Selenga
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| Selenga | |
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Selenga mit Nebenarmen aus einem Flugzeug |
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| Daten | |
| Lage | Mongolei; Russland |
| Länge | 1024 km |
| Zusammenfluss von | Delgermörön, Ider und Bügsiin Gol |
| Mündung | Baikalsee bei Selenginsk |
| Flusssystem | Jenissei |
| Einzugsgebiet | 447 000 km² |
| Abflussmenge | MQ: 310 m³/s |
Die Selenga (russisch Селенга) oder Selenge (mong. Сэлэнгэ) ist ein Zufluss des Baikalsees und damit ein solcher der Angara. Sie fließt in der Mongolei und in Russland, Asien.
Der Fluss Selenga ist 1024 km lang, davon liegen 615 km in der Mongolei. Zusammen mit dem Ider, der als rechter von drei Quellflüssen 456 km lang ist, ist der Flusslauf insgesamt 1480 km lang.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Flusslauf
Der Fluss entsteht etwa 375 km (Luftlinie) südwestlich vom Südwest-Ende des Baikalsees und rund 150 km nördlich des Changai-Gebirges aus dem Zusammenfluss von drei Flüssen: Delgermörön, Ider und Bügsiin Gol.
Von dort aus fließt der Selenge in ost-nordöstlicher Richtung durch den Norden der Mongolei. Bei der Stadt Selenge führt der Fluss Egiin gol von Nordwesten kommend das Wasser des Chöwsgöl-Sees zu. Kurz vor Grenze zu Russland, welche der Selenge bei Süchbaatar gen Norden fließend quert, mündet der von Süden kommende Orchon ein. Bei Ust-Kyachta beträgt die durchschnittliche Wasserführung 23 m³/s im Februar und 601 m³/s im August.[1]
Danach fließt sie - in ihrem Unterlauf schiffbar - in nördlicher Richtung das Wasser des aus südöstlicher Richtung kommenden Flusses Chilok aufnehmend nach Ulan-Ude, wo aus Richtung Osten die Uda einmündet. Im Bereich der Stadt knickt sie in nordwestliche Richtung ab, um später auf der Südseite in das südwestliche Drittel des Baikalsees zu münden. Direkt unterhalb von Selenginsk bildet die Selenga ein Flussdelta.
[Bearbeiten] Selenga-Delta
Das etwa 546 km² große Selenga-Mündungsdelta hat sich aufgrund seiner reichhaltigen Sedimentfracht im Lauf der Jahrmillionen rund 15 km in den See vorgeschoben: Die unvorstellbaren Mengen an Schwebstoffen, die der Fluss dort abgelagert hat, werden erst etwas erkennbarer, wenn man sich vorstellt, das der Fluss an dieser Stelle den Baikalsee bis zu 870 m hoch aufgefüllt hat.
Das Mündungsdelta ist Rastplatz, Brutplatz und Ort der Futtersuche für unzählige Wasservogelarten. Im Frühjahr und Herbst finden sich dort zwischen 4 und 7 Mio. Zugvögel ein, die hier Fische, Krebse, Insekten und anderes Getier fangen, um sie ihren "Kleinen" vorzusetzen und, um sie auch selbst zu fressen: Dazu gehören Adler (wie Fischadler und Kaiseradler), Gluckenten, Kiebitze, Rohrdommeln, Silbermöwen, Schwäne, Sperlinge und Störche (darunter Schwarzstörche) und zahlreiche andere Vogelarten. Außerdem leben am und im Selenga-Delta die seltene Baikalrobbe, die Kleinkrebsart Epischura und der lachsähnliche Omul, die nur im Baikalsee vorkommen.
[Bearbeiten] Einzugsgebiet & Befahrbarkeit
Das Einzugsgebiet der Selenga beträgt 945.480 km² (andere Quelle 445.000). Ab November bis Mitte Mai ist die Selenga gefroren.
[Bearbeiten] Flusssystem
Quellflüsse:
- Delgermörön - der linke bzw. nördliche Quellfluss (Mongolei; Länge 445 km)
- Bügsiin gol - der mittlere, westliche Quellfluss (Mongolei)
- Ider - der rechte bzw. südliche und längste Quellfluss (Mongolei; 456 km)
Zuflüsse (flussabwärts betrachtet):
- Egiin gol - linker bzw. nordwestlicher Zufluss (Mongolei; 535 km)
- Orchon - rechter bzw. südlicher Zufluss (Mongolei; 1124 km)
- Dschida - linker bzw. westlicher Zufluss (Russland; 567 km)
- Tschikoi - rechter bzw. südöstlicher Zufluss (Russland; 769 km)
- Chilok - rechter bzw. südöstlicher Zufluss (Russland; 840 km)
- Uda - rechter bzw. östlicher Zufluss (Russland; 467 km)
[Bearbeiten] Orte
An der Selenga befinden sich unter anderen die Städte:
- Süchbaatar - an der mongolisch-russischen Grenze (Mongolei)
- Ulan-Ude (Russland)
- Selenginsk am Beginn des Mündungsdeltas der Selenga
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ H. Barthel, Mongolei - Land zwischen Taiga und Wüste, Gotha 1990
[Bearbeiten] Weblinks
- Selenga am Messpunkt Kabansk – hydrographische Daten bei R-ArcticNET

