Pneumokoniose

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Klassifikation nach ICD-10
J60 Kohlenbergarbeiter-Pneumokoniose
J61 Pneumokoniose durch Asbest und sonstige anorganische Fasern
J62 Pneumokoniose durch Quarzstaub
J63 Pneumokoniose durch sonstige anorganische Stäube
J64 Nicht näher bezeichnete Pneumokoniose
J65 Pneumokoniose in Verbindung mit Tuberkulose
ICD-10 online (WHO-Version 2006)
Asbestose im Röntgenbild

Die Pneumokoniose oder auch Staublunge entsteht durch die Inhalation von Staub unter Ablagerung von festen, anorganischen oder – seltener – organischen Teilchen in Bronchien, Lymphknoten und/oder Parenchym, die Veränderungen der Lunge bewirken. Dies kann sowohl mit als auch ohne Funktionsstörung einhergehen.

Die Art, Menge, Größe und fibroplastische Reizwirkung der Staubpartikel beeinflusst die Symptomatik und den Verlauf der Krankheit ebenso wie die Expositionsdauer und die individuelle Resistenz.

  1. Die „maligne“ (bösartige) Pneumokoniose ist durch eine fortschreitende Fibrose gekennzeichnet, die zu Funktionseinschränkungen führen. Beispiele sind die Silikose, Asbestose, Talkose, und unter Umständen die Anthrakose.
  2. Zu der „benignen“ (gutartigen) Pneumokoniose zählen die inaktive Speicherung und/oder entzündlich-allergische, manchmal fibrös-nodösen Veränderungen beispielsweise bei Aluminiumstaublunge, Stannose, Bagassosis, Berylliose, Byssinose und Eisenstaublunge.

Die Pneumokoniosen werden in den meisten Ländern als entschädigungspflichtige Berufskrankheiten gewertet.

Die Silikose ist derzeit die häufigste Pneumokoniose. Diese werden bei der Bewertung, Klassifikation und Entschädigung als Berufskrankheit gleich behandelt, so dass sie in einigen Ländern – laut dem Komitee für Gesundheitsschutz der Europäischen Kommission – unter der allgemeinen Bezeichnung „Silikose“ zusammengefasst werden.

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