Schwarzer September (Aufstand)

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Die Palästinensische Befreiungsorganisation (PLO) bildete 1967 nach dem Sechs-Tage-Krieg und spätestens seit der "Schlacht von Karame" (1968) in Jordanien einen Staat im Staate und verschärfte die Konfrontation mit König Hussein von Jordanien. Die PLO-Fraktion Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP) verübte am 2. September 1970 ein Attentat auf den König, das fehlschlug. Jordanien als "Gastland der Palästinenser" ließ sich das nicht gefallen und es kam in der Folge zu bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen zwischen den PLO-Milizen und der jordanischen Armee.

Am 6. September forderte der Irak Jordanien auf, das Feuer einzustellen. Er hatte seit 1967 Truppen in Jordanien stationiert und verhielt sich während des Konfliktes neutral, bis er sich Ende 1970 aus dem Land zurückzog. Die PFLP versuchte von ihrer Absicht, die Macht in Jordanien zu übernehmen, abzulenken und entführte zur selben Zeit fast gleichzeitig drei Flugzeuge, eine vierte Entführung durch Laila Chalid scheiterte. Die Flugzeuge der Swissair, Pan Am und Trans World Airlines mussten auf dem stillgelegten Flugfeld „Dawson's Field“ nahe Zarqa landen, den die Palästinenser in „Flugplatz der Revolution“ umbenannt hatten. Es entwickelte sich ein zermürbender Nervenkrieg um die Freilassung der Geiseln im Austausch für palästinensische Gefangene. Im Laufe der Verhandlungen wurde auch noch eine vierte Maschine der britischen BOAC entführt. Letztlich kamen alle Geiseln unversehrt frei, die Flugzeuge wurden gesprengt.

Am 16. September eskalierte die Situation und König Hussein gab den Befehl zur endgültigen Niederschlagung des Aufstandes. Es wurden palästinensische Flüchtlingslager in Amman bombardiert, in denen sich die palästinensischen Kämpfer versteckten. Dabei wurden schätzungsweise drei- bis fünftausend Palästinenser getötet. Syrien ließ zur Unterstützung der PLO Panzer nach Jordanien einrollen. Diese wurden am 22. September zurückgeschlagen.

Unter Vermittlung von Gamal Abdel Nasser kam es zu einem Abkommen zwischen Hussein und Jassir Arafat. Die PLO hatte die Bereitschaft von Libyen, Ägypten und Syrien (alles von der Sowjetunion unterstützte Länder) überschätzt, einen Krieg gegen Jordanien (vom Westen unterstützt) zu riskieren. Als Konsequenz musste die PLO ihre Stützpunkte in den Libanon verlegen (wo es später zu eben solchen von der PLO provozierten Auseinandersetzungen wie in Jordanien kam), und Jassir Arafat floh nach Kairo.

Siehe auch: Israelisch-palästinensischer Konflikt, Schwarzer September (Untergrundorganisation)

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