Shaba-Invasion
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Die Shaba-Invasion löste im Süden der heutigen Demokratischen Republik Kongo einen Guerillakrieg aus, an dem die Interessen des Westens und der Ostblock-Staaten in Zentralafrika aufeinandertrafen.
Im März 1977 und im Mai 1978 drangen aus Angola Truppen sogenannter "Katanga-Gendarmen", eigentlich Rebellen der National Front for the Liberation of the Congo (FNLC) nach Shaba (früher Katanga) vor, mit dem Ziel, die rohstoffreiche Provinz von Zaire loszulösen. Den von Kuba und der Sowjetunion unterstützten Angreifern aus Angola gelang es zeitweise wichtige Städte, u.a. Kapanga, Kolwezi und Mutshatsha, zu kontrollieren und weite Gebiete der Region zu erobern. Sie richteten vor allem 1978 Massaker unter der Bevölkerung an, auch unter Europäern. Den weißen Überlebenden gelang später unter dramatischen Umständen die Flucht und mit einer internationalen Hilfsaktion das Ausfliegen nach Brüssel.
Es war ein Einsatz der französischen Fremdenlegion am 19. Mai 1978. Französische Fremdenlegionäre (2e Régiment Étranger de Parachutistes) befreiten im damaligen Zaire mehr als 2000 europäische Geiseln aus der Hand von den Rebellen. Diese Befreiung ging als "Schlacht um Kolwezi" in die Militärgeschichte der französischen Fremdenlegion ein.
Militärisch konnte sich die Regierung in Kinshasa unter Mobuto Sésé-Seko nur mit Militärhilfe und den Einsatz von ausländischen Soldaten aus Ägypten, Belgien, Frankreich (Fremdenlegion), Marokko und den USA im Rahmen der Militäroperation "Red Bean" gegen die Invasoren wehren und sie schließlich zum Rückzug zu zwingen.
Die Organisation für afrikanische Einheit (OAU) verurteilte die Invasion, da die OAU-Charta die territoriale Integrität der afrikanischen Staaten fordert. Die "Katanga-Gendarmen" waren teilweise Veteranen, die bereits 1961 an der separatistischen Bewegung in Katanga, und 1964 an der Unterstützung der Regierung von Moise Tschombé gegen die Simba-Rebellen beteiligt waren. Viele Katanga-Gendarmen waren nach Mobutus Machtübernahme 1965 nach Angola geflohen, nach dem Ende der portugiesischen Herrschaft in Angola schlossen sie sich der MPLA von Agostinho Neto an (→ Geschichte Angolas).
[Bearbeiten] Weblinks
- http://cgsc.leavenworth.army.mil/carl/resources/csi/odom2/odom2.asp (Englisch)
- 19. Mai 1978 Französische Legionäre befreien im damaligen Zaire mehr als 2000 europäische Geiseln aus der Hand von Rebellen - Schlacht um Kolwezi

