Wasserkraft

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Laufrad einer Pelton-Turbine

Wasserkraft (auch: Hydroenergie) bezeichnet die Strömungsenergie von fließendem Wasser, welche über geeignete Maschinen in mechanische Energie umgesetzt wird. In früheren Zeiten wurde diese mechanische Energie in Mühlen direkt genutzt, heute überwiegt die weitere Umwandlung zu elektrischer Energie in Wasserkraftwerken.

Das Nutzen der Wasserkraft ist das Ausnutzen der potentiellen Energie des Wassers im Schwerefeld der Erde, die beim Nach-unten-Fließen in kinetische Energie sowie Wärme durch Reibung am Untergrund umgewandelt wird. Das Wasser wird natürlicherseits durch Verdunstung, den Wind und schließlich den Regen in eine Hochlage gebracht, aus der es dann abfließt und dabei eine Nutzung durch den Menschen mittels Wasserkraftmaschinen erlaubt. Die Wasserkraft gehört damit zu den regenerativen oder erneuerbaren Energiequellen.

Mit Wasserkraftwerken werden 16 % der weltweit erzeugten elektrischen Energie gewonnen.[1] Durch Wasserkraft wird mehr elektrische Energie gewonnen als durch Kernenergie (15,2%)[1] und Erdöl (6,6%).[1] Wasserkraft ist derzeit die wichtigste erneuerbare Energiequelle, die zur Stromversorgung der Erdbevölkerung beiträgt. Die anderen erneuerbaren Energieformen wie Sonne, Wind, Erdwärme und Biomasse tragen zusammen rund 2,1 % bei. Man sieht außerdem hohes Wachstumspotential von Wasserkraft in vielen Ländern.

In Deutschland wird ca. 5 % der erzeugten elektrischen Energie aus Wasserkraft gewonnen. In der Schweiz ca. 60 % und in Österreich ca. 66 % [2].

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Natur und Landschaftsschutz

Privates Wasserkraftwerk in Olching

Obwohl die Nutzung von Wasserkraft zur Energiegewinnung meist als besonders ökologisch anerkannt wird, sind mit ihr teilweise erhebliche Eingriffe in die Natur und Landschaft verbunden. So wurde eines der bedeutendsten Naturdenkmale am Rhein, der Kleine Laufen bei Laufenburg für das erste stromquerende Kraftwerk am Rhein gesprengt. Das Kraftwerk ging 1914 in Betrieb. Auch für den Rheinfall von Schaffhausen (auch Großer Laufen) wurden ab 1887 mehrfach Anstrengungen unternommen, die ungenutzt zu Tale stürzenden Wassermassen der Energiegewinnung zuzuführen. Ein aktuelles Beispiel, bei dem die Energiegewinnung durch Wasserkraft gleichzeitig ein gravierender Eingriff in ein Ökosystem bedeutet, ist der Drei-Schluchten-Damm am Jangtsekiang in China.

Als ökologisch verträglichere Anwendungsform werden kleine Wasserkraftwerke angesehen.

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Quellen

  1. a b c Key World Energy Statistics, [Internationale Energieagentur], 2007
  2. Martin Pehnt: "Energierevolution Brennstoffzelle? Perspektiven, Fakten, Anwendungen", ISBN 3527305114, Seite 135

[Bearbeiten] Literatur

  • Volker Quaschning: Erneuerbare Energien und Klimaschutz. Hanser Verlag, München 2008, ISBN 978-3-446-41444-0 (Klimaschutz auf Quaschnings Homepage).
  • Jürgen Giesecke, Emil Mosonyi: Wasserkraftanlagen – Planung, Bau und Betrieb. Springer Verlag, 2003, ISBN 3-540-44391-6.
  • Bernd Uhrmeister, Nicola Reiff, Reinhard Falters: Rettet unsere Flüsse – Kritische Gedanken zur Wasserkraft. Pollner Verlag, 1998, ISBN 3-925660-59-3.
  • Michael Hütte: Ökologie und Wasserbau: Ökologische Grundlagen von Gewässerausbau und Wasserkraftnutzung. Parey, 2000.
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