Verband deutschsprachiger Übersetzer literarischer und wissenschaftlicher Werke

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Verband deutschsprachiger Übersetzer
(VdÜ)
Zweck: Dienstleister
Vorsitz: Patricia Klobusiczky
Gründungsdatum: 1954
Mitgliederzahl: 1250
Sitz: Berlin
Website: literaturübersetzer.de
Logo und Slogan des Berufsverbandes

Der Verband deutschsprachiger Übersetzer literarischer und wissenschaftlicher Werke, Kurzform Verband deutschsprachiger Übersetzer, ist als Berufsverband von Literaturübersetzern ein eingetragener Verein. Zusätzlich ist der VdÜ seit 1974 als "Bundessparte Übersetzer" eingebunden in den Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller, VS, in der Gewerkschaft ver.di im DGB. In den gesellschaftlichen Bereichen Politik sowie Rechts- und Vertragswesen wirkt der VdÜ als Interessenvertretung aller berufsmäßig tätigen Literaturübersetzer, de facto auch der nicht organisierten, also als Übersetzerverband und berufsständische Körperschaft bürgerlichen Rechtes. Für die Mitglieder gewährt er Rechtsschutz im Verhältnis zu den Verlagen.

Im Sommer 2017 zählt der Verband 1250 Mitglieder. Die beiden ehrenamtlichen Vorsitzenden sind 1. Patricia Klobusiczky, 2. Maria Hummitzsch.

In der Gegenwart ist fast jedes zweite Buch in der Belletristik eine Übersetzung. Die Übersetzer bringen durch ihre Arbeit Personen, Anschauungen und Lebensweisen der ganzen Welt den Menschen im deutschsprachigen Kulturkreis zur Kenntnis. Übersetzte Literatur stellt auch einen erheblichen Wirtschaftsfaktor dar.

Deutschschreibende Literaturübersetzer sind in aller Regel Freiberufler; eine heutzutage kleinere Gruppe stellen Übersetzer dar, welche mit einer anderen Funktion (z.B. als Lektor, als Wissenschaftler, als Kulturmanager oder Lehrkräfte) fest angestellt sind und nebenberuflich, wie ein Hobby, übersetzen. Sie alle arbeiten an Belletristik, Sachbüchern, wissenschaftlichen Texten, Comics, Theaterstücken, Hörspielen, Filmen und anderen künstlerischen Werken, die dem breiten Publikum zugänglich sind, im Unterschied z.B. zu Übersetzern am Gericht. Literaturübersetzer sind rechtlich gesehen die Urheber ihrer Übersetzungswerke. Wie die Autoren selbst stehen sie unter dem Schutz des Urheberrechts. Autoren und Übersetzer haben ähnliche wirtschaftliche Interessen, daher sind die meisten VdÜ-Mitglieder zugleich Gewerkschaftsmitglieder im VS; für deutsche Neumitglieder gilt automatisch die Doppelmitgliedschaft.

Mitglied werden kann jede Person, die mindestens eine Übersetzung publiziert oder den entsprechenden Vertrag unterzeichnet hat; andernfalls kann man den Kandidatenstatus erwerben.

Geschichte des VdÜ[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach 1945 nahm die Zahl der Buchübersetzungen ins Deutsche zu. Zugleich machten die Literaturübersetzer sich Gedanken, wie ihre Berufssituation verbessert und die Qualität der Übersetzungen gehoben werden kann. Sechzehn übersetzende Literaten, von denen einige der Gruppe 47 angehörten, gründeten 1954 in Hamburg den VdÜ. Ziele des eingetragenen Vereins waren die Verbesserung ihrer beruflichen Fähigkeiten, der fachliche Austausch untereinander und mit Übersetzern anderer Länder, die Organisation von Tagungen und Weiterbildungen. Der erste Präsident war Rolf Italiaander. Ihm folgten Rolf Tonndorf, Helmut M. Braem, Klaus Birkenhauer, Burkhart Kroeber, Helga Pfetsch, Gerlinde Schermer-Rauwolf und Hinrich Schmidt-Henkel. Seit März 2017 ist Patricia Klobusiczky die 1. Vorsitzende. 1964 gründete Tonndorf die VdÜ-Zeitschrift "Der Übersetzer". Sie erscheint seit 1997 halbjährlich unter dem Titel Übersetzen.[1]

Mit der 1. Jahrestagung der Literaturübersetzer in Esslingen schuf Helmut M. Braem 1968 ein Treffen, das es in ähnlicher Form bis heute gibt. Lange Zeit hieß es „Esslinger Gespräch“, später, da in Bergneustadt angesiedelt, „Bergneustädter Gespräch“. Als die Teilnehmerzahlen stiegen, wurde Bensberg von 1999 bis 2003 zum Treffpunkt. Seit dem 50. Jubiläumsjahr 2004 ist die Stadt Wolfenbüttel die Gastgeberin, entsprechend heißt die Tagung „Wolfenbütteler Gespräch“. Sie dient dem kollegialen Austausch.

„Das "Zehnte Gebot des Übersetzers" im Verband: Du sollst kein Werk übersetzen, das den Krieg verherrlicht oder zu Rassenhass aufruft.“

Beschluss, 1956 auf dem Internationalen Übersetzerkongress Hamburg

Verhältnis zum Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als 1969 in Köln mit aktiver Beteiligung des VdÜ der damalige Verband deutscher Schriftsteller gegründet wurde, erhielt der VdÜ darin den Sonderstatus eines bundesweiten Berufsverbands, der den Landesverbänden gleichgestellt war. Wie der VS auch, schloss sich der VdÜ 1974 als „Bundessparte Übersetzer“ der IG Druck und Papier an. 1989 wandelte sich der VS durch Zusammenschluss mit der "Gewerkschaft Kunst" zur IG Medien um und gliederte sich 2001 in die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di ein.

Der VdÜ-Anschluss an die Gewerkschaft galt nur für den Verband als solchen; diejenigen VdÜ-Mitglieder, die das wünschten, traten als Einzelne der Gewerkschaft bei. Aus diesem Grund blieb der eingetragene Verein VdÜ neben der Gewerkschaftssparte bestehen; die der Gewerkschaft beigetretenen Mitglieder sind zugleich Mitglieder des eingetragenen Vereins, das gilt aber nicht andersherum. Das entspricht einerseits den weltanschaulichen Auffassungen mancher VdÜ-Mitglieder, es ermöglichte andererseits deutschsprachigen Übersetzern aus Österreich und der Schweiz oder aus anderen Ländern einen VdÜ-Beitritt; denn im Ausland Lebende können satzungsgemäß keine Gewerkschaftsmitglieder sein.

Aktivitäten: Vergütungsfrage, Weiterbildung, kollegialer Austausch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Wiedervereinigung traten 80 Übersetzerinnen und Übersetzer aus den neuen Bundesländern dem VdÜ bei. Insgesamt gab es zwischen 1990 und 2001 viele Neueintritte, wodurch die Mitgliederzahl von gut 400 auf über 950 stieg. Im VdÜ gilt das Prinzip des kollegialen Engagements seiner Mitglieder. Alle Mitglieder des Vorstands sind selbst Übersetzer und arbeiten im VdÜ ehrenamtlich.

Im August 1970 stellte der VdÜ einen ersten "Mustervertrag" zwischen Literaturübersetzern und Verlagen vor; ein Jahr später folgte ein ähnlicher Mustervertrag für die Übersetzer von Bühnenwerken als Vorschlag. In Verhandlungen mit dem Verlegerausschuss im Börsenverein des deutschen Buchhandels wurde ein Normvertrag entwickelt, die letzte damals verhandelte Fassung stammte von 1992.

In den 1990er Jahren begann der VdÜ, verstärkt an die Öffentlichkeit zu gehen. Proteste gegen Verlage wegen diskriminierenden Übersetzungs-Verträgen wurden in Medien positiv dargestellt. Im Vorlauf zur Änderung des deutschen Urheberrechtsgesetzes von 2003 erreichte der VdÜ durch publikumswirksame Aktionen und in Gesprächen mit Politikern, dass Regeln entstanden, von denen sich die Literaturübersetzer eine Stärkung ihrer wirtschaftlichen Position gegenüber den Verlegern erhofften.

In der Zwischenzeit hatte es eine Reihe von Klagen einzelner Übersetzer gegen Verlage gegeben, die vom VdÜ publizistisch und von der Gewerkschaft ver.di mittels Rechtshilfe unterstützt worden waren. Sie waren bis zum deutschen Bundesgerichtshof, BGH, gelangt. Zwei 2009 und 2011 ergangene BGH-Urteile waren in wesentlichen Punkten für die Übersetzer günstig. Der BGH erstellte rechtlich verbindliche Maßstäbe für die Beteiligung der Übersetzer am Verkaufserfolg und bei den Nebenrechten, also der Verwertung in anderen Medien als der Erstausgabe (in der Regel ein Hardcover), z.B. in Taschenbüchern, in Hörbüchern oder durch Verfilmungen. Bis jetzt steht der VdÜ jedoch dem Problem gegenüber, dass die meisten großen deutschen Konzernverlage die vom BGH definierten Mindestsätze unterlaufen oder gar missachten.

Am 1. April 2014 kam es erstmals zu "Gemeinsamen Vergütungsregeln" mit einer kleinen Gruppe von Verlagen, deren Erstunterzeichner auf Verlagsseite waren: Carl Hanser Verlag, München; Hanser Berlin und Nagel & Kimche, Frankfurter Verlagsanstalt (Joachim Unseld), Hoffmann & Campe Verlag, marebuch, Schöffling Verlag, Wallstein Verlag. Damit trat für den VdÜ die Vorschrift der Urheberrechtsnovelle 2003 nach gemeinsamen Regeln von Urhebern (also Übersetzern) und Verwertern (also Verlagen), durch die eine Mindestvergütung definiert wird, erstmals in Kraft.[2]

„Mit dieser Vergütungsregel zeigen wir, dass eine von Sachkenntnis und gutem Willen getragene vernünftige Einigung möglich ist. Das langjährige Gezerre um die Definition von "angemessener Mindestvergütung" der Übersetzer ist damit einvernehmlich aufgelöst. Wir danken der Gruppe der beteiligten Verlage und gehen weiterhin auf andere Verlage zu mit der Einladung, sich der Vergütungsregel anzuschließen.“

Schmidt-Henkel, seinerzeit VdÜ-Vorsitzender, Presseerklärung 2014

„Wir haben hier eine verlässliche, praxisorientierte Vergütungsregel, die ein solides Fundament geschaffen hat und einen Maßstab für alle Vertragsabschlüsse setzt.“

Heinrich Bleicher-Nagelsmann, Bereichsleiter Kunst & Kultur bei ver.di

„Ich freue mich über diese Einigung, einen Interessensausgleich, mit der die Belange der Beteiligten weit besser geregelt sind, als jedes Gerichtsurteil es könnte. Mit der Annahme der Vergütungsregel durch den VdÜ steht die Tür für weitere Verlage offen.“

Stephan D. Joß, Geschäftsführer Carl Hanser Verlag

Aus dem VdÜ heraus wurden im Laufe der Jahre wichtige, unabhängige Institutionen des literarischen Übersetzungswesens gegründet. So wurde 1978 auf Initiative Elmar Tophovens in Straelen ein Europäisches Übersetzer-Kollegium, EÜK, gegründet, das der langjährige Vorsitzende des VdÜ, Klaus Birkenhauer, bis zum Februar 2001 leitete. Das EÜK wurde zum Vorbild einer Reihe von danach entstandenen Übersetzerkollegien in Europa.

Ein Deutscher Übersetzerfonds wurde, ebenfalls von VdÜ-Mitgliedern, 1997 gegründet. Er vergibt regelmäßig eine Anzahl Stipendien und Preise und betreibt mittels Seminaren und Werkstattgesprächen eine viel besuchte „virtuelle Akademie“.

Örtlich oder regional gibt es in Deutschland regelmäßige Treffen der ansässigen Literaturübersetzer. Sie entstanden schrittweise aus sogenannten Übersetzer-Stammtischen. Ein Schwerpunkt war stets die gemeinsame Diskussion von Übersetzungsproblemen gewesen, damit eine gegenseitige Fortbildung und ein kollegialer Austausch. Zum Beispiel entstand so das "Münchner Übersetzer-Forum" mit rund 140 Mitgliedern.[3]

Der VdÜ betreibt für seine Mitglieder eine Mailingliste, genannt „Übersetzerforum“, zur weiteren kollegialen Verständigung. Spezielle Mailinglisten gibt es auf seinen Webseiten für Französisch-Übersetzer, dann als ein Forum für Literatur- und Sachbuchübersetzer, sowie in der Form eines Links zu einem Forumsträger für die Übersetzer audiovisueller Texte.

Eine weitere Initiative, entstanden aus der Mitte des VdÜ heraus, ist die "Weltlesebühne" an mehreren Orten, welche u. a. von der Robert-Bosch-Stiftung gefördert, mit öffentlichen Buch-Lesungen durch deren Übersetzer einem literarisch interessierten Publikum das Tun des Literaturübersetzers näher bringt.

Eine ausführliche Verbandschronik hat Josef Winiger 2014 erstellt;[4] die Webseite des VdÜ bietet eine kurze Darstellung zur Geschichte.

Das ViceVersa-Programm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Besonders erfolgreich sind zweisprachige "Übersetzerwerkstätten" für bereits Tätige, genannt "ViceVersa", die teils im Ausland stattfinden, z. B. für Portugiesisch, Ukrainisch oder Arabisch. Im Laufe der Jahre kommen immer mehr Fremdsprachen in dieses Programm.

Diese zweisprachigen Werkstätten ermöglichen durch die Konzentration auf ein bestimmtes Sprachenpaar (immer in der Kombination mit Deutsch) eine intensive Textarbeit, meist von einer Woche Dauer. Mit einer Gruppe von 10 bis 12 Übersetzern, muttersprachlich paritätisch zusammengesetzt, etwa aus dem Deutschen ins Russische und umgekehrt vom Russischen ins Deutsche, stellt sich ein ergiebiger Diskussionsraum für die Feinheiten literarischer Übersetzungen her. Die Teilnehmer erhalten so ein qualifiziertes, kollegiales Echo auf ihre eigene Arbeit und knüpfen Arbeitsbeziehungen zu Kollegen aus den Ländern der Sprache, aus der sie übersetzen.

Das Modell wird immer mehr ausgeweitet, neue Initiativen und Konstellationen an verschiedenen Orten entstehen. „ViceVersa“, organisiert vom Deutschen Übersetzerfonds, bietet diesen zweisprachigen Werkstätten eine Basisfinanzierung durch die Robert Bosch Stiftung, eine Unterstützung bei der Suche nach Partnern und weiteren Geldgebern und die Beratung hinsichtlich der inhaltlichen und organisatorischen Durchführung.

Die "Übersetzerbarke"[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2004 lobt der VdÜ jährlich eine Auszeichnung in Form eines stets wechselnden Kunstwerks aus, genannt Übersetzerbarke. Der Preis wird verliehen an Literaturkritiker, Verleger oder andere Außenstehende, die sich in besonderer Weise des Berufs und der Leistung von Übersetzern angenommen haben.

Am 19. Oktober 2016 erhielt Sebastian Guggolz die Übersetzerbarke auf der Frankfurter Buchmesse. Mit ihm wurde ein Verleger ausgezeichnet, der vermittelt, dass die Literaturen der Welt mit Hilfe der Übersetzer zu entdecken sind. In einem noch jungen Verlag, spezialisiert auf nord- und osteuropäische Literatur des 20. Jahrhunderts, hat Guggolz den Übersetzern Anerkennung gezollt. Durch eingehende Beschreibung der jeweiligen Übersetzungen in der Programmvorschau des Verlags, durch Nennung der Übersetzernamen außen auf den Buchcovern und durch angemessene Übersetzerhonorare verhält er sich für die Branche vorbildlich. Die Jury bestand aus drei Übersetzern.

Für die Übersetzerbarke 2017 nominiert wurde Maja Sibylle Pflüger, die stellvertretende Leiterin des Bereichs „Völkerverständigung: Europa und seine Nachbarn“ bei der Robert Bosch Stiftung, für ihre beruflichen Verdienste um eine breitgefächerte Förderung von Literaturübersetzern.

Der Hieronymusring[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Ehren von Susanna Brenner, einer Übersetzerin amerikanischer und englischer Literatur, stiftete der VdÜ 1979 aus Anlass ihres 80. Geburtstags den "Hieronymusring". Ermöglicht hatten den Preis Zuwendungen des Rowohlt Verlags und der Einsatz von Heinrich Maria Ledig-Rowohlt und Helmut Frielinghaus, dem damaligen Lektor und Leiter der Übersetzungsabteilung in diesem Verlag. Der jeweilige Träger gibt den Ring nach zwei Jahren weiter an einen von ihm ausgewählten Kollegen, dessen herausragende Leistung als Übersetzer er anerkennen will. 2015 wurde der Ring an Miriam Mandelkow verliehen.,[5] die ihn 2017 weitergab an Gabriele Leupold.[6]

Sein Name erinnert an den Kirchenvater Hieronymus, dessen Neuschöpfung des lateinischen Bibeltextes, genannt Vulgata, ein wichtiges Dokument der christlichen Kirche wurde. Deshalb gilt Hieronymus vielen Menschen im Westen als der Schutzpatron der Übersetzer. Daraus folgt öfters eine entsprechende Namensgebung für übersetzungsbezogene Vorgänge.

Ausbildung von Literaturübersetzern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine spezielle Ausbildung "Literaturübersetzen" mit entsprechendem Abschluss gibt es an der Universität Düsseldorf. Aufbaustudiengänge oder Fachrichtungen gibt es an vielen Hochschulen mit philologischen Abteilungen, z. B. an der Universität München, oder auch als gesonderte Abteilung, z.B. das Institut für Übersetzen und Dolmetschen an der Universität Heidelberg.[7]

Eine kommerzielle Ausbildung bieten z.B. die Firma AKAD mit dem Master-Abschluss Intercultural Management und Fachübersetzen im Fernstudium, sowie die private Hochschule für Angewandte Sprachen München.

Weltweite Tätigkeit von literarischen Übersetzern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die UNO hat am 24. Mai 2017 den 1953 gegründeten Internationalen Übersetzertag, genannt Hieronymus-Tag einstimmig anerkannt.[8] Die Versammlung würdigte damit die Rolle der professionellen Übersetzung bei der Vernetzung von Nationen, der Friedensförderung, dem gegenseitigen Verständnis und der gesellschaftlichen Entwicklung. Die UN-Generalversammlung erklärte den 30. September zum weltweiten Übersetzertag.[9]
  • "Conférence Internationale Permanente d'Instituts Universitaires de Traducteurs et Interprètes," CIUTI, Literaturübersetzung als Sujet von Hochschulen, weltweit

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Webseite des VdÜ; Suchmöglichkeit oben rechts (nicht gut sichtbar)
    • Suchmaschine nach Übersetzern, alle Suchanfragen sind möglich, auch mittels Wortteilen; derzeit 850 VdÜ-Übersetzer auf der Liste
    • Suchmaschine für Stipendien und alle Übersetzer-Preise (=Auszeichnungen)
  • Aufbrüche, damals und jetzt, von Helmut Frielinghaus. Ein Rückblick auf 50 Jahre VdÜ. In: Zs. Übersetzen. H. 2-3, 2004, S. 1–4. (Zugl. Vortrag auf den Wolfenbüttler Gesprächen 2004)
  • Liste weltweiter Berufsverbände der Übersetzer
  • ASTTI Schweizerischer Übersetzer-, Terminologen- und Dolmetscher-Verband - Association suisse des traducteurs, terminologues et interprètes - Associazione Svizzera Traduttori, Terminologi e Interpreti
  • Website des "Landesverbands der Übersetzer - L’Unione Provinciale dei Traduttori", LDÜ - UPT für Südtirol, Sitz Bozen[10]
  • Literatur-Übersetzer: Der Nachwuchs schwindet. In: Kölner Stadtanzeiger. 19. August 2013, von Angela Sommersberg, Gespräche mit Paul Berf, Hinrich Schmidt-Henkel VdÜ u. a. Zum Beispiel über die Verdienstmöglichkeiten literarischer Übersetzer, Altersstruktur im Beruf
  • Wolfenbütteler Gespräche 2013: Termindruck und schlechte Bezahlung. Interview von Joachim Göres mit 3 Übersetzerinnen. In: Mitteldeutsche Zeitung. 10. Juni 2013.
  • Rezension, Nicola Denis zu "Gisella M. Vorderobermeier: Translatorische Praktiken aus soziologischer Sicht. Kontextabhängigkeit des übersetzerischen Habitus? Zugleich Diss. phil., Universität Graz 2011.[11] Budrich UniPress, Opladen 2013." Ein Buch über die Motivation von Literaturübersetzern, u. a. mit Umfrageergebnissen und Interviews. In "Übersetzen", Zs. des VdÜ. 1, 2015, ISSN 1868-6583 S. 15f.
  • Praxistipps zum Literaturübersetzen. ReLÜ, Rezensionszeitschrift, von Hanna Ohlrogge, Ein kleines Plädoyer für waghalsigeres Übersetzen, Juni 2016

Notizen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ISSN 1868-6583. (online)
  2. Vergütungsregel
  3. Solche regelmäßigen Treffen gibt es in Berlin, Bremen, Düsseldorf, Frankfurt, Freiburg, Hamburg, Hannover, Köln, Leipzig, München, Münster, Nürnberg, Straelen und Zürich.
  4. Der VdÜ. Ein berufsständischer Verband mit Strahlkraft über das Berufsständische hinaus. In: Helga Pfetsch (Hrsg.): Souveräne Brückenbauer. 60 Jahre Verband der Literaturübersetzer VdÜ. (= Sprache im technischen Zeitalter. Sonderheft). Im Auftrag des Verbands deutschsprachiger Übersetzer literarischer und wissenschaftlicher Werke - Bundessparte Übersetzer des VS in ver.di. Böhlau, Köln 2014, ISBN 978-3-412-22284-0, S. 16–51 und weitere Seiten über einzelne Personen
  5. Liste der Preisträger
  6. vgl. Programm "14. Wolfenbütteler Gespräch" im Juni 2017.
  7. Hilfreich zum Auffinden von Ausbildungsorten / -möglichkeiten ist das Durchsuchen der Übersetzer-Datenbank des VdÜ, siehe Weblinks, nach Orten oder Institutionen, da fast alle der 850 dort gelisteten VdÜ-Mitglieder ihren Ausbildungsgang angeben
  8. Resolution A/71/L68, 71. Sitzungsperiode der Generalversammlung
  9. Quelle
  10. Besonders interessant sind die FAQs zu diesem Beruf und seiner Ausübung und eine Linksammlung, die eine Vielzahl an Weblinks, u. a. zu Hilfsmitteln, Ausbildungsstätten, weltweiten Berufsverbänden u.ä. bereithält. Wahlweise in Deutsch oder Italienisch.
  11. Zur Dissertation (Kurzbeschreibung)