Amt Derne

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Amt Kirchderne)
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Amt in Preußen
Name Kirchderne (1905–1907)
Derne (1907–1928)
Bestandszeitraum 1905–1928
Provinz Westfalen
Regierungsbezirk Arnsberg
Landkreis Dortmund
Fläche 25,67 km² (1910)
Einwohner 17.286 (1910)
Bevölkerungsdichte 673 Einw./km² (1910)
Gemeinden 7 (1905)
2 (1928)

Das Amt Derne (bis 1907 Amt Kirchderne) war von 1905 bis 1928 ein Amt im Landkreis Dortmund in der preußischen Provinz Westfalen. Das Gebiet des ehemaligen Amtes gehört heute zu den Städten Dortmund und Lünen.

Siegelmarke Amt Derne

Am 1. April 1905 wurde das Amt Lünen in die beiden neuen Ämter Kirchderne und Eving aufgespalten.[1] Am 1. Oktober 1907 wurde das Amt Kirchderne in Amt Derne umbenannt.[2] Das Amt umfasste zunächst sieben Gemeinden:

Am 22. November 1922 wurden Altenderne-Niederbecker und Hostedde nach Altenderne-Oberbecker eingemeindet.[3]

Am 1. Oktober 1923 schieden Beckinghausen, Gahmen und Horstmar aus dem Amt Derne aus und wurden nach Lünen eingemeindet.[4]

Am 27. Oktober 1923 wurde die vergrößerte Gemeinde Altenderne-Oberbecker in Derne umbenannt.[5] Das Amt bestand seitdem noch aus den beiden Gemeinden Derne und Kirchderne.

Am 1. April 1928 wurden der Landkreis Dortmund und das Amt Derne durch das Gesetz über die weitere Neuregelung der kommunalen Grenzen im westfälischen Industriebezirk aufgelöst. Derne und Kirchderne wurden nach Dortmund eingemeindet.

Einwohnerentwicklung

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Jahr Einwohner Quelle
1905 14.073 [6]
1910 17.286 [7]

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. Wolfgang Leesch: Die Verwaltung der Provinz Westfalen 1818–1945: Struktur und Organisation (= Beiträge zur Geschichte der preußischen Provinz Westfalen. Band 4). 2. Auflage. Aschendorff, Münster 1993, ISBN 3-402-06845-1, S. 385.
  2. Jahrbuch des Vereins für Orts- und Heimatkunde in der Grafschaft Mark, Bd. 53, S. 187
  3. Stephanie Reekers: Die Gebietsentwicklung der Kreise und Gemeinden Westfalens 1817–1967. Aschendorff, Münster Westfalen 1977, ISBN 3-402-05875-8, S. 209.
  4. Reekers, S. 235
  5. Reekers, S. 226
  6. Gemeindelexikon für die Provinz Westfalen 1905
  7. Uli Schubert: Deutsches Gemeindeverzeichnis 1910. Abgerufen am 2. Februar 2017.

Koordinaten: 51° 34′ N, 7° 31′ O