Autochthon
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autochthon (altgriechisch αὐτός autós „selbst“ und χθών chthōn „Erde“, also etwa „einheimisch“, „eingeboren“, „alteingesessen“, „bodenständig“ oder „an Ort und Stelle entstanden“) steht:
- in der Sozio- und Ethnologie für die ursprüngliche Bevölkerung eines Gebietes, siehe Indigene Völker
- in der Vor- u. Frühgeschichte, sowie Archäologie und Kulturgeschichte, die ursprüngliche, ansässige Bevölkerung eines Gebietes, vergleiche Indigene Völker
- in der Biologie, Ökologie und Biogeographie für Lebewesen (autochthone Art), die sich durch die Prinzipien der Ökologie von alleine in einem Gebiet (Region, Biotop) angesiedelt haben (Gegensatz: gebietsfremde oder allochthone Lebewesen)
- in der Biologie für Mikroorganismen, die in einem Boden ständig in aktivem Zustand vorhanden sind und, im Gegensatz zu zymogenen Formen, schwerer abbaubare Substrate nutzen
- in der Biozönologie bzw. der Synökologie für in der Biozönose selbst entstandene Nährstoffe, Primärproduzenten etc.
- in der medizinischen Anatomie für die entwicklungsphysiologisch ortsständig entstandene autochthone Rückenmuskulatur
- in der Geologie für Gesteine, die nicht tektonisch verschoben sind, siehe Autochthon (Geologie)
Siehe auch:
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