Volkseigener Betrieb

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VEB Carl Zeiss Jena, Gebäudeansicht 1978
VEB Automobilwerk Zwickau 1958
typischer Rechnerraum in einem VEB (Bergbau- und Hüttenkombinat Freiberg)
Arbeiterin im VEB Narva Kombinat Berliner Glühlampenwerk
im VEB Pentagon 1978
VEB Energiekombinat Dresden 1981
Spuren des VEB Autoreparaturwerk Dresden 2006


Der Volkseigene Betrieb (VEB) war eine Rechtsform der Industrie- und Dienstleistungsbetriebe in der DDR. Ihre Gründung war Ergebnis des unter sowjetischer Besatzung nach Ende des Zweiten Weltkriegs durchgeführten Prozesses der Enteignung und Verstaatlichung von Privatunternehmen. Ab 1948 waren sie die ökonomischen Basiseinheiten der Zentralverwaltungswirtschaft. Formaljuristisch befanden sie sich in Volkseigentum und unterlagen der DDR-Staats- und Parteiführung. Ihr Verkauf an Privatpersonen war verboten.

An der Spitze jedes VEB stand ein einzelverantwortlicher Werkleiter (später auch Werk- oder Betriebsdirektor genannt). Ihm zur Seite standen der erste Sekretär der SED-Betriebsparteiorganisation (BPO) und der Vorsitzende der Betriebsgewerkschaftsleitung (BGL). Dem Werkleiter unterstellt waren mehrere Fachdirektoren (Technischer Direktor, Produktionsdirektor, Ökonomischer Direktor, Hauptbuchhalter etc.). Die Bezeichnung „VEB (K)“, die man vereinzelt findet, bedeutet „kreisgeleitet“.

VEB waren zunächst branchenbezogen in Vereinigungen Volkseigener Betriebe (VVB) zusammengefasst. Ab Ende der 1960er Jahren wurden diese VVB schrittweise zu Kombinaten umgewandelt. VVB und Kombinate wiederum waren der Verantwortung und Planung in der Staatlichen Plankommission (SPK), den Industrieministerien und deren Hauptverwaltungen unterstellt. 1989 waren 79,9 % aller Werktätigen der DDR in einem VEB beschäftigt.

Dem eigentlichen Betriebsnamen wurde häufig noch ein Ehrenname hinzugefügt, z. B. VEB Kombinat Chemische Werke „Walter Ulbricht“ Leuna, der zuvor von den Werktätigen im Rahmen des Sozialistischen Wettbewerbs der Planerfüllung und -übererfüllung „erkämpft“ werden musste.

Die VEB spielten häufig als Trägerbetriebe eine wichtige Rolle in der Sportförderung.

Mit der Deutschen Wiedervereinigung und der Einführung der Marktwirtschaft ab 1990 wurden die rund 8000 Kombinate und VEB durch die Treuhandanstalt wieder privatisiert. Bei ihrer Auflösung und Privatisierung gingen mehrere Millionen Arbeitsplätze verloren. Die Rentenversicherungsträger haben eine interne Datenbank erstellt, aus der die Nachfolgebetriebe ersichtlich sind.

[Bearbeiten] Liste einiger Volkseigener Betriebe

[Bearbeiten] Siehe auch

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