Blind Vaysha

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Film
Titel Blind Vaysha
Originaltitel Vaysha l’aveugle
Produktionsland Kanada
Originalsprache Englisch, Französisch
Erscheinungsjahr 2016
Länge 8 Minuten
Stab
Regie Theodore Ushev
Drehbuch Theodore Ushev
Produktion Marc Bertrand
Musik Kottarashky
Besetzung

Blind Vaysha (französisch Vaysha l’aveugle) ist ein animierter Kurzfilm von Theodore Ushev. Der kanadische Film wurde von Marc Bertrand für das National Film Board of Canada (NFB) gedreht. Der Film wurde bei der Berlinale 2016 uraufgeführt und für die Oscarverleihung 2017 als bester animierter Kurzfilm nominiert.

Der Kurzfilm erzählt die Geschichte des Mädchens Vaysha, die mit dem einen Auge in die Vergangenheit und mit dem anderen in die Zukunft blicken kann. Nur die Gegenwart nimmt sie nicht wahr. In ihrem Dorf wird sie daher die „blinde“ Vaysha genannt. Eine Heilung gibt es nicht und so reift sie zwar zu einer wunderschönen Frau heran, doch alle Freier, die um ihre Hand anhalten, erscheinen ihr als kleine Jungen und als alte Männer gleichzeitig. Immer mehr isoliert sie sich von der Welt. In ihr reift zwar der Entschluss, sich ein Auge herauszureißen, doch kann sie sich nicht entscheiden, welches.

Am Ende des Kurzfilms wird der Zuschauer gefragt, welches Auge er wählen würde.

Der Film basiert auf einer Erzählung von Georgi Gospodinov. Die Idee kam Ushev während der Arbeit am Langfilm The Physics of Sorrow, der ebenfalls auf einem Werk des bulgarischen Autors basiert. Der Film selbst wird vor den ablaufenden Animation erzählt. Caroline Dhavernas übernahm sowohl in der englischen als auch der französischen Fassung die Rolle der Sprecherin. Für die Animation wurden Linolschnitte verwendet, mit denen Ushev seit seinem 12. Lebensjahr vertraut ist. Die gleiche Technik wandte er bei Drux Flux (2008) und Gloria Victoria (2013) an. Der Film wurde außerdem in 3D gedreht. Ushev bezeichnete ihn durch die Zuhilfenahme der Zeit als „vierte Dimension“ als 4D-Film.[1] Die Produktion übernahm Marc Bertrand für das National Film Board of Canada (NFB) mit Unterstützung von ARTE France.[2]

Seine Premiere hatte der Film am 15. Februar 2016 während der Berlinale.[1][3]

Blind Vaysha wurde sowohl bei der Oscarverleihung 2017 als Bester animierter Kurzfilm nominiert, als auch für einen Academy of Canadian Cinema and Television Award bei den Canadian Screen Awards. Für Ushev kam dies überraschend, hielt er doch seine eigenen Filme für zu avantgardistisch, als das sie bei den Academy Awards berücksichtigt werden würden.[4]

Bereits vorher hatte der Film den Jury Award und Junior Jury Award beim Annecy International Animated Film Festival 2016 gewonnen.[5] September 2016gewann er den Cartoon Network Award for Best Narrative Short Animation und den Canadian Film Institute Award for Best Canadian Animationbeim Ottawa International Animation Festival.[6] ebenso gehörte er einer Top Ten der kanadischen Kurzfilme an, die für das Toronto International Film Festival ausgewählt wurden.[7]

Einzelnachweise

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  1. a b Ben Mitchell: Theodore Ushev discusses latest work ‘Blind Vaysha’. Skwigly.co.uk, 17. Februar 2016, abgerufen am 27. Januar 2017.
  2. Mercedes Milligan: NFB Animations Head to TIFF. Animationmagazine.net, 4. August 2016, abgerufen am 27. Januar 2017.
  3. Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (Hrsg.): Berlinale 11-21 Feb 2016 Journal (Das komplette Festivalprogramm). Berlin 2016 (berlinale.de [PDF; abgerufen am 27. Januar 2017]).
  4. Victoria Ahearn: NFB animated short ‘Blind Vaysha’ by Theodore Ushev among Canucks up for Oscars. Winnipegfreepress.com, 24. Januar 2017, abgerufen am 27. Januar 2017.
  5. L’ONF remporte deux des plus grands honneurs à Annecy. In: Le Huffington Post. 18. Mai 2016, abgerufen am 5. Dezember 2016 (französisch).
  6. Mercedes Milligan: ‘J’Aime les Filles,’ ‘Louise’ Take Ottawa Grand Prizes. In: Animation Magazine. 25. September 2016, abgerufen am 5. Dezember 2016 (amerikanisches Englisch).
  7. Canada’s Top Ten Film Festival Celebrates Homegrown Talent. (PDF) Toronto International Film Festival, 7. Dezember 2016, abgerufen am 9. Dezember 2016.