inzwischen zur größten Bierhalle Japans umgestaltet wurden.
- Das Erschließungsdorf (開拓の村, kaitaku no mura), ein Freiluftmuseum in dem restaurierte alte Gebäude aus ganz Hokkaidō zu besichtigen sind.
- der Fernsehturm in Stahlfachwerkbauweise
- der Hokkaidō-jingū, Hokkaidōs größter Shintō-Schrein
Sapporos größtes Tourismusereignis ist das alljährlich stattfindende Schneefest (雪祭り, yuki matsuri), das 1950 seinen Anfang nahm, als Schüler und Studenten im Ōdōri-Park Statuen aus Schnee bauten. Heute dauert das Fest eine Woche, und es werden auf drei verschiedenen Geländen gut ein Dutzend riesige und hunderte kleinere Schnee- und Eisskulpturen errichtet, die hunderttausende Besucher anlocken. Riesig bedeutet dabei: bis zu 10 m hoch und 30 m breit, bestehend aus 1000 und mehr Lastwagenladungen Schnee. Häufigstes Motiv sind mehr oder weniger berühmte Gebäude aus aller Welt, die oft im Maßstab 1:3 oder gar 1:2 mit allen Details nachgebaut werden, nur eben aus Schnee oder Eis.
Die großen Skulpturen werden von Firmen gesponsert, einige werden auch von den japanischen Selbstverteidigunsstreitkräften als Teil des Wintertrainings erbaut. Die kleineren Schneeskulpturen werden von lokalen Vereinen erbaut, wobei die Nachfrage so groß ist, dass die verfügbaren Parzellen unter den Bewerbern verlost werden. Zudem wird auch ein internationaler Wettbewerb veranstaltet.
siehe auch: Moerenuma Park
[Bearbeiten] Verkehr
- U-Bahn Sapporo - 1971 in Betrieb genommen, 3 Linien
- Bahnhof Sapporo auf der JR Hakodate-Hauptlinie
- Flughafen Sapporo
- Straßen:
- Dōō-Autobahn
- Sasson-Autobahn
- Nationalstraßen 5, 12, 36, 230, 231, 274, 275, 337, 453
[Bearbeiten] Sport
- Makomanai Okunai Kyōgijō
- Baseball:
- Fußball:
- Hokkaidō-Marathon
- Skispringen, Langlauf, Nordische Kombination:
1978 scheiterte Sapporo bei dem Versuch, 1984 ein zweites mal nach 1972 Olympische Winterspiele ausrichten zu dürfen, erst in der Stichwahl gegen Sarajewo.[3] Eine ursprünglich geplante Bewerbung für die Olympischen Sommerspiele 2016 gegen die innerjapanischen Konkurrenten Fukuoka und Tokio gab Bürgermeister Fumio Ueda mit Verweis auf die hohen Kosten 2006 auf.[4]
[Bearbeiten] Universitäten und Colleges
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt
- Yukitaka Fukita, Skispringer
- Ken Ishii, Techno-DJ und -Musikproduzent
- Satoru Iwata, Unternehmer (IT)
- Emi Kawabata, japanische Skirennläuferin
- Naoji Kimura, Germanist und Goethe-Forscher
- Nana Kitade, japanische Sängerin
- Kotoko, Sängerin
- Iou Kuroda, japanischer Manga-Zeichner
- Kaori Mizuhashi, japanische Synchronsprecherin
- Chuhei Nambu, japanischer Leichtathlet und Olympiasieger
- Sōta Okamura, Skispringer
- Yoshinori Sunahara, Techno-DJ und -Musikproduzent
- Ayumi Watase, Skispringerin
- Kōji Yamase, Fußballspieler
- Takayoshi Yanagida, japanischer Komponist
- Takahiro Yokomichi, Politiker
- Kirito, Sänger von Angelo, ex-Pierrot, Solo
[Bearbeiten] Angrenzende Städte und Gemeinden
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ ふるさとの川史話いっぱい. Stadt Sapporo. Abgerufen am 30. Mai 2009. (Japanisch)
- ↑ 北海道>札幌市. In: ザ・選挙. JANJAN (Japan Alternative News for Justices and New Cultures), 9. Mai 2007. Abgerufen am 29. Mai 2009. (ja)
- ↑ Japanisches Olympisches Komitee: History of Japan's Bids for the Olympics
- ↑ Sapporo opts out of '16 Games race. In: The Japan Times. 22. Februar 2006. Abgerufen am 29. Mai 2009. (en)
[Bearbeiten] Weblinks
-
Commons: Sapporo – Bilder, Videos und Audiodateien - Informationen zum Schneefest (Japanisch/Englisch)
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