Bildstrich
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Der Bildstrich ist eine unbelichtete meist schwarze Trennlinie zwischen zwei Bildern (frames) auf einem Filmstreifen. Er liegt bei jedem Bildformat auf derselben Höhe und gilt als Referenz beim Einfädeln des Films in den Filmprojektor, außerdem legt er die Stelle fest, an der Filmschnitte gemacht werden. Bei Schmalfilm 8 mm, Super 8 ist er sehr dünn, hier stoßen die Einzelbilder fast aneinander und die Klebestellen sind deutlich zu sehen. Bei 16 mm-Film ist der Bildstrich immerhin schon 0,5 mm dick, das reicht aber auch nicht ganz aus, um eine Nass-Klebestelle unsichtbar zu machen, sie ragt immer etwas in das darauffolgende Bild hinein, bei einer Trocken-Klebestelle hingegen überdeckt das (hochtransparente) Klebeband genau 2 komplette Bilder und der Bildstrich bleibt voll erhalten. Als einziges Format hat der 16 mm-Film exakt seitlich auf der Höhe des Bildstrichs ein Perforationsloch pro Bild. Beim klassischen 35 mm-Kinofilm (Academy-Format, 4 Perforationslöcher pro Bild) ist er hingegen 2 mm breit, damit sind beim Filmschnitt die Nass-Klebestellen nicht auf dem Nutzbild sichtbar.
Bei Filmkopien wird der Bildstrich fälschlicherweise oft dem 16:9-Formatbalken gleichgesetzt; dieser ist hingegen optional und hat zur Aufgabe die außerhalb liegenden Teile des Filmbildes abzudecken (in der Regel ist er schwarz, ärgerlicherweise manchmal weiß (Kopierwerksfehler)), damit u. a. das Bildformat korrekt bestimmt werden kann.
Heute ist in den USA das Vollbild sehr beliebt, das nur einen Bildstrich jedoch keinen Balken aufweist. Die Bildfenstermaske begrenzt das Filmbild im Kinoprojektor auf das gewünschte Seitenverhältnis von 1:1,85 oder andere, im Fernsehen hingegen wird fast das gesamte Bild (Normalbild, 4:3 oder 16:9) gezeigt, was dazu führt, dass teilweise Mikrofone sichtbar werden und die Bildkomposition unter Umständen darunter leidet.
[Bearbeiten] Im Kino
Als „Bildstrich“ oder Versetzer wird auch der Zustand im Kino bezeichnet, wenn dieser sichtbar wird – wenn also der Vorführer nach einem Filmriss oder beim Aneinanderkleben der einzelnen Akte sich um ein bis drei Perforationslöcher vertan hat. Auf der Leinwand ist das Bild dann geteilt: die Füße sind im oberen Rahmen, die Köpfe der Darsteller im unteren Bildbereich.
Durch einfaches Verschieben des Bildfensters im Projektor (geht in vielen Kinos auch ferngesteuert aus dem Saal) kann das temporär korrigiert werden. Da der Versatz bei der nächsten Vorstellung erneut auftreten würde, sollte die Klebestelle davor in Ordnung gebracht werden.

