Volkspark Hasenheide
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Die Hasenheide ist ein ca. 50 Hektar großer Park in Berlin-Neukölln an der Grenze zu Kreuzberg. Der Name des Parks geht auf die Nutzung des Geländes als Hasengehege ab 1678 zurück. Der Große Kurfürst ging hier zur Jagd. Am 19. Juni 1811 eröffnete Friedrich Ludwig Jahn hier den ersten Turnplatz in Preußen. Noch heute erinnert ein Denkmal am nördlichen Eingang des Parks an den so genannten „Turnvater“ und daran, dass die deutsche Turnbewegung hier ihren Anfang nahm.
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[Bearbeiten] Parkanlage
Geologisch liegt die Hasenheide auf dem Hang der Teltowplatte, die in dem Park zum Berliner Urstromtal ausläuft. Die flachwellige Hochebene erhebt sich im Mittel rund 15 Meter über das Niveau des zentralen Berlin. Der Teltowhang wechselt in der Hasenheide die Richtung von Ost nach Süd und setzt sich in den − heute zubetonierten − Rollbergen fort. Nach Westen verläuft der Hang über die angrenzenden Friedhöfe an der Bergmannstraße weiter zum Kreuzberg.
Der Park wurde zu den Olympischen Spielen 1936 von den Nationalsozialisten umgebaut. Während des Umbaus wurde die alte Schießbahn, die vorher Teil des Exerzierplatzes Tempelhofer Feld war, in den Park integriert. Heute finden dort die Neuköllner Maientage statt.
Die höchste Erhebung ist ein 69 Meter hoher Trümmerberg namens Rixdorfer Höhe, bestehend aus etwa 700.000 m³ Trümmerschutt des Zweiten Weltkrieges. Das Denkmal für die Trümmerfrauen von Katharina Szelinski-Singer aus dem Jahr 1955 erinnert am Eingang Graefestraße an die Aufräumarbeiten, die überwiegend von Frauen geleistet wurden.
Im Park befinden sich ein Freiluftkino, ein Tiergehege, eine Minigolfanlage, ein Rosengarten, mehrere Spielplätze und eine Hundewiese. Im Jahr 2006 wurde gegenüber dem Sommerbad Columbiadamm eine Sportfläche eingeweiht, die einen Parcours mit verschiedenen Hindernissen für Skateboarder, einen Platz für Rollhockey und Übungskörbe für Basketball enthält. Beliebt ist die Hasenheide auch wegen der großen Freiflächen bei Freizeitkickern. Zahlreiche Fußballgruppen haben sich bereits etabliert, zum Beispiel das sogenannte „Little Africa Allstar Team“, eine für jeden offene Gruppe von Jugendlichen aus ganz Berlin, die sich schon seit Jahren regelmäßig zum gemeinsamen Fußballspielen trifft, oder Berlins ältestes Straßen- und Parkkicker-Team, die „Red Zombies Neukölln“, seit vielen Jahren Teilnehmer bei der „antirassistischen Weltmeisterschaft“ in Norditalien. Zudem wird der Park in großem Umfang von Joggern genutzt. Die Hasenheide ist außerdem Veranstaltungsort des Volksfests Neuköllner Maientage.
Die Hasenheide ist, zusammen mit dem benachbarten Hermannplatz, ein Schwerpunkt der Berliner Drogenszene. Obwohl die Behörden durchaus häufig Aktionen zur Bekämpfung des Drogenhandels unternehmen, gelingt es nicht, an dem derzeitigen Zustand etwas zu ändern.[1]
Am 4. November 2007 wurde in einer vierstündigen rituellen Feierlichkeit, durch den Trägerverein Sri Ganesha Hindu Tempel e.V., im Volkspark der Grundstein für den Sri-Ganesha-Hindu-Tempel Berlin gelegt, der als interkulturelle Begegnungsstätte dienen soll.[2] Am 20. Januar 2009 hat das Stadtplanungsamt Neukölln die Baugenehmigung erteilt. Im März soll Baubeginn sein.[3]
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Literatur
- Clemens Alexander Wimmer: Parks und Gärten in Berlin und Potsdam. Nicolaische Verlagsbuchhandlung, Berlin 1989, ISBN 3-87584-267-7
[Bearbeiten] Weblinks
- Volkspark Hasenheide
- Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin: Volkspark Hasenheide
- Die Hasenheide auf rollberg.de
- Die Liebenden fehlen Franziska Walser in der Berliner Zeitung vom 13./14. Dezember 2008
- Offizielle Homepage des Sri Ganesha Hindu Tempels
[Bearbeiten] Quellen
- ↑ Die Welt v. 10. Juni 2008: Wo der Dealer zur Arbeit geht
- ↑ Der Tagesspiegel: Erster Spatenstich für Neuköllner Hindutempel 5. November 2007
- ↑ Mit dem Segen des Elefantengottes Berliner Zeitung vom 30. Januar 2009
52.48333333333313.416666666667Koordinaten: 52° 29′ 0″ N, 13° 25′ 0″ O
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