Stasi-Unterlagen

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Die schriftlichen Unterlagen des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR, kurz Stasi-Unterlagen, lassen sich in Karteien und Akten aufteilen. Es sind bisher 39 Millionen Karteikarten und 180 Kilometer Akten aufgefunden worden. Das so genannte Stasi-Unterlagen-Gesetz regelt die Verwendung der Unterlagen, die vom Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (BStU) verwaltet und verarbeitet werden.

Die personen- und sachbezogenen Karteien waren erforderlich, um die entsprechende Akte heraussuchen zu können. Die Kartei F 16 war die zentrale Klarnamenkartei, die F 22 definierte den Vorgang der Bearbeitung (Vorgangskartei), die F 77 enthielt die Decknamen. Die Kerblochkartei (KK) notierte Beruf, Parteizugehörigkeit, Hobbys, Neigungen, Gewohnheiten und Interessen.

Ein Teil der Akten, die sogenannten Rosenholz-Akten, geriet nach der Wiedervereinigung in die USA, steht nun jedoch wieder in Deutschland zur Verfügung. Die Zugänglichkeit der Akten für Dritte ist auch ein Streitthema, wie die Verfahren von Helmut Kohl zeigen (Fall Kohl).

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Rekonstruktion von Unterlagen

In den letzten Monaten der DDR zerstörten Mitarbeiter der Staatssicherheit Teile der Unterlagen. So sind viele hunderte Säcke mit unterschiedlich stark zerschnitzelten Materialien entstanden, die wieder rekonstruiert werden müssen. Bis zum August 2006 konnte der Inhalt von mehr als 320 der insgesamt etwa 16.000 Säcke manuell bearbeitet werden. Im Jahr 2007 begann zusätzlich ein Projekt zur maschinellen Rekonstruktion. Das Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik in Berlin entwickelte die Stasi-Schnipselmaschine, Behördenbezeichnung „Virtuelle Rekonstruktion vorvernichteter Stasi-Akten“. Dabei werden die zum Teil geschredderten Papierschnipsel in Folie eingeschweißt, gescannt, nach mehreren Merkmalen unterschieden und dann virtuell zusammengesetzt.[1]

[Bearbeiten] Quellen

  1. BStU: Rekonstruktion zerrissener Unterlagen

[Bearbeiten] Literatur

Karsten Dümmel, Christian Schmitz (Hrsg.): Was war die Stasi? Einblicke in das Ministerium für Staatssicherheit der DDR (MfS). Konrad-Adenauer-Stiftung, St. Augustin 2002, ISBN 3-933714-02-8, als PDF

[Bearbeiten] Weblinks

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