Muhammad al-Mahdi
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Muhammad al-Mahdi, arab. محمد المهدي, auch Imam Mahdi, eigentlich Muhammad ibn Hasan (* 29. Juli 869 vermutlich in Samarra), ist der so genannte verborgene zwölfte Imam der Imamitischen Schiiten. Er lebt nach dem Glauben seiner Anhänger im Verborgenen. Von manchen Sunniten wird bestritten, dass er jemals gelebt hat.
Über vier Generationen hinweg soll er noch über Botschafter mit der Gemeinde Kontakt gehalten haben. Diese Zeit nennen die Schiiten die "kleine Abwesenheit" (al-ghaiba as-sughra). 941 hätte er sich gänzlich zurückgezogen. Seitdem dauert die Periode der "großen Abwesenheit" (al-ghaiba al-kubra) an.
Ein zentraler Bestandteil der schiitischen Lehre ist der Glaube an die Wiederkehr des verborgenen Imams zusammen mit Isa ibn Maryam (Jesus von Nazaret) als Retter und Erneuerer des Islam, der Mohammeds Werk vollenden soll. Die Verfassung des Staats Iran von 1979 nennt den zwölften Imam gar als eigentliches Staatsoberhaupt. Der Klerus herrscht nach dieser Auffassung nur in Stellvertretung des zwölften Imams bis zu dessen Wiederkehr aus der Verborgenheit.
Verschiedene Personen haben in der Vergangenheit Anspruch darauf erhoben, der zwölfte Imam bzw. dessen Wiederkunft zu sein. Besonders erwähneneswert sind der Bab, Mirza Ghulam Ahmad und Muhammad Ahmad.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Mahdi, Muhammad al- |
| ALTERNATIVNAMEN | Imam Mahdi |
| KURZBESCHREIBUNG | verborgener zwölfter Imam der Imamitischen Schiiten |
| GEBURTSDATUM | um 29. Juli 869 |
| GEBURTSORT | Samarra |

