Solin

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Solin
Wappen von Solin
Solin (Kroatien)
DEC
43.53168611111116.4948555555560Koordinaten: 43° 31′ 54″ N, 16° 29′ 41″ O
Basisdaten
Staat: Kroatische Flagge Kroatien
Gespanschaft: Flagge der Gespanschaft Split-Dalmatien Split-Dalmatien
Höhe: m ü. A.
Fläche: 18,37 km²
Einwohner: 19 011 (2005)
Bevölkerungsdichte: 1035 Einwohner je km²
Telefonvorwahl: (+385) 021
Postleitzahl: 21 210
Kfz-Kennzeichen: ST
Struktur und Verwaltung
(Stand: 2009, vgl.)
Gemeindeart: Stadt
Gliederung: 3 Bezirke
Bürgermeister: Blaženko Boban (HDZ)
Postanschrift: Stjepana Radića 42
21 210 Solin
Webpräsenz:

Solin (ˈsɔliːn, italienisch Salona, lateinisch Colonia Martia Iulia Solonae, kurz Solona) ist eine 19.000 Einwohner zählende Kleinstadt in der kroatischen Gespanschaft Split-Dalmatien. Die lateinische Bezeichnung soll analog zu anderen Siedlungen in der Gegend mit der Endung -ona auf illyrische Bezeichnungen zurückgehen. Sie liegt an der Adriaküste an der Mündung des Flusses Jadro und grenzt inzwischen direkt an die Stadt Split.

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

  • Ruinen des römischen Forums mit Tempel und Theater
  • Reste der römischen Porta Caesarea und der Stadtmauer
  • Ruinen des Amphitheaters (2. Jahrhundert)
  • Reste altchristlicher Kirchen
  • Reste eines römischen und frühchristlichen Friedhofs (Manastirine) und eines Klosters
  • Archäologisches Museum

[Bearbeiten] Geschichte

Solin
Amphitheater

Solin hatte in historischer Zeit eine erheblich höhere Bedeutung als die heutige Kleinstadt.

Ursprünglich eine befestigte Hafenstadt der illyrischen Delmaten, wurde Solin im 4. Jahrhundert v. Chr. von den Griechen kriegerisch übernommen. Damals hatte diese Stadt eine strategisch günstige Lage am Fluss Jadro an der Kreuzung zwischen der Küstenstraße und einem über die Schlucht von Klis ins Inland führenden Weg.

Julius Caesar erhob Solin im 1. Jahrhundert v. Chr. in den Rang einer römischen Kolonie (Colonia Martia Iulia Salona) und zum verwaltungstechnischen und wirtschaftlichen Zentrum der gesamten damaligen Provinz Illyricum (später Dalmatia). Durch den römischen Kaiser Diokletian, wahrscheinlich selbst aus Solin stammend, erhielt die Stadt als Ehrentitel den Familiennamen des Kaisers: "Valeria". Von 475 bis 480 residierte hier der letzte legitime weströmische Kaiser Julius Nepos. Zwischen dem 4. und 6. Jahrhundert war Salona ein wichtiges Zentrum des frühen Christentums, wovon heute noch viele archäologische Fundstätten zeugen.

Auf dem Höhepunkt der Entwicklung soll die Stadt etwa die dreifache Einwohnerzahl der heutigen Stadt gehabt haben.

Um das Jahr 641 wurde Salona von den Awaren und Slawen verwüstet. Danach verlor Solin seine Bedeutung an die benachbarte Stadt Split.

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Solin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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