Tux (Maskottchen)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche
Das Linux-Maskottchen Tux

Tux [dt.: tʊks; engl.: tʌks], ein wohlgenährter, glücklicher, rundlicher Pinguin, ist das offizielle Maskottchen des freien Betriebssystemkerns Linux. Der Name wurde von James Hughes als Ableitung von Torvalds UniX vorgeschlagen. Der Grund für diese Konstruktion ist wahrscheinlich die Tatsache, dass Pinguine aussehen, als würden sie einen Smokingtuxedo [tʌkˈsiːdoʊ] im Englischen – tragen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Linus Torvalds kündigte im Juni 1996 ein Logo für Linux an: Den Pinguin. Entscheidend bei der Auswahl war 1993 ein Aquariumsbesuch in Canberra während einer Auslandsreise nach Australien. Torvalds empfand dort eine starke Sympathie für die sehr kleinen Fairy-Pinguine (Zwergpinguine). Als er dann 1996 ein „hübsches“ Logo suchte, kam er gleich auf die Pinguine zurück. Doch nach der Bekanntgabe glaubten manche Leute nicht, dass ein kleiner, dicker Pinguin die Eleganz von Linux widerspiegeln könne; es gab Personen, die stattdessen einen Fuchs als Logo vorschlugen. Darauf verteidigte Torvalds sich mit dem Argument: „Sie haben wohl noch nie einen wütenden Pinguin gesehen, der mit über 100 mph auf einen zurast.“

Linus Torvalds schreibt in seiner Biografie Just for Fun:

„Aber Linus wollte keinen x-beliebigen Pinguin. Sein Pinguin sollte glücklich aussehen, so als hätte er gerade eine Maß Bier genossen und den besten Sex seines Lebens gehabt. […] Er sollte unverwechselbar sein. Deshalb […] hat das Linux-Maskottchen einen orangefarbenen Schnabel und orangefarbene Füße, so dass es wie ein Pinguin aussieht, dessen Mutter eine Ente war. Als hätte Daisy Duck sich auf einer Antarktis-Kreuzfahrt vergessen und einen wilden One-Night-Stand mit einem einheimischen Federvieh gehabt.“

Torvalds, Linus: Just for Fun S. 151

Der ursprüngliche Entwurf für Tux erfolgte dann ebenfalls 1996 durch Larry Ewing mit GIMP, einem freien Bildbearbeitungspaket, und er hat ihn unter den folgenden Bedingungen freigegeben:

Permission to use and/or modify this image is granted provided you acknowledge me lewing@isc.tamu.edu and The GIMP if someone asks. [1]
(Übersetzung: »Es ist erlaubt, diese Grafik zu verwenden und/oder zu verändern. Bedingung ist jedoch: Falls jemand fragt, muss man mich – lewing@isc.tamu.edu – als Urheber nennen und auf GIMP hinweisen.«)

Laut Jeff Ayers hatte Linus Torvalds eine „Fixierung auf flugunfähige, fette Wasservögel“, und Torvalds behauptete, mit Penguinitis infiziert worden zu sein, als er von einem Pinguin leicht gebissen wurde. „Penguinitis bewirkt, dass du nachts wach bleibst, um nur noch an Pinguine zu denken, und eine starke Zuneigung für sie empfindest.“ Torvalds angebliche Krankheit ist selbstverständlich ein Witz, aber er wurde wirklich bei einem Besuch in Canberra von einem Zwergpinguin gebissen.

Tux ist ein Symbol für Linux und die Open-Source-Community geworden, und eine britische Linux User Group hat sogar mehrere Pinguine im Zoo von Bristol adoptiert.

Heute assoziieren Menschen, die sich mit IT beschäftigen, den Pinguin mit dem freien Betriebssystem Linux. Ein oft gehörter Spruch lautet: „Da Pinguine nicht fliegen können, können sie auch nicht abstürzen“. Tux steht also auch für Stabilität.

Tuz

Am 17. März 2009 wurde Tux von Linus Torvalds ins dreimonatige Sabbatical entlassen. Die Rolle als Linux-Maskottchen übernimmt in der Kernelversion 2.6.29 Tuz, ein Tasmanischer Teufel, der eine aufgesetzte gelbe Nase trägt. Durch diesen vorübergehenden Austausch des Maskottchens soll Aufmerksamkeit auf den ausschließlich auf Tasmanien lebenden Beutelteufel gelenkt werden, dessen natürlicher Fortbestand durch die Krankheit Devil Facial Tumour Disease (DFTD) bedroht ist.[2] Tuz hatte bereits zuvor als Maskottchen der im Januar 2009 in Hobart auf Tasmanien abgehaltenen Linux-Konferenz linux.conf.au gedient.

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Tux – Bilder, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Quellen

  1. http://www.isc.tamu.edu/~lewing/linux/
  2. heise open: Kernel-Log: Beutelteufel vorübergehend Linux-Maskottchen, Hintergründe zum Ext4-Problem, 18. März 2009
Persönliche Werkzeuge
Buch erstellen