Sprechen
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Das Sprechen ist der Vorgang des vorwiegend auf zwischenmenschliche Interaktion ausgerichteten Gebrauchs der menschlichen Stimme, wobei artikulierte Sprachlaute erzeugt werden. Die Bedeutung des Wortes wird auch auf andere Kommunikationsformen ausgeweitet, z. B. mit den Händen in einer Gebärdensprache, mit Gesichtsmuskeln, durch Bilder und Schrift, usw.
Nach dem Vier-Seiten-Modell von Schulz von Thun sind Informationsübermittlung, Selbstoffenbarung, Appell und Beziehungsveränderung die vier wichtigsten Aspekte der sprachlichen Kommunikation.
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[Bearbeiten] Grundgesetze des Sprechens
Wolf und Aderhold haben folgende Grundgesetze des Sprechens identifiziert: Der Sprechende muss in der Lage sein, die Spannungsverhältnisse seines Körpers bewusst kontrollieren und verändern zu können. Hierbei soll es zu keinem unnötigen Kraftaufwand kommen und andererseits soll der Körper auch nicht an Unterspannung leiden - beide führen zu artikulatorischen und stimmlichen Fehlleistungen. Auch müssen die neurologischen und muskulatorischen Voraussetzungen der Gelenke in den Armen und Händen und der Gesichtsmuskeln vorliegen, um ebenfalls kontrollierte, sprachliche Bewegungen ausführen zu können. Ungleich dem Sprechen mit den Händen muss das mündliche Sprechen mit dem Atmen zeitlich in Einklang gebracht werden - wobei die Atemmenge der Länge des jeweilig zu sprechenden Sinnabschnitts entspricht. Zur Ausbildung einer klang- und modulationsfähigen Stimme muss die Weite der Resonanzräume gesichert werden. Erreicht wird dies, indem sich durch entsprechendes Training im Bereich der Artikulationsräume und der Kehle ein Gefühl der Entspanntheit einstellt - und so in der Folge jede stimmliche Tätigkeit als befreiend empfunden wird. Innerhalb der für einen Laut entsprechenden Artikulationsbreite sollen die Sprechwerkzeuge die charakteristischen Bewegungsabläufe durchführen - und nicht nur andeuten. Es handelt sich hierbei als um die ausschöpfenden Bewegungen der Sprechwerkzeuge - insbesondere Lippen, Zunge und Unterkiefer.
[Bearbeiten] Die Stimme des Sprechenden
Soll nicht ihre individuelle natürliche Sprechtonlage überschreiten, zudem müssen die Ein- und Absätze der Stimme mühelos vollzogen werden.
Seine Stimme und die Bewegungsmöglichkeiten seiner Gelenke und Muskeln soll der Sprecher gut kennen - und durch eine entsprechend geschulte Selbstwahrnehmung kleinste Veränderungen in den Sprechwerkzeugen wahrnehmen können. Ein bewusster Formungs- und Mitteilungswille des Sprechenden ist Voraussetzung für ein sinn- und bedeutungsvolles Sprechen.
[Bearbeiten] Sinnvolles
Sinnvolles Sprechen erfordert eine gewisse Gerichtetheit, sowie einen entsprechenden Empfangs- und Raumbezug.
Der ganze Mensch ist am Sprechen beteiligt - Sprechen ist ein komplexer Vorgang
[Bearbeiten] Inneres Sprechen
Lautlose Form des Sprechens, die dem Denken, der Lenkung der Beachtung eines Subjekts (Funktion der Sprache) dient. Umfassend diskutiert von Lew Wygotski.
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Literatur
- Helmut Martinetz: Die klingende Visitenkarte, Grundgesetze des Sprechens, Litverlag Münster, London, 2005, ISBN 3-8258-8398-1

