Waldelefant

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Dieser Artikel beschäftigt sich mit dem heute lebenden Waldelefanten. Für die ausgestorbene Waldelefantenart des Pleistozäns siehe Europäischer Waldelefant.
Waldelefant
Waldelefant (Loxodonta cyclotis) Kuh mit Jungem

Waldelefant (Loxodonta cyclotis)
Kuh mit Jungem

Systematik
Unterklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
Überordnung: Afrotheria
Ordnung: Rüsseltiere (Proboscidea)
Familie: Elefanten (Elephantidae)
Gattung: Loxodonta
Art: Waldelefant
Wissenschaftlicher Name
Loxodonta cyclotis
(Matschie, 1900)

Der Waldelefant (Loxodonta cyclotis) ist nach dem afrikanischen Elefanten und dem asiatischen Elefanten das drittgrößte Landtier der Welt. Er ist eine eigenständige Elefantenart, wurde aber traditionell als Unterart des afrikanischen Elefanten (Loxodonta africana) gesehen. Der Status des Waldelefanten als eigenständige Art war lange umstritten, wird inzwischen aber durch DNA-Analysen als bewiesen angesehen. Auch anatomisch und morphologisch sind beide Arten deutlich verschieden[1].

Der Waldelefant ist mit bis zu 2,40 Meter Schulterhöhe deutlich kleiner als seine Verwandten aus der Savanne. Waldelefanten leben im Dschungel und haben hier auch eine wichtige Funktion bei der Verbreitung der Samen für eine Vielzahl der Bäume. Der Waldelefant lebt in den Regenwäldern West- und Zentralafrikas vom Senegal bis Uganda. Häufig ist er im Kongobecken anzutreffen.

In diesen tropischen Regenwäldern wurden von Großwildjägern und Einheimischen auch noch kleinere Elefanten gesichtet, die 1906 als Zwergelefanten (Loxodonta pumilio) beschrieben wurden, aber von der Zoologie nicht offiziell als Art anerkannt wurden. Es könnte sich dabei um eine Unterart oder Kümmerformen des Waldelefanten handeln. Um den Nachweis der Existenz dieser Tiere als eigenständige Art bemüht sich derzeit die Kryptozoologie.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Kenine E. Comstock, Nicholas Georgiadis, Jill Pecon-Slattery, Alfred L. Roca, Elaine A. Ostrander, Stephen J. O'Brien, Samuel K. Wasser: Patterns of molecular genetic variation among African elephant populations. (2002) Molecular Ecology 11 (12) , 2489–2498, doi:10.1046/j.1365-294X.2002.01615.x, ISSN 0962-1083

[Bearbeiten] Literatur

  • Don E. Wilson, DeenAnn M. Reeder: Mammal Species of the World. A taonomic and geographic reference. Johns Hopkins University Press, Baltimore, Md. 2005, ISBN 0-8018-8221-4.

[Bearbeiten] Weblinks

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