Tucuruí-Stausee
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| Tucuruí-Stausee | |||||
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| Geographische Lage | 3° 51′ 0″ S, 49° 41′ 0″ WKoordinaten: 3° 51′ 0″ S, 49° 41′ 0″ W | ||||
| Daten Bauwerk | |||||
| Bauzeit: | 1975 - 1984 | ||||
| Höhe über Gründungssohle: | 106 m | ||||
| Bauwerksvolumen: | 85,2 Mio. m³ | ||||
| Kraftwerksleistung: | 7960 MW | ||||
| Daten Stausee | |||||
| Wasseroberfläche bei Vollstau: | 2.875 km² | ||||
| Speicherraum: | 45.800 Mio. m³ | ||||
Der 2.875 km² große Tucuruí-Stausee (Reprêsa Tucuruí) befindet sich im brasilianischen Bundesstaat Pará.
Sein Hauptzufluss ist der Rio Tocantins bei Marabá, dessen Einmündung am Südufer des Stausees liegt; sein Abfluss und der Staudamm liegen im Norden bei Tucuruí. Der 1984 gebaute Staudamm hat eine Höhe von 106 m und ein Bauwerksvolumen von 85,2 Millionen Kubikmetern. Andere Angaben verweisen auf ein Volumen von nur 43 oder 55 Mio m³.
Bei Tucuruí wurde auch das mit einer Leistung von 7960 MW zweitgrößte Wasserkraftwerk Brasiliens am Rio Tocantins erbaut. Es liefert jährlich etwa 21.000 GWh Elektrizität und versorgt damit weite Teile der Bundesstaaten Pará und Maranhão. Die Aluminiumindustrie in diesen beiden Bundesstaaten konsumiert einen großen Teil des hier produzierten Stroms.
Vor der Flutung des Tucuruí-Stausees, der maximal 45,8 Milliarden m³ Stauvolumen aufweist, wurde das Gebiet nicht gerodet. Infolgedessen zersetzt sich nun unter Wasser die vorhandene Biomasse, was zur Entwicklung von erheblichen Mengen Methangas führt. Methan ist ein stark wirkendes Treibhausgas. Damit ist die Klimabilanz der Stromgewinnung in Tucuruí keineswegs so positiv wie oft vermutet.
Das stehende Gewässer ist ein idealer Lebensraum für die Malaria übertragende Anopheles-Mücke.
Siehe auch:

