Adasa

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Schlacht bei Adasa
Teil von: Makkabäeraufstand

Judas Makkabäus an der Front vor dem Heer des Nikanor, Holzstich von Gustave Doré (1865), Illustration für die Prachtausgabe der Bibel in fr. Sprache aus dem Verlag Tours von Alfred Mame.
Datum März 161 v. Chr.[1]
Ort Adasa, heute Khirbet `Adase
Ausgang Sieg der Makkabäer
Konfliktparteien

Seleukiden

Makkabäer

Befehlshaber

Nikanor, Stratege (†)

Judas Makkabäus, Rebellenführer

Truppenstärke

unbekannt

ca. 3000 Infanterie

Verluste

unbekannt

unbekannt

Adasa (hebr.: חדשה) ist der Name einer Siedlung in Judäa, heute die Ruinenstätte Khirbet `Adase oder Khirbat `Adasah im Westjordanland, sowie der Ort einer Schlacht etwa 30 Stadien (7 km) nördlich Jerusalems, auf die bei Flavius Josephus und im 1. Buch der Makkabäer (7,26–50 EU) verwiesen wird.[2] Die Siedlung soll in etwa 5½ km Entfernung Beth-Horon gegenüber gelegen haben.

Die Schlacht bei Adasa fand am 13. des Monats Adar 161 v. Chr. zwischen den Makkabäern unter ihrem Anführer Judas Makkabäus und der seleukidischen Armee unter dem Befehl des Strategen Nikanor statt. Die Makkabäer gewannen diese Auseinandersetzung, während Nikanor in der Schlacht fiel. Zum Gedenken dieses Ereignisses wurde dieser Tag der Niederlage des Nikanor zum Feiertag in Judäa erklärt. Trotz dieses Sieges wurde Judas kaum ein Jahr später von den Seleukiden in der Schlacht von Elasa besiegt und getötet.

  • Beth-Horon. In: Bibel-Lexikon. 4. August 2011, abgerufen am 4. August 2011.

Einzelnachweise

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  1. Martin Metzger, Aaron Schart: Grundriss der Geschichte Israels. Universität Duisburg-Essen, Institut für Evangelische Theologie, 5. April 2007, abgerufen am 19. Juli 2011: „Demetrius sandte daraufhin seinen Feldherrn Nikanor mit starkem Truppenaufgebot gegen Judas. Judas blieb siegreich in der Schlacht bei Kafar-Salama (10 km nordwestlich Jerusalem) und, im März des Jahres 161, in der Schlacht bei Adasa (7 km nördlich von Jerusalem), in der Nikanor fiel.“
  2. Flavius Josephus: Jüdischer Krieg (DjVu) auf Wikisource. Übersetzt von Philipp Kohout. Quirin Haslingers Verlag, Linz 1901, S. 21.

Koordinaten: 31° 50′ 0″ N, 35° 14′ 0″ O