Schlacht von Solferino
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| Schlacht von Solferino | |||||||
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| Teil von: Sardinischer Krieg | |||||||
Napoleon III. in der Schlacht von Solferino |
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| Konfliktparteien | |||||||
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Sardinien-Piemont Frankreich |
Kaisertum Österreich |
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| Befehlshaber | |||||||
| Napoléon III. | Franz Joseph I. | ||||||
| Truppenstärke | |||||||
| 118.600 | 110.000 | ||||||
| Verluste | |||||||
| 15.000 Tote und Verwundete; über 2.000 Vermisste und Gefangene[1] | 14.000 Tote und Verwundete; über 8.000 Vermisste und Gefangene[1] | ||||||
| Schlachten des Sardinischen Krieges (1859) |
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| Montebello – Varese – San Fermo – Palestro – Magenta – Treponti – Solferino – San Martino – |
Die Schlacht von Solferino war die Entscheidungsschlacht im Sardinischen Krieg zwischen dem Kaisertum Österreich und dem Königreich Piemont-Sardinien und dessen Verbündeten Frankreich unter Napoléon III. Durch die Niederlage der Österreicher bei Solferino am 24. Juni 1859 wurde der Krieg von Sardinien gewonnen und der Weg zur Einigung Italiens eröffnet.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Vorgeschichte
Der Sardinische Krieg war ausgebrochen auf Grund der Unterstützung des Königreichs Piemont-Sardinien für die italienischen Freiheitskämpfer in den damaligen österreichen Provinzen Lombardei und Venetien. Piemont-Sardinien wurde bei seinen Bestrebungen vom französischen Kaiser Napoléon III. unterstützt.
Am 29. April 1859 erfolgte der Einmarsch der Österreicher in das Piemont unter dem Oberbefehl des Grafen Gyulay an drei Stellen. Die österreichischen Truppen setzten sich auf einer langen Linie von Biella bis Pavia fest. Am 4. Juni 1859 kam es zur Schlacht von Magenta, in der Gyulay unterlag. Zwischenzeitlich war Kaiser Franz Joseph von Österreich auf dem Kriegsschauplatz eingetroffen.
[Bearbeiten] Die Schlacht
Etwa 150.000 Soldaten Piemont-Sardiniens und Frankreichs standen etwa 135.000 Soldaten Österreichs gegenüber. Als die Schlacht gegen 3:00 Uhr morgens begann, trafen zwei durch lange Märsche erschöpfte und schlecht versorgte Heere völlig unerwartet aufeinander. Die Auseinandersetzung verlief auf einer Front von ca. 16 Kilometern Länge und zog sich, mit mehrfachen Vormärschen und Rückzügen beider Seiten, fast über den gesamten Tag hin. Auf Trockenheit und Hitze folgten ab ca. 16:00 Uhr Sturm und Regen. Zum Symbol der Schlacht und letztlich auch des Sieges der Truppen Piemont-Sardiniens und Frankreichs wurde der "Spion von Italien" (ital. Spia d'Italia), ein 28 Meter hoher Turm auf einem ca. 100 Meter hohen Hügel.
Im Verlauf der Schlacht waren auf beiden Seiten etwa 6.000 Soldaten getötet und ca. 30.000 bis 40.000 verwundet worden. Mindestens 10.000 Soldaten beider Seiten galten als vermisst oder gefangen und rund 40.000 weitere Soldaten erkrankten durch Nahrungsmangel, Überanstrengung und aufgrund der völlig unzureichenden sanitären Verhältnisse in den Tagen nach der Schlacht. Die meisten Soldaten waren nicht infolge der Kampfhandlungen gestorben, sondern später an den Folgen ihrer Verwundungen. Die Schlacht von Solferino galt als die blutigste militärische Auseinandersetzung seit der Schlacht von Waterloo. Sie war insbesondere gekennzeichnet durch einen extremen Mangel an medizinischer Versorgung der Opfer durch die militärischen Sanitätsdienste, die auf beiden Seiten sowohl personell als auch bezüglich ihrer Ausstattung völlig überfordert waren. Verwundete wurden oft nach ihrer Bergung sich selbst überlassen oder gänzlich auf dem Schlachtfeld zurückgelassen. Nahrung und Wasser standen nur in unzureichenden Mengen zur Verfügung und waren darüber hinaus von hygienisch schlechter Qualität.
Zur gleichen Zeit wurde wenige Kilometer nördlich auch die Schlacht von San Martino zwischen Piemontesen und Österreichern ausgetragen.
[Bearbeiten] Folgen
Die Schlacht war die erste Niederlage Kaiser Franz Josephs. Der Frieden von Zürich beendete am 10. November 1859 vollends den Sardinischen Krieg. Im Frieden von Zürich trat Österreich die Lombardei mit Ausnahme der Festungen Mantua und Peschiera del Garda, die an dem Grenzfluss zu Venetien, dem Mincio lagen, an Napoleon III. ab, der die Lombardei dann weiter an Sardinien übergab.
Zum Gedenken an die Schlacht von Solferino findet jährlich am 24. Juni ein Fackellauf (ital. Fiaccolata) statt, bei welchem Tausende von Rot-Kreuz-Helfern bei Einbruch der Dämmerung mit Fackeln von Solferino nach Castiglione delle Stiviere ziehen.
Der Franzose Gaspard Felix Nadar fotografierte diese Schlacht aus einem Ballon heraus und machte so die ersten Luftaufnahmen der Geschichte.
Die Grausamkeit der Schlacht und die Hilflosigkeit der verwundeten Soldaten veranlassten Henry Dunant zur Gründung des Roten Kreuzes und führten zur Vereinbarung der Genfer Konvention von 1864.
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ a b Battle of Solferino. (2009). In Encyclopædia Britannica. Retrieved May 20, 2009, from Encyclopædia Britannica Online: http://www.britannica.com/EBchecked/topic/553244/Battle-of-Solferino .
[Bearbeiten] Literatur
- Ulrich Ladurner: Solferino. Kleine Geschichte eines großen Schauplatzes Residenz Verlag, St. Pölten 2009, ISBN 978-3-7017-3151-0
- Richard Brooks: Solferino 1859. The battle that won Italy its Independence. Osprey Publishing, Oxford 2009, ISBN 978-1-84-603385-8

