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Exzellente und Lesenswerte Artikel, die ich geschrieben habe
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 Writing Contest Finalist (History & Biography)
- Exzellenter Artikel seit dem 13. Mai 2005
Marcel Junod war ein Schweizer Arzt. Nach seinem Studium der Medizin und einer kurzen Tätigkeit als Chirurg wurde er Delegierter des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK). Er war in dieser Funktion im Einsatz in Äthiopien während des Abessinienkrieges (Italienisch-Äthiopischer Krieg, 1935/1936), in Spanien während des Spanischen Bürgerkrieges (1936–1939) sowie in Europa und Japan während des Zweiten Weltkrieges (1939–1945). Über seine Erlebnisse bei diesen Einsätzen schrieb er ein Buch mit dem Titel «Kämpfer beidseits der Front». Im Jahr 1952 kooptierte das IKRK ihn als Mitglied, und von 1959 bis zu seinem Tod war er Vizepräsident des Komitees.
- Exzellenter Artikel seit dem 20. Mai 2005
Die Internationale Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung umfasst das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK), die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften (Föderation) sowie derzeit 185 anerkannte nationale Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften. Alle diese Organisationen sind voneinander rechtlich unabhängig und innerhalb der Bewegung durch gemeinsame Grundsätze, Ziele, Symbole, Statuten und Organe miteinander verbunden. Die weltweit gleichermaßen geltende Mission der Bewegung, unabhängig von staatlichen Institutionen und auf der Basis freiwilliger Hilfe, ist der Schutz des Lebens, der Gesundheit und der Würde sowie die Verminderung des Leids von Menschen in Not, ohne Ansehen von Nationalität und Abstammung oder religiösen, weltanschaulichen oder politischen Ansichten der Betroffenen und Hilfeleistenden.
- Exzellenter Artikel seit dem 20. Juni 2005
BASICODE war ein Computerprojekt mit dem Ziel, einen einheitlichen Sprachstandard für die Programmiersprache BASIC festzulegen. BASIC war zwar auf vielen populären Heimcomputern verbreitet, aber in unzähligen zueinander inkompatiblen Varianten. Das Projekt wurde 1980 von der niederländischen Rundfunkvereinigung Nederlandse Omroep Stichting (NOS) in der Rundfunkserie Hobbyscoop ins Leben gerufen. Die Grundlage des Systems waren rechnerspezifische Zusatzprogramme, welche die Aufrufe der durch den BASICODE-Sprachstandard definierten Subroutinen entsprechend den technischen Möglichkeiten des jeweiligen Rechners ausführten und darüber hinaus den Programm- und Datenaustausch zwischen verschiedenen Heimcomputerplattformen ermöglichten. BASICODE wurde oft auch als „Esperanto für Computer“ bezeichnet.
- Exzellenter Artikel seit dem 23. August 2005
Die Genfer Konventionen, auch Genfer Abkommen genannt, sind zwischenstaatliche Abkommen und eine wichtige Komponente des Humanitären Völkerrechts. Sie enthalten für den Fall eines Krieges, eines internationalen oder eines nicht-internationalen bewaffneten Konflikts Regeln für den Schutz von Personen, die nicht an den Kampfhandlungen teilnehmen. Die Bestimmungen der vier Konventionen von 1949 betreffen die Verwundeten und Kranken der bewaffneten Kräfte im Felde (Genfer Abkommen I), die Verwundeten, Kranken und Schiffbrüchigen der bewaffneten Kräfte zur See (Genfer Abkommen II), die Kriegsgefangenen (Genfer Abkommen III) und die Zivilpersonen in Kriegszeiten (Genfer Abkommen IV).
- Exzellenter Artikel seit dem 28. Oktober 2005
Henry Dunant war ein Schweizer Geschäftsmann und ein Humanist christlicher Prägung. Während einer Geschäftsreise wurde er im Juni 1859 in der Nähe der italienischen Stadt Solferino Zeuge der erschreckenden Zustände nach einer Schlacht zwischen den verbündeten Truppen Piemont-Sardiniens und Frankreichs gegen die Armee Österreichs. Über seine Erlebnisse schrieb er ein Buch mit dem Titel „Eine Erinnerung an Solferino“, das er 1862 auf eigene Kosten veröffentlichte und in Europa verteilte. In der Folge kam es ein Jahr später in Genf zur Gründung des Internationalen Komitees der Hilfsgesellschaften für die Verwundetenpflege, das seit 1876 den Namen Internationales Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) trägt.
- Exzellenter Artikel seit dem 26. März 2006
Gustave Moynier war ein Schweizer Jurist und insbesondere in verschiedenen karitativen Organisationen und Vereinen seiner Heimatstadt Genf aktiv. Er war Mitbegründer des 1863 entstandenen Internationalen Komitees der Hilfsgesellschaften für die Verwundetenpflege, das seit 1876 den Namen Internationales Komitee vom Roten Kreuz trägt. 1864 übernahm er von Guillaume-Henri Dufour das Amt des Präsidenten des Komitees. Innerhalb des Komitees galt er als Widersacher Henry Dunants. Darüber hinaus hatte Gustave Moynier im Jahr 1873 entscheidenden Anteil an der Gründung des Institut de Droit international, einer wissenschaftlichen Vereinigung zur Weiterentwicklung des internationalen Rechts.
- Exzellenter Artikel seit dem 4. April 2006
Die Immunologie oder Immunbiologie ist die Lehre von den biologischen und biochemischen Grundlagen der körperlichen Abwehr von Krankheitserregern wie Bakterien, Viren und Pilzen sowie anderen körperfremden Stoffen wie beispielsweise biologischen Toxinen und Umweltgiften, und darüber hinaus von Störungen und Fehlfunktionen dieser Abwehrmechanismen. Sie ist damit eine Teildisziplin der Biologie. Forschungsgegenstand ist das Immunsystem, ein System von zellulären und molekularen Prozessen, welche die Erkennung und Inaktivierung von Krankheitserregern und körperfremden Substanzen realisieren.
- Exzellenter Artikel seit dem 22. Juni 2006

Clotrimazol ist ein Arzneistoff, der in Form von Tinkturen, Salben, Vaginal-Tabletten oder Pudern gegen Mykosen, also Pilzinfektionen, der Haut angewendet wird. Zu den häufigsten dieser Infektionen gehören der als Fußpilz bezeichnete Hautpilz im Bereich der Zehen sowie vaginale Pilzinfektionen bei Frauen. Clotrimazol gilt als so genanntes Breitbandantimykotikum, ist also gegen eine Vielzahl unterschiedlicher Pilze wirksam. Clotrimazol wurde Ende der 1960er Jahre von der Bayer AG entwickelt und 1973 erstmals in Deutschland unter dem Markennamen Canesten® zugelassen. Es gehört in den meisten Zubereitungsformen zu den als „Over the Counter“-Präparate bezeichneten, nicht verschreibungspflichtigen Medikamenten und ist als Generikum von verschiedenen Herstellern erhältlich.

- Exzellenter Artikel seit dem 1. November 2006
Als Haager Landkriegsordnung wird die Anlage zum II. Haager Abkommen von 1899 sowie zum IV. Haager Abkommen von 1907 „betreffend die Gesetze und Gebräuche des Landkriegs” bezeichnet, das 1899 und 1907 jeweils während der Haager Friedenskonferenzen unterzeichnet wurde. Sie ist das wichtigste der im Rahmen dieser Konferenzen entstandenen Haager Abkommen und damit neben den Genfer Konventionen ein wesentlicher Teil des humanitären Völkerrechts. Die Haager Landkriegsordnung enthält für den Kriegsfall Festlegungen zur Definition von Kombattanten, zum Umgang mit Kriegsgefangenen, zu Beschränkungen bei der Wahl der Mittel zur Kriegsführung, zur Verschonung bestimmter Gebäude und Einrichtungen von sozialer und gesellschaftlicher Bedeutung, zum Umgang mit Spionen, für Kapitulationen und Waffenstillstandsvereinbarungen sowie zum Verhalten einer Besatzungsmacht in einem besetzten Territorium.
- Exzellenter Artikel seit dem 30. November 2006
John Marshall Harlan war von 1877 bis zu seinem Tod Richter am Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten von Amerika. Bekannt wurde er vor allem durch die kontroverse Entscheidung Plessy v. Ferguson 1896, mit welcher der Oberste Gerichtshof die Gesetzgebung zur Rassentrennung in den Südstaaten für verfassungsgemäß erklärte. Harlan, selbst ein ehemaliger Sklavenhalter, lehnte die 7-zu-1-Entscheidung als einziger Richter ab. In seiner Minderheitsmeinung sagte er voraus, dass das Urteil als Schande in die Geschichte des Gerichts eingehen würde. Er zählt zu einer Reihe von Richtern in der Historie des Obersten Gerichtshofs, die auf Grund ihrer oft von der Gerichtsmehrheit abweichenden Meinung als great dissenter („große Abweichler“) bezeichnet werden, und gilt als einer der herausragendsten Verfassungsrichter in der Geschichte der Vereinigten Staaten.
 1. Platz Gesamtwertung März 2007 (SW 6)
- Exzellenter Artikel seit dem 28. April 2007
Die Haager Konvention zum Schutz von Kulturgut bei bewaffneten Konflikten ist ein völkerrechtlicher Vertrag, der 1954 mit dem Ziel abgeschlossen wurde, Kulturgut während eines Krieges oder bewaffneten Konfliktes vor Zerstörung oder Beschädigung sowie Diebstahl, Plünderung und anderen Formen einer widerrechtlichen Inbesitznahme zu schützen. Kulturgut ist dabei definiert als „bewegliches oder unbewegliches Gut, das für das kulturelle Erbe der Völker von großer Bedeutung ist“. Dies umfasst als bewegliches Kulturgut zum Beispiel Gemälde, Skulpturen, archäologische Funde, Bücher, Manuskripte und Archivalien. Als unbewegliches Kulturgut gelten neben Denkmälern vor allem Gebäude wie Museen, Bibliotheken, Archive und Bergungsorte, die der Ausstellung, Nutzung, Verwahrung und dem Schutz von beweglichem Kulturgut dienen.
- Exzellenter Artikel seit dem 2. Juli 2007
Gustave Rolin-Jaequemyns war ein belgischer Jurist, Politiker und Diplomat. Im September 1873 war er zusammen mit dem Schweizer Juristen Gustave Moynier wesentlich an der Gründung des Institut de Droit international (Institut für Völkerrecht) beteiligt und wurde später der erste Ehrenpräsident des Instituts. Darüber hinaus wirkte er als Mitglied für die Unitaire Liberale Partij, der ersten in Belgien gegründeten politischen Partei, und war von 1878 bis 1884 Innenminister seines Heimatlandes. Durch seine Tätigkeit als Berater von König Chulalongkorn von Siam (Rama V.) spielte er ab 1892 eine wichtige Rolle bei der Reformation des heutigen Thailand zu einem Land mit modernen westlichen Standards in Rechtsprechung und Verwaltung.
- Exzellenter Artikel seit dem 23. September 2007
Die Inselzelltransplantation oder auch Inseltransplantation, in der Forschung und der klinischen Praxis zum Teil abgekürzt als ITx, ist ein chirurgisches Therapieverfahren zur Behandlung des insulinpflichtigen Diabetes mellitus. Den Patienten werden bei dieser Behandlung als Langerhanssche Inseln bezeichnete Zellverbände aus der Bauchspeicheldrüse von Organspendern implantiert, in der Regel in das Blutgefäßsystem der Leber. Die Inselzelltransplantation ist, neben der Transplantation der vollständigen Bauchspeicheldrüse, derzeit das einzige Therapieverfahren, das im Erfolgsfall die behandelten Patienten von der Pflicht zur äußeren Zufuhr von Insulin befreit. Es kommt damit einer Heilung des insulinpflichtigen Diabetes mellitus am nächsten.
- Exzellenter Artikel seit dem 30. November 2007
Charles De Visscher war ein belgischer Jurist. In seinen Ansichten insbesondere geprägt durch den Ersten Weltkrieg profilierte er sich im Bereich des Völkerrechts und nahm eine Reihe von hochrangigen Positionen und Ämtern ein. So wirkte er als Juraprofessor an den Universitäten in Gent und Löwen sowie als Gastdozent an der University of Chicago und der Akademie für Völkerrecht in Den Haag. Darüber hinaus war er Generalsekretär und Präsident des Institut de Droit international (Institut für Völkerrecht) sowie ab 1937 Richter am Ständigen Internationalen Gerichtshof und ab 1946 an dessen Nachfolgeinstitution, dem Internationalen Gerichtshof. Er zählte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts sowohl in Belgien als auch international zu den wichtigsten Juristen im Bereich des Völkerrechts und wurde 1954 zum fünften und bisher letzten Ehrenpräsidenten in der Geschichte des Institut de Droit international ernannt.
- Exzellenter Artikel seit dem 13. März 2008
Friedrich Fromhold Martens war ein russischer Diplomat und Jurist estnischer Herkunft. Er wirkte insbesondere im Bereich des Völkerrechts und war Unterhändler Russlands bei den Verhandlungen zu einer Reihe von internationalen Abkommen. Darüber hinaus war er mehrfach erfolgreich als Vermittler in Konflikten zwischen verschiedenen Ländern tätig. Während der Ersten Haager Friedenskonferenz im Jahr 1899 schlug er die später nach ihm benannte Martens’sche Klausel vor, die noch heute als wichtiger Grundsatz des humanitären Völkerrechts gilt. Sie besagt, dass in allen Situationen während eines bewaffneten Konflikts, die nicht durch geschriebenes internationales Recht geregelt sind, die allgemein üblichen Gebräuche, die Grundsätze der Menschlichkeit und die Forderungen des öffentlichen Gewissens das Handeln bestimmen sollen.
 4. Platz Sektion IV September 2008 (SW 9)
- Exzellenter Artikel seit dem 14. November 2008
Hersch Lauterpacht war ein österreichisch-britischer Rechtswissenschaftler, der aufgrund seiner vielfältigen Aktivitäten im Bereich des Völkerrechts weitreichende internationale Bekanntheit und Anerkennung erlangte. Er absolvierte seine juristische Ausbildung in den 1920er Jahren an der Universität Wien sowie an der London School of Economics (LSE). Nach einer anschließenden Tätigkeit als Dozent an der LSE und an der University of London wirkte er von 1938 bis 1955 als Inhaber des Whewell-Lehrstuhls für internationales Recht an der University of Cambridge. Darüber hinaus gehörte er von 1951 bis 1954 der Völkerrechtskommission an. Im Jahr 1955 zog er sich von seinen universitären Verpflichtungen zurück und wurde Richter am Internationalen Gerichtshof (IGH) in Den Haag. Dieses Amt übte er bis zu seinem Tod aus.
- Exzellenter Artikel seit dem 5. Dezember 2008
Der Rapoport-Luebering-Zyklus ist ein vor allem in roten Blutkörperchen (Erythrozyten) ablaufender Stoffwechselweg. Er stellt einen Nebenweg der Glykolyse dar, die für die Energiegewinnung und den Kohlenhydratstoffwechsel fast aller Lebewesen von zentraler Bedeutung ist. Seine Hauptreaktion ist die durch das Enzym Bisphosphoglyceratmutase gesteuerte Bildung des Zwischenprodukts 2,3-Diphosphoglycerat (2,3-DPG) aus dem in der Glykolyse entstehenden 1,3-Diphosphoglycerat. Durch die in den 1940er Jahren erfolgte Entdeckung des Rapoport-Luebering-Zyklus sowie der Bedeutung des 2,3-DPG für den Energiehaushalt der roten Blutkörperchen durch den Biochemiker Samuel Mitja Rapoport und seine Assistentin Janet Luebering konnte die Haltbarkeit von Blutkonserven erheblich gesteigert werden.
- Exzellenter Artikel seit dem 27. März 2010
Die Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten 1916 fand am 7. November 1916 statt. Kandidat der Demokratischen Partei war Amtsinhaber Woodrow Wilson. Für die Republikanische Partei trat Charles Evans Hughes an, der von 1910 bis zu seiner Nominierung als Richter am Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten tätig gewesen war. Hauptthemen des Wahlkampfes waren innenpolitisch die progressiven Reformen von Amtsinhaber Wilson sowie außenpolitisch der Erste Weltkrieg in Europa und eine mögliche Kriegsbeteiligung der Vereinigten Staaten. Woodrow Wilson gewann die Wahl mit knappem Vorsprung und wurde damit für eine zweite Amtszeit als Präsident der Vereinigten Staaten wiedergewählt.
 8. Platz Sektion III April 2010 (SW 12)
- Exzellenter Artikel seit dem 22. Mai 2010
Angus Campbell war ein amerikanischer Sozialpsychologe. Zusammen mit anderen Autoren entwarf er zur Erklärung des Stimmverhaltens von Wählern bei politischen Wahlen ein Modell, das als eine der drei Hauptströmungen der Wahlforschung gilt. Sein unter dem Titel „The American Voter“ erschienenes Hauptwerk gilt dementsprechend als politikwissenschaftlicher Meilenstein mit weitreichendem Einfluss auf andere Autoren. Angus Campbell, der sich darüber hinaus auch mit der Untersuchung der Beziehungen zwischen den verschiedenen ethnischen Bevölkerungsgruppen in den USA sowie der Erforschung der Wahrnehmung von Lebensqualität und Zufriedenheit beschäftigte, war einer der einflussreichsten Wissenschaftler in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts im Bereich der politischen Psychologie.
- Exzellenter Artikel seit dem 13. Oktober 2010
Stanley Forman Reed war ein amerikanischer Jurist. Er fungierte von März 1935 bis Januar 1938 als United States Solicitor General und vertrat während dieser Zeit die Regierung von Präsident Franklin Roosevelt vor dem Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten in einer Reihe von Verfahren zu den Wirtschafts- und Sozialreformen des New Deal. Anschließend wirkte er bis Februar 1957 als Richter am Obersten Gerichtshof. Hinsichtlich seiner Positionen in sozioökonomischen Fragestellungen galt er als überwiegend progressiv, zu bestimmten gesellschaftlichen Themen vertrat er jedoch teilweise auch konservative Ansichten. In seine Amtszeit am Obersten Gerichtshof fiel unter anderem 1954 die einstimmige Entscheidung Brown v. Board of Education zur Aufhebung der Rassentrennung an staatlichen Schulen in den USA.
 8. Platz Sektion I April 2011 (SW 14)
- Exzellenter Artikel seit dem 21. Mai 2011
Michael Heidelberger war ein amerikanischer Chemiker und Immunologe. Nachdem er sich zu Beginn seiner Karriere unter anderem mit der Synthese von Wirkstoffen zur Behandlung von Infektionskrankheiten beschäftigt hatte, wandte er sich später der immunologischen Forschung zu. In diesem Bereich widmete er sich vor allem der Untersuchung der chemischen Natur von Antikörpern und Antigenen sowie der als Präzipitation bezeichneten Reaktion zwischen bakteriellen Polysacchariden und Antikörpern. Michael Heidelberger konnte insbesondere nachweisen, dass Antikörper Proteine sind, und legte darüber hinaus mit seinen Studien zur Präzipitin-Reaktion die Grundlagen für immunchemische Analyseverfahren wie ELISA und RIA. Er gilt deshalb als Mitbegründer der modernen Immunologie sowie insbesondere der quantitativen Immunchemie.
- Exzellenter Artikel seit dem 11. Juni 2011
Das Gesetz über die Unterbrechung der Schwangerschaft war ein von der Volkskammer, dem Parlament der DDR, am 9. März 1972 beschlossenes Gesetz zur Regelung des Schwangerschaftsabbruchs. Mit seiner Verabschiedung wurde in der DDR für den Schwangerschaftsabbruch eine Fristenlösung eingeführt, nach der Frauen das Recht erhielten, innerhalb von zwölf Wochen nach dem Beginn einer Schwangerschaft über deren Abbruch eigenverantwortlich zu entscheiden. Bis zur Wende von 1989 war die Beschlussfassung über das Gesetz die einzige Abstimmung in der Volkskammer, die nicht einstimmig ausfiel. Die mit dem Gesetz geschaffene Rechtslage, mit der erstmals in der deutschen Rechtsgeschichte eine Fristenregelung in Kraft trat, beeinflusste auch die Debatte über die Novellierung des § 218 StGB und die daraus resultierenden Gesetzesinitiativen in der Bundesrepublik Deutschland sowie die Neuregelung des § 218 StGB nach der deutschen Wiedervereinigung.


- Lesenswerter Artikel seit dem 16. Juli 2005
Der Mojave Airport ist ein Flughafen in der Mojave-Wüste im US-Bundesstaat Kalifornien. In der zivilen Luftfahrt wird er überwiegend als Frachtflughafen genutzt. Darüber hinaus ist er vor allem als Stellplatz für die Zwischenlagerung von vorübergehend stillgelegten Flugzeugen bekannt. Des Weiteren sind am Mojave Airport Firmen angesiedelt, die sich mit der Zerlegung und Verschrottung von Flugzeugen beschäftigen. Aufgrund seiner Lage und Ausstattung wird er häufig für Filmaufnahmen genutzt. Seit dem Start des SpaceShipOne im Juni 2004 besitzt der Mojave Airport die Zulassung als Startplatz für die zivile Raumfahrt und wird von mehreren privaten Raumfahrtunternehmen als Testgelände genutzt.
- Lesenswerter Artikel seit dem 7. Dezember 2005
Der Betreuungsdienst ist ein Fachdienst, also ein hinsichtlich seiner Aufgaben, Ausstattung und Strukturen abgegrenzter Bereich, des Zivil- und Katastrophenschutzes in Deutschland. Seine Aufgabe ist die Versorgung der von einem Großschadensereignis oder einer Gefahrenlage betroffenen Menschen. Dies umfasst vor allem die vorübergehende Unterbringung, die Verpflegung sowie die psychische und soziale Betreuung. Die Einheiten des Betreuungsdienstes, die von verschiedenen Hilfsorganisationen gestellt werden, bestehen aus ehrenamtlichen Helfern. Diese absolvieren für ihre Tätigkeit eine entsprechende Fachdienstausbildung.
- Lesenswerter Artikel seit dem 20. Dezember 2005
Als National Scenic Byways werden in den USA Straßen bezeichnet, die sich durch Sehenswürdigkeiten mit einer herausragenden archäologischen, kulturellen oder historischen Bedeutung, durch eine Umgebung mit einem hohen Erholungs- und Freizeitwert oder durch besonders sehenswerte Natur- und Landschaftsgegebenheiten auszeichnen. Die entsprechenden intrinsischen Qualitäten, die eine solche Route kennzeichnen, müssen von mindestens signifikanter regionaler Bedeutung sein. Eine kleinere Auswahl aus den National Scenic Byways, die durch Sehenswürdigkeiten von nationaler Bedeutung gekennzeichnet sind, die darüber hinaus in den USA nur an einem einzigen Ort zu finden sind, wird als All-American Roads eingestuft.
- Lesenswerter Artikel seit dem 18. Juli 2006
Das Internationale Rotkreuz- und Rothalbmondmuseum in Genf dokumentiert die Geschichte und die Aktivitäten der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung. Das 1988 eröffnete Museum befindet sich direkt neben dem Hauptsitz des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) und wird in jedem Jahr von durchschnittlich 70.000 bis 80.000 Menschen besucht. Neben der Dauerausstellung werden im Museum auch wechselnde Sonderausstellungen gezeigt. Darüber hinaus besitzt das Museum eine Reihe von Sammlungen und verwahrt Deponate des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz und der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften.
- Lesenswerter Artikel seit dem 21. Juli 2006
Louis Appia war Chirurg und erwarb sich insbesondere Verdienste in der Militärmedizin. Im Jahr 1863 wurde er in Genf Mitglied im Komitee der Fünf, aus dem später das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) hervorging. 1869 traf er in der Schweiz Clara Barton und machte sie auf die Genfer Konvention und die Tätigkeit des Internationalen Komitees aufmerksam. Diese Begegnung war für Clara Barton damit der Anstoß für ihren Einsatz zur Gründung des Amerikanischen Roten Kreuzes.
- Lesenswerter Artikel seit dem 24. September 2006
Der Kleincomputer robotron KC 87 oder kurz KC 87, benannt nach der Abkürzung für die Bezeichnung Kleincomputer und der Jahreszahl 1987, war ein vom VEB Robotron-Meßelektronik „Otto Schön“ Dresden, einem Teilbetrieb des VEB Kombinat Robotron, in der DDR entwickelter und produzierter Heimcomputer. Das Gerät war mit einem Z80-kompatiblen 8-Bit-Prozessor sowie 16 KByte RAM-Speicher ausgestattet und vor allem für den Einsatz im privaten Bereich sowie in der Ausbildung von Schülern und Studenten vorgesehen. Weitere Einsatzbereiche waren industrielle Anwendungen wie beispielsweise die Erfassung, Anzeige und Verarbeitung von Messwerten sowie die Simulation und Funktionsprüfung von elektronischen Baugruppen.
- Lesenswerter Artikel seit dem 2. Januar 2007
Die Bowl Championship Series (BCS) im College Football, dem Hochschulspielbetrieb der National Collegiate Athletic Association (NCAA) im American Football in den USA, ist eine Serie von fünf Spielen, die nach dem Ende der regulären Saison stattfinden. Vier dieser Spiele sind sogenannte BCS-Bowl-Spiele (Fiesta Bowl, Orange Bowl, Rose Bowl und Sugar Bowl), zu denen nach einem festgelegten Vergabesystem acht Mannschaften eingeladen werden. Ein garantiertes Teilnahmerecht haben die sechs Sieger der sogenannten BCS Conferences, einer Auswahl aus den elf regionalen Staffeln im College Football. Hinzu kommen zwei weitere Mannschaften, die unter anderem aufgrund ihrer Saisonbilanz und ihrer Platzierung in einem Ranking, das sich aus mehreren Computerberechnungen und Umfragen ergibt, aus allen Staffeln ausgewählt werden. Das fünfte Spiel wird zwischen den beiden im Ranking besten Mannschaften ausgetragen und dient als BCS National Championship Game zur Ermittlung des Landesmeisters (National Champion).
- Lesenswerter Artikel seit dem 22. Januar 2007
Humanitäres Völkerrecht ist die zusammenfassende Bezeichnung für alle Bestimmungen des Völkerrechts, die im Fall eines Krieges oder eines bewaffneten Konflikts den weitmöglichsten Schutz von Menschen, baulichen Einrichtungen sowie der natürlichen Umwelt vor den Auswirkungen der Kampfhandlungen zum Ziel haben. Es ist als ius in bello („Recht im Kriege“) ein Teil des Kriegsvölkerrechts, zu dem neben dem humanitären Völkerrecht auch Regelungen und Gebräuche gezählt werden, die unter der Bezeichnung ius ad bellum („Recht zum Kriege“) Kriterien für die Rechtmäßigkeit eines Krieges definieren.
- Lesenswerter Artikel seit dem 21. Mai 2007
Théodore Maunoir war ein Schweizer Chirurg. Im Jahr 1863 gehörte er zu den fünf Gründern des Internationalen Komitees der Hilfsgesellschaften für die Verwundetenpflege, aus dem 1876 das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) entstand. Er starb allerdings bereits sechs Jahre nach Gründung des Komitees, so dass seine Mitarbeit keine wesentlichen Auswirkungen auf die spätere Entwicklung des IKRK hatte. Innerhalb des Komitees und in der Genfer Gesellschaft war er ein enger Freund und Förderer von Louis Appia, der wie Maunoir von Beruf Chirurg war.
- Lesenswerter Artikel seit dem 7. September 2007
Plessy v. Ferguson ist ein 1896 vom Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten entschiedener Fall, der als Grundsatzentscheidung in der Geschichte des Gerichts gilt. Das Gericht hatte darüber zu entscheiden, ob ein Gesetz des Staates Louisiana, das getrennte Abteile für Bürger weißer und schwarzer Hautfarbe in Eisenbahnzügen vorschrieb, gegen die Verfassung der Vereinigten Staaten verstieße. Es verneinte dies mit 7 zu 1 Richterstimmen und erklärte damit die Bereitstellung getrennter Einrichtungen für Weiße und Schwarze unter bestimmten Voraussetzungen für zulässig. Durch dieses Urteil wurde damit de facto das Prinzip Separate but equal, also „Getrennt aber gleich“, als Basis der Rassentrennung in den Südstaaten etabliert. Die Entscheidung Plessy v. Ferguson wurde 1954 durch das Urteil im Fall Brown v. Board of Education wieder aufgehoben.
- Lesenswerter Artikel seit dem 8. Oktober 2007
Nikolai Iwanowitsch Pirogow war ein russischer Chirurg und Pädagoge. Er gilt als Begründer der Feldchirurgie und gehörte zu den ersten Ärzten in Europa, die Ether zur Narkose anwendeten. 1859 veröffentlichte er einen Anatomie-Atlas, dessen Darstellungen auf gefrorenen Schnitten eines menschlichen Körpers beruhten. Später engagierte er sich für eine Verbesserung der Bildungsmöglichkeiten für Frauen, Kinder, in Russland lebende Ausländer und arme Menschen. In seiner russischen Heimat gilt er als einer der bekanntesten Ärzte in der Geschichte des Landes und als Nationalheld.
- Lesenswerter Artikel seit dem 27. Dezember 2007
Johan Kjeldahl war ein dänischer Chemiker. Er beschäftigte sich vor allem mit dem Zucker- und Eiweißstoffwechsel in Pflanzen sowie der Entwicklung und Verbesserung von chemischen Analyseverfahren, und wurde bekannt durch die Entwicklung der Kjeldahlschen Stickstoffbestimmung. Dabei handelt es sich um eine bis in die Gegenwart vor allem im Bereich der Lebensmittelchemie etablierte Methode zur Messung des Proteingehaltes organischer Proben, die bereits kurz nach ihrer Vorstellung eine praktisch universelle Verbreitung und Akzeptanz in der analytischen Chemie fand.
- Lesenswerter Artikel seit dem 23. Januar 2008
Das Zentralinstitut für Diabetes „Gerhardt Katsch“ war die zentrale Leiteinrichtung der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) für die medizinische Behandlung von Diabetikern, die experimentelle und klinische Forschung zum Diabetes mellitus, die Weiterbildung von Ärzten im Bereich der Diabetologie sowie die Organisation und Koordination der Betreuung von Diabetikern an weiteren Krankenhäusern in der gesamten DDR. Es ging aus einem seit 1930 in Garz auf der Insel Rügen bestehenden Diabetikerheim hervor, dessen Sitz 1947 nach Karlsburg bei Greifswald verlegt wurde. Das Institut bestand bis zum Ende des Jahres 1990 und war direkt dem Ministerium für Gesundheitswesen unterstellt.
- Lesenswerter Artikel seit dem 11. Februar 2008
Gerhardt Katsch war ein deutscher Internist und von 1928 bis 1957 Professor für Innere Medizin an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald. Mit der Initiative zur Einrichtung des ersten Heims für die klinische und sozialmedizinische Betreuung von Diabetikern in Deutschland, die 1930 in Garz auf der Ostseeinsel Rügen erfolgte, gilt er neben Oskar Minkowski und Karl Stolte als einer der Begründer der Diabetologie in Deutschland. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges leitete er bis zu seinem Tod das aus dem Garzer Heim entstandene Institut für Diabetes-Forschung und Behandlung in Karlsburg bei Greifswald, das eine der bedeutendsten klinischen und wissenschaftlichen Einrichtungen in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) war und nach seinem Tod als Institut für Diabetes „Gerhardt Katsch“ seinen Namen trug.
- Lesenswerter Artikel seit dem 13. März 2009
Als Rubikon-Rede, englisch Rubicon speech beziehungsweise afrikaans Rubicon-toespraak, wird die politische Rede bezeichnet, die der damalige südafrikanische Präsident Pieter Willem Botha am 15. August 1985 in Durban während einer Versammlung der Nationalen Partei der Provinz Natal hielt. Thema waren die durch die Apartheid entstandenen massiven wirtschaftlichen und sozialen Probleme im Land sowie die Vorstellungen Bothas zu deren Lösung. In der Folge kam es zu einer deutlichen Verschlechterung der wirtschaftlichen und sozialen Situation in Südafrika; die Ansprache gilt aus diesem Grund als einer der größten Fehlschläge in Bothas politischer Laufbahn. Die Rubikon-Metapher wurde im Kontext der politischen Geschichte Südafrikas zu einem Synonym für den individuellen und kollektiven Umgang mit dem Apartheid-System.
- Lesenswerter Artikel seit dem 24. Juli 2009
Der Bogotá-Pakt von 1948 ist ein völkerrechtlicher Vertrag, mit dem sich eine Reihe von amerikanischen Staaten dazu verpflichtet hat, zwischen ihnen bestehende Konflikte ohne die Anwendung oder Androhung von Gewalt und ausschließlich mit friedlichen Mitteln zu lösen. Er wurde am 30. April 1948 in Bogotá unterzeichnet und trat am 6. Mai 1948 in Kraft. Depositar ist das Generalsekretariat der am selben Tag gegründeten Organisation Amerikanischer Staaten (OAS). Nach dem Vertrag von Rio und der OAS-Charta war er der dritte Vertrag zur Neuregelung der interamerikanischen Beziehungen nach Ende des Zweiten Weltkriegs. Darüber hinaus war er eines der ersten multilateralen Abkommen, durch das dem 1945 gegründeten Internationalen Gerichtshof Zuständigkeiten übertragen wurden.
- Lesenswerter Artikel seit dem 30. Oktober 2009
Loving v. Virginia ist eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der Vereinigten Staaten, mit der 1967 ein Gesetz des US-Bundesstaates Virginia aufgehoben wurde, durch das sogenannte „gemischtrassige“ Ehen zwischen weißen und nichtweißen Partnern verboten waren. Zum Prozess kam es aufgrund des Falls des Ehepaares Richard Loving und Mildred Loving, die auf der Basis eines seit 1924 in Virginia geltenden Gesetzes wegen ihrer in Washington D.C. geschlossenen Ehe verurteilt worden waren, da Richard Loving als Weißer galt, während Mildred Loving von afroamerikanischen und indianischen Vorfahren abstammte. Das Urteil markierte in den USA das juristische Ende aller auf der Hautfarbe basierenden Beschränkungen bei der Eheschließung, und gilt deshalb als Grundsatzentscheidung in der Geschichte des Gerichts.
- Lesenswerter Artikel seit dem 14. Februar 2010
Four Horsemen of Notre Dame war der gemeinsame Spitzname der vier American-Football-Spieler Harry Stuhldreher, Jim Crowley, Don Miller und Elmer Layden. Sie bildeten in der ersten Hälfte der 1920er-Jahre die Rückraumformation des Footballteams der University of Notre Dame, das während dieser Zeit unter dem Trainer Knute Rockne zu den dominierenden Mannschaften in den USA im College Football zählte. Der in der New York Herald Tribune im Oktober 1924 erschienene Bericht des Journalisten Grantland Rice über ein Spiel der Notre Dame Fighting Irish, durch den er die an die vier apokalyptischen Reiter angelehnte Bezeichnung Four Horsemen prägte, gilt als „Sportstory, die Amerika veränderte“. Die Erinnerung an diese vier Spieler gehört bis in die Gegenwart zu den Sporttraditionen der University of Notre Dame.
- Lesenswerter Artikel seit dem 9. August 2010
Peter Holtz war ein deutscher Pharmakologe und Physiologe. Er fungierte von 1938 bis 1952 als Professor an der Universität Rostock sowie von 1953 bis 1970 als Institutsdirektor an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main. Zu seinen bedeutendsten Leistungen zählten 1939 die Entdeckung des Enzyms Dopa-Decarboxylase und in den 1940er Jahren der Nachweis des Noradrenalins als körpereigener Substanz sowie die Aufklärung der Biosynthese der Katecholamine. Diese Arbeiten waren grundlegend für die Aufklärung der Wirkung der Katecholamine als Neurotransmitter und Hormone. Als umstritten an seinem Wirken gilt die erst in jüngerer Zeit näher dokumentierte Zusammenarbeit mit dem Anatomen August Hirt, der ab 1942 Experimente mit Senfgas an Häftlingen des KZ Natzweiler-Struthof durchführte.
- Lesenswerter Artikel seit dem 20. November 2011
Alejandro Álvarez war ein chilenischer Jurist und Diplomat und einer der bedeutendsten lateinamerikanischen Völkerrechtler des 20. Jahrhunderts. Er wirkte ab 1901 als Professor für vergleichendes Zivilrecht an der Universidad de Chile sowie ab 1906 als Rechtsberater des chilenischen Außenministeriums und Vertreter seines Heimatlandes bei internationalen Tagungen. Von 1946 bis 1955 fungierte er als bisher einziger Chilene als Richter am Internationalen Gerichtshof in Den Haag. Sein von internationalistischen und panamerikanistischen Positionen geprägtes Wirken trug wesentlich zur Entwicklung des Völkerrechts in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und zur Etablierung eines lateinamerikanischen Völkerrechtsbewusstseins bei.
- Lesenswerter Artikel seit dem 15. Dezember 2011
Georges Scelle war ein französischer Jurist, der im Bereich des Völkerrechts wirkte. Er war von 1912 bis 1932 an der Universität Dijon sowie anschließend bis 1948 an der Universität Paris tätig, und gehörte von 1948 bis 1960 der Völkerrechtskommission an. Zu den Schwerpunkten seines Schaffens zählten insbesondere der Minderheitenschutz, das Seevölkerrecht, das internationale Arbeitsrecht und das Mandat des Völkerbundes. Zentrales Element seiner Rechtsphilosophie war die Solidarität zwischen individuellen Menschen, die er als Basis des Rechts, der Gesellschaft sowie der staatlichen und internationalen Ordnung betrachtete. Obwohl seine Ansichten zur Konzeption des Völkerrechts und der internationalen Beziehungen nach seinem Tod an Bedeutung verloren, gilt er neben Hersch Lauterpacht als einer der einflussreichsten Völkerrechtler seiner Zeit.
- Lesenswerter Artikel seit dem 15. Dezember 2011

Hans Winterstein war ein deutscher Physiologe jüdischer Abstammung. Er wirkte von 1911 bis 1927 als Professor für Physiologie an der Universität Rostock, von 1927 bis 1933 an der Universität Breslau sowie nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten und seiner Emigration in die Türkei von 1934 bis 1953 an der Universität Istanbul. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland im Jahr 1956 war er bis kurz vor seinem Tod als Gastprofessor an der Universität München wissenschaftlich tätig. Schwerpunkte seiner Forschung waren die physiologische Rolle des Sauerstoffs sowie die Regulation der Atmung, zu der er 1910 erstmals die sogenannte „Wintersteinsche Reaktionstheorie“ formulierte, die er in späteren Veröffentlichungen mehrfach überarbeitete. In Anerkennung seines Wirkens wurde er 1922 in die Leopoldina aufgenommen und 1951 zum Ehrenmitglied der Deutschen Physiologischen Gesellschaft ernannt. Darüber hinaus erhielt er Ehrendoktorate mehrerer Universitäten und 1955 das Große Bundesverdienstkreuz.

- Informative Liste seit dem 27. Februar 2007
Die Liste der Präsidenten des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz umfasst alle Präsidenten in der Geschichte des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) von seiner Gründung im Jahr 1863 bis in die Gegenwart. Das IKRK ist eine unparteiische, neutrale und unabhängige humanitäre Organisation. Die Aufgabe des Komitees, das sich ausschließlich aus Personen mit Schweizer Staatsangehörigkeit zusammensetzt, ist der Einsatz für die Opfer von Kriegen und bewaffneten Konflikten. Eine wichtige Rolle spielt das IKRK bei der Verbreitung und Weiterentwicklung des humanitären Völkerrechts und bei der Überwachung von dessen Einhaltung durch die Konfliktparteien während eines Krieges.