Seine

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche
Hilfe:Begriffsklärung
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Zum ehemaligen Département de la Seine siehe dort.

Vorlage:Infobox Fluss/DGWK_fehltVorlage:Infobox Fluss/ABFLUSS_fehltVorlage:Infobox Fluss/KARTE_fehlt

Seine (Europa)
Verlauf und Einzugsgebiet der Seine

Verlauf und Einzugsgebiet der Seine

Daten
Lage Frankreich
Länge 776 kmdep1
Quelle in Frankreich auf dem Plateau von Langres
47° 29′ 11″ N, 4° 43′ 0″ O47.4863888888894.7166666666667470
Quellhöhe 470 m
Mündung Bei Le Havre in den Ärmelkanal49.4266666666670.102222222222220Koordinaten: 49° 25′ 36″ N, 0° 6′ 8″ O
49° 25′ 36″ N, 0° 6′ 8″ O49.4266666666670.102222222222220
Mündungshöhe 0 mVorlage:Infobox Fluss/HÖHENBEZUG-MÜNDUNG fehlt
Höhenunterschied 470 m
Flusssystem Seine
Einzugsgebiet 75.000 km²dep1
Rechte Nebenflüsse Ource, Aube, Marne, Oise, Epte
Linke Nebenflüsse Yonne, Loing, Essonne, Eure, Risle
Großstädte Paris, Troyes, Rouen
Schiffbar ja, bis Nogent-sur-Seine

Die Seine (lateinisch/keltisch: Sequana) ist ein Fluss in Nord-Frankreich. Sie entspringt in Burgund, fließt von Osten nach Westen und mündet bei Le Havre in den Ärmelkanal. Mit 776 km Länge ist sie der zweitlängste Fluss Frankreichs. Das Einzugsgebiet der Seine umfasst etwa 75.000 km².

Wichtige Städte an der Seine sind Paris, Troyes und Rouen. In Paris und Rouen befinden sich deshalb die wichtigsten Binnenhäfen Frankreichs.

Die Uferpromenade der Seine in Paris steht in der Liste des Weltkulturerbes der UNESCO. Die Hauptzuflüsse sind Aube, Marne und Oise vom Norden und Yonne und Eure vom Süden. Weitere Zuflüsse sind Loing, Essonne, Epte, Andelle, Risle. Über Kanäle ist sie mit Schelde, Maas, Rhein, Saône und Loire verbunden. Am Unterlauf des Flusses im Gebiet der Normandie haben sich riesige Schleifen gebildet. Die schiffbare Länge (bis Nogent-sur-Seine) beträgt 560 km. Ozeanriesen können bis zu 120 km auf dem Fluss ins Landesinnere fahren.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Seinequellen

Die Quelle der Seine liegt auf dem Plateau von Langres, 30 km nordwestlich von Dijon im Département Côte-d’Or im Burgund, 470 m über dem Meeresspiegel. Eine Besonderheit ist, dass die Quellen der Seine seit 1864 Eigentum der Stadt Paris sind. Eine künstliche Grotte wurde ein Jahr später errichtet, um die Hauptquelle zu schützen, und die Statue einer Nymphe aufgestellt, die den Fluss symbolisieren soll. Die Hauptstadt hat mittlerweile das Interesse an der Parzelle verloren und sie an die Region Burgund zurückgegeben. Nahe der Quelle befinden sich Überreste eines gallo-römischen Tempels, in dem eine Dea Sequana („Flussgöttin“) verehrt wurde und dessen archäologischen Funde sich heute im Archäologischen Museum von Dijon befinden.

Alfred Sisley: L'automne: Bords de la Seine près de Bougival (Herbst: die Ufer der Seine nahe Bougival), 1873
Île de la Cité mit der Hauptkirche Notre Dame

[Bearbeiten] Seinetal

Das Seinetal mit seiner geringen Steigung und den vielen Mäandern ist bekannt für seine zahlreichen Schlösser („Seineschlösser“), aber auch die dort vorhandene Automobilindustrie, Petrochemie und mehrere Kraftwerke.

Blick von der Seine auf die Île des Impressionnistes

[Bearbeiten] Inseln in der Seine

Inseln im Flusslauf sind die Île l'Aumône, innerhalb von Paris die Île de la Cité (und deren Kristallisationskern), Île Saint-Louis, Île Louviers,Île Maquerell, Île des Cygnes, weiter flussabwärts die Île aux Dames, Île des Impressionistes ( oder Île de Chatou), Île de la Jatte bei Neuilly-sur-Seine, Île Saint-Denis (mit der gleichnamigen Gemeinde), Île Saint-Germain und die Île Seguin (mit dem Renault-Werk von 1919 bis 1992).

[Bearbeiten] Geschichtliches

Nach ihrer Hinrichtung 1431 auf dem Scheiterhaufen in Rouen, wurde die Asche von Jeanne d'Arc in die Seine gestreut, um einem Reliquienkult vorzubeugen.

1790 ertränkte sich der tschechische Komponist Jean-Baptiste Krumpholz in der Seine, da er zuvor von seiner Frau Anne-Marie (1755-1824) für den böhmischen Komponisten Jan Ladislav Dusík verlassen wurde.

Seine war auch der Name eines französischen Départements, das 1968 in vier Départements aufgeteilt wurde: Paris (75), Hauts-de-Seine (92), Seine-Saint-Denis (93) und Val-de-Marne (94). Die Ordnungszahl 75, die zum Département Seine gehörte, blieb dabei Paris erhalten, wodurch die bisherige alphabetische Reihenfolge der Départements allerdings verletzt wurde.

Seurat «Un dimanche après-midi à l'île de la Grande Jatte»(Sonntag auf der …)

[Bearbeiten] Die Seine in der Kunst

[Bearbeiten] Als Gegenstand von Gemälden

Als Gegenstand von bekannten Gemälden zum Beispiel von Frédéric Bazille, Maurice Boitel, Richard Parkes Bonington, Eugène Boudin, Gustave Caillebotte, Camille Corot, Charles-François Daubigny, Raoul Dufy, Émile Othon Friesz, Eugène Isabey, Johan Barthold Jongkind, Joseph Mallord, Albert Marquet, Claude Monet, Robert Antoine Pinchon, Nicolas Raguenet, Emilio Grau Sala, Gaston Sébire, Alfred Sisley, Georges Seurat, Constant Troyon, William Turner, Édouard Vuillard oder Vallotton.

[Bearbeiten] Filme

  • Reisewege Frankreich: Das Lied der Seine. Dokumentation, 2 Teile, 90 Min. Ein Film von Georg Bense, Produktion: SR, Erstsendungen: 29. November 2006 und 6. Dezember 2006    (Inhaltsangabe des SR)

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Seine – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien


Persönliche Werkzeuge
Buch erstellen