Weserbergland

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Dieser Artikel beschreibt das Weserbergland im engeren und landläufig bekannten Sinne.

Für die deutlich weiträumiger gefassten naturräumlichen Haupteinheitengruppen Unteres Weserbergland, Oberes Weserbergland und Weser-Leine-Bergland siehe Niedersächsisches Bergland.

Blick zum Wesergebirge
Weserbergland zwischen Heinsen und Polle

Das Weserbergland ist eine Mittelgebirgslandschaft beiderseits der Weser zwischen Hann. Münden und Porta Westfalica innerhalb des Niedersächsischen Berglandes in Niedersachsen, Hessen und Nordrhein-Westfalen in Deutschland.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

Neben dem gesamten Wesertal zwischen Hann. Münden und Porta Westfalica werden mehrere geologisch zusammenhängende, aber deutlich zu unterscheidende Mittelgebirgs- und Höhenzüge und einzelne Berge dem Weserbergland zugerechnet. Im engeren Sinne gehören dazu (von Nord nach Süd):

Landschaftsname Höhe über NN
Wesergebirge 326 m
Süntel 437 m
Ottensteiner Hochebene ca. 300 m
Vogler 460 m
Solling 528 m
Reinhardswald 472 m
Bramwald 408 m

[Bearbeiten] Sonstige Höhenzüge

Oft werden überdies noch weitere Mittelgebirgs- und Höhenzüge dem Weserbergland zugerechnet. Dazu zählen insbesondere die folgenden:

Die Landschaft wurde zuletzt maßgeblich im Verlauf der Eiszeiten durch Gletschervorstöße des skandinavischen Inlandeisschildes geformt.

Weserbergland, Blick auf Beverungen in nördliche Richtung.

[Bearbeiten] Wichtige Städte

[Bearbeiten] Kultur

Im Weserbergland wurde eine eigene Architektur entwickelt. Zwischen 1520 und 1640 entstand hier mit der so genannten Weserrenaissance eine große Häufung von Renaissancearchitektur. Überregional bekannt sind der Rattenfänger von Hameln, der aus Bodenwerder stammende „Lügenbaron“ Karl Friedrich Hieronymus von Münchhausen und der in Hann. Münden verstorbene Doktor Eisenbarth.

In der Region sind darüber hinaus manche Märchen der Brüder Grimm beheimatet, beispielsweise Schneewittchen, das in Alfeld spielen soll, Rapunzel, die ihr langes Haar ihrem Prinzen von einen Turm der Trendelburg herabgelassen haben soll, oder Dornröschen, als dessen Schloss die Ruine Sababurg bei Hofgeismar gilt.

[Bearbeiten] Rezeption

Die malerische Landschaft des Weserberglandes hat zahlreiche Maler angeregt: Carl Ferdinand Fabritius, Herbert Mager, Karl Arthur Held, Wolfgang Heinrich, Pascha Johann Friedrich Weitsch, Anton Wilhelm Strack (1758-1829).

[Bearbeiten] Tourismus

Von touristischer Bedeutung sind, neben den oben genannten historischen Städten und dem Naturpark Weserbergland Schaumburg-Hameln, der etwa 500 Kilometer lange Fernradweg Weserradweg entlang der Weser. Eine botanische Besonderheit sind die seltenen Süntelbuchen.

Von zunehmender Bedeutung ist auch der Motorrad-Tourismus. Das Weserbergland ist neben dem Harz ein beliebtes Motorrad-Revier im norddeutschen Raum. Insbesondere der Köterberg ist als höchste Erhebung von diesem Punkt bis zur Nordsee ein gern besuchter Motorrad-Treffpunkt mit herrlicher Rundumsicht bis zu 80 Kilometer.

Zu erwähnen ist weiterhin das Motorrad-Museum in Wickensen, die Schillat-Höhle sowie die Tonenburg in Höxter-Albaxen und das Agrartechnische Museum in Börry.

[Bearbeiten] Literatur

  • Petra Widmer, Sigurd Elert: Gärten im Weserbergland. Eine Reise zu Parks und Gärten entlang der Weser. Mitzkat, Holzminden 2004, ISBN 3-931656-65-9.
  • Felicitas Hoppe: Das Weserbergland. In: Thomas Steinfeld (Hrsg.): Deutsche Landschaften. S. Fischer, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-10-070404-5.
  • Weserbergland. Romantisches Bergland zwischen Münden und Porta Westfalica. ISBN 3-7634-1124-0

[Bearbeiten] Weblinks


51.9666666666679.5491Koordinaten: 51° 58′ N, 9° 30′ O

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