Reich-Volksordnung-Lebensraum

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Reich-Volksordnung-Lebensraum

Fachgebiet Geopolitik, Verwaltungswissenschaft
Sprache Deutsch
Erstausgabe 1941
Einstellung 1943
Herausgeber Wilhelm Stuckart, Werner Best, Gerhard Klopfer und Rudolf Lehmann

Reich-Volksordnung-Lebensraum (RVL) mit dem Untertitel «Zeitschrift für völkische Verfassung und Verwaltung» erschien von 1941 bis 1943 als geopolitisches und verwaltungswissenschaftliches Organ des Reichsforschungsrates.

Themenschwerpunkte waren die Neustrukturierung der eroberten Länder, die Rassenpolitik und in Sachfragen verpackte interne Positionskämpfe der SS-Staatswissenschaft. Die Zeitschrift diente nicht der Indoktrination breiterer Schichten oder als Diskussionsforum für Staats- und Verwaltungsrechtler, sondern vor allem der Selbstverständigung der Führungszirkel der SS-Juristen.[1]

Programmatisch sollte die RVL nationalsozialistische Europapläne erläutern und die praktischen und wissenschaftlichen Anforderungen unter einheitlichen Leitgedanken erörtern, die die völkische Großraumordnung des gemeinsamen Lebensraumes mit sich brächte.[2]

Nachdem der Kriegsverlauf 1943 jede Großraumplanung obsolet gemacht hatte, wurde die Zeitschrift eingestellt.[3]

  • Martin Moll, Heinz P. Wassermann: Reich, Volksordnung, Lebensraum. In: Handbuch der völkischen Wissenschaften: Akteure, Netzwerke, Forschungsprogramme. Hrsg.: Michael Fahlbusch, Ingo Haar, Alexander Pinwinkler, De Gruyter 2017, ISBN 978-3-11-043891-8, S. 2118–2124.

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. Michael Stolleis: Geschichte des öffentlichen Rechts in Deutschland: Weimarer Republik und Nationalsozialismus. C.H.Beck 2002, ISBN 3-406-48960-5, S. 309.
  2. Martin Moll, Heinz P. Wassermann: Reich, Volksordnung, Lebensraum. S. 2119.
  3. Martin Moll, Heinz P. Wassermann: Reich, Volksordnung, Lebensraum. S. 2124.