Trebbin
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| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Brandenburg | |
| Landkreis: | Teltow-Fläming | |
| Höhe: | 39 m ü. NN | |
| Fläche: | 125,66 km² | |
| Einwohner: | 9291 (31. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 74 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 14959 | |
| Vorwahl: | 033731 | |
| Kfz-Kennzeichen: | TF | |
| Gemeindeschlüssel: | 12 0 72 426 | |
| Stadtgliederung: | 12 Ortsteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Markt 1 - 3 14959 Trebbin |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Thomas Berger (CDU) | |
| Lage der Stadt Trebbin im Landkreis Teltow-Fläming | ||
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Trebbin ist eine Stadt im Landkreis Teltow-Fläming (Bundesland Brandenburg).
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
Trebbin liegt zwischen Teltow und dem Fläming am Rande einer Niederung östlich der Nuthe 36 km südlich von Berlin. Die Stadt liegt an der östlichen Grenze des Naturparks Nuthe-Nieplitz bzw. mit einigen Ortsteilen auch im Naturpark.
[Bearbeiten] Stadtgliederung
Trebbin besteht aus den folgenden Ortsteilen und dem bewohnten Gemeindeteil Löwendorf, der im Naturpark liegt:
- Blankensee an dem gleichnamigen See, mit Schloss und Schlossgarten, im Naturpark Nuthe-Nieplitz
- Christinendorf
- Glau mit der Friedensstadt und den Glauer Bergen, im Naturpark Nuthe-Nieplitz
- 1368 wurde der Ort der heute etwa 330 Einwohner hat (2006) erstmals urkundlich als Gloych erwähnt. Das Wort bedeutet Kopf und ist als Metapher für Berg zu verstehen. 1920 bis 1935 ließ Joseph Weißenberg das christliche Siedlungswerk Friedensstadt mit 40 Gebäuden errichten, welche etwa 500 Menschen Platz boten. Die Siedlung war zur damaligen Zeit die größte und modernste Privatsiedlung Deutschlands. 1938 übernahm die SS das Gelände und nach Ende des Zweiten Weltkrieges die Rote Armee. 1994 erhielt die Johannische Kirche das Gelände zurück[1].
- Großbeuthen mit dem Gemeindeteil Kleinbeuthen, im Naturpark Nuthe-Nieplitz
- Klein Schulzendorf
- Kliestow
- Löwendorf
- Lüdersdorf
- Märkisch Wilmersdorf
- Stangenhagen am Zusammenfluss Nieplitz und Pfefferfließ im Naturpark Nuthe-Nieplitz
- Schönhagen mit Schloss, Sportflughafen, im Naturpark Nuthe-Nieplitz
- Thyrow
- Wiesenhagen
[Bearbeiten] Geschichte
Der Stadtname Trebbin wird von dem westslawischen Wort trzebienie = Rodung abgeleitet.
Trebbin ist eine frühdeutsche Herrschaftsbildung, die entweder durch das Erzbistum Magdeburg oder aber durch ein bisher nicht genau zu bestimmendes Adelsgeschlecht vorgenommen wurde. 1213 wurde Trebbin erstmals urkundlich erwähnt. Die Geschichte Trebbins beginnt namentlich mit Arnoldus de Trebin, der 1213 die Burg Trebbin als Lehen besaß. Am 28. Dezember 1216 erschien Trebbin zusammen mit anderen Orten u. a. mit Luckenwalde in einer Urkunde des Bischofs zu Brandenburg. 1315 erhielt die Stadt ihre selbstständige Gerichtsbarkeit. Um 1375 stand Trebbin unter Verwaltung des Ritters Nickel von Beckenburg. Die Stadt hatte ein bedeutendes Zollamt. Um 1534 gab es eine Pestepidemie. Ihr fielen mehr als 300 Menschen zum Opfer. Trebbin wurde damals durch mehrere Brände in Schutt und Asche gelegt. Einen nächsten Stadtbrand gab es 1565, bei dem nur noch die Kirche und wenige Häuser übrig blieben. 1566 brach wiederum die Pest aus. Nach Ende des Dreißigjährigen Krieges 1648 lebten in der Stadt 25 Einwohner, von 149 Häusern existierten nur noch 24. Trebbin wurde 1722 Garnisonsstadt und blieb es bis 1918. 1797 fand die Grundsteinlegung des Rathauses statt, wo 1798 die erste Sitzung abgehalten wurde. Dieses Haus diente über 140 Jahre der Stadtverwaltung. Der Anschluss an die Eisenbahn erfolgte 1840. Um 1850 zählte Trebbin 1800 Bewohner. Der Bau des Empfangsgebäudes des Bahnhofs fand 1876 statt.
Um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert entwickelte sich der Gartenbau in Trebbin, damit wuchs die Stadt. 1910 erfolgte die Einweihung einer neuen Schule. Zwei Jahre später wurde die Katholische Kirche errichtet. In den 1920er Jahren entstanden die ersten Häuser der Siedlung „Freie Scholle“, erbaut vom Architekten Bruno Taut. Eine weitere Siedlung, die Luchsiedlung, kam Anfang der 1930er Jahre hinzu. In den 1930er Jahren wurde Trebbin als ein Zentrum des deutschen Segelflugs bekannt. So entstand im heutigen Ortsteil Schönhagen eine Reichssegelflugschule. Auf deren Gelände war 1939 auch vorübergehend die Ingenieurschule für Luftfahrttechnik (IfL) untergebracht. Im Februar 1939 war Grundsteinlegung für das heutige Rathaus. Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wuchs die Zahl der Einwohner bedingt durch den Zustrom von Flüchtlingen auf 6.000 an.
[Bearbeiten] Eingemeindungen
Im Zuge der Brandenburger Gemeindereformen der Jahre 2002 / 2003 kamen viele ehemals selbständige Dörfer als Ortsteile zu Trebbin. Dazu gehören: Blankensee, Christinendorf, Glau, Großbeuthen, Kleinbeuthen, Klein Schulzendorf, Kliestow, Löwendorf, Lüdersdorf, Märkisch Wilmersdorf, Schönhagen, Stangenhagen, Thyrow und Wiesenhagen.
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Stadtverordnetenversammlung
Die Stadtverordnetenversammlung von Trebbin besteht aus 18 Stadtverordneten und dem jeweiligen hauptamtlichen Bürgermeister. Bei der Kommunalwahl am 26. Oktober 2003 ergab sich folgende Sitzverteilung:
| CDU | 6 Sitze |
| NL | 3 Sitze |
| SPD | 2 Sitze |
| PDS | 2 Sitze |
| UFW | 2 Sitze |
| Freiwillige Feuerwehr | 2 Sitze |
| FDP/Lüdersdorfer Liste | 1 Sitz |
[Bearbeiten] Bürgermeister
Bürgermeister ist Thomas Berger (CDU).
[Bearbeiten] Wappen
Das Wappen wurde am 7. Januar 1999 genehmigt.
Blasonierung: „Unter silbernem Schildhaupt in drei Reihen zu vier Plätzen von Schwarz und Silber geschacht.“[2]
In öffentlichen Präsentationen wird das Wappen regelmäßig durch eine ausgesetzte rote Mauerkrone ergänzend dargestellt.
[Bearbeiten] Städtepartnerschaften
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] Bauwerke
- Pfarrkirche St. Marien
- Hospitalkapelle St. Anna
- Wohnhäuser Luckenwalder Straße 4 und Beelitzer Straße 47
- Denkmal für die Opfer der Konzentrationslager an der Berliner /Ecke Bahnhofstraße
- Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Trebbin
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten] Verkehr
Durch Trebbin verläuft die Bundesstraße 101, welche in nördlicher Richtung nach Berlin und in südlicher Richtung nach Luckenwalde und Jüterbog führt. Die B 101 wird in Trebbin von der Bundesstraße 246 gekreuzt, welche in westlicher Richtung nach Beelitz und Belzig und in östlicher Richtung nach Zossen verläuft. Durch die Stadt führt die Eisenbahnstrecke Berlin – Wittenberg – Leipzig, die so genannte Anhalter Bahn. Berlin ist mit dem Regionalexpress der Linie RE5 Wittenberg/Falkenberg – Jüterbog – Berlin – Neustrelitz – Rostock/Stralsund zu erreichen. In Trebbin-Schönhagen befindet sich der größte Verkehrslandeplatz Brandenburgs.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
- Hans Clauert ( um 1506-1566), märkischer „Eulenspiegel“
- Fritz Graf von Schwerin (1856-1934), Dendrologe, Schriftsteller und Rittergutsbesitzer (lebte in Märkisch Wilmersdorf)
[Bearbeiten] Literatur
- Manfred Bensing u. A. /Heinz Göschel (Hrsg.), Lexikon Städte und Wappen der Deutschen Demokratischen Republik, VEB Bibliographisches Institut: Leipzig: 1985, 3. Aufl.
- Lutz Heydick, Günther Hoppe, Jürgen John (Hrsg.), Historischer Führer. Stätten und Denkmale der Geschichte in den Bezirken Potsdam, Frankfurt (Oder), Urania-Verlag: Leipzig Jena Berlin 1987, 1. Aufl. ISBN 3-332-00089-6
- Thomas Berger - Bürgermeister der Stadt Trebbin (Hrsg.),Stadt Trebbin und seine Ortsteile, Broschüre der Stadt Trebbin 2004
[Bearbeiten] Weblinks
- Offizielle Homepage der Stadt
- Schloss Schönhagen (PDF-Datei; 773 kB)
[Bearbeiten] Fußnoten
- ↑ Märkische Oderzeitung, 17. August 2006, S. 9
- ↑ Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg
Am Mellensee | Baruth/Mark | Blankenfelde-Mahlow | Dahme/Mark | Dahmetal | Großbeeren | Ihlow | Jüterbog | Luckenwalde | Ludwigsfelde | Niederer Fläming | Niedergörsdorf | Nuthe-Urstromtal | Rangsdorf | Trebbin | Zossen


