Vertrag von Zarskoje Selo
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Der Vertrag von Zarskoje Selo (heute: Puschkin) wurde am 27. August 1773 geschlossen, um Erbschaftsfragen in Schleswig-Holstein zu regeln und eine weitere Aufsplitterung des Territoriums zu verhindern. Er gilt als das größte Tauschgeschäft Europas im 18. Jahrhundert.
Die seit 1667 mit Dänemark verbundenen Grafschaften Oldenburg und Delmenhorst erhielt der Fürstbischof von Lübeck, Friedrich August aus der jüngeren Linie des Hauses Holstein-Gottorp. Dafür überließ die seit 1762 in Russland als Haus Romanow-Holstein-Gottorp regierende ältere Linie Dänemark den holsteinischen Teil ihres Besitzes, womit dort die Großfürstliche Zeit endete.
Des Weiteren verzichtete Holstein-Gottorp auf alle Ansprüche im Herzogtum Schleswig, Dänemark hatte 1713 im Großen Nordischen Krieg den (gottorpischen) herzoglichen Anteil Schleswigs besetzt und mit seinem eigenen (königlichen) Anteil vereinigt.
In Folge erhob der Kaiser Joseph II. die Grafschaften Oldenburg und Delmenhorst zum Herzogtum Oldenburg.
[Bearbeiten] Literatur
Dieter Lohmeier: Kleiner Staat ganz groß: Schleswig-Holstein-Gottorf. Heide: Boyens 1997. ISBN 3-8042-0793-6

