Biologisch-Technischer Assistent

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Biologisch-Technische(r) Assistent(in) (BTA) ist ein Ausbildungsberuf. Die Abschlussbezeichnung lautet "Staatlich geprüfte(r) Biologisch-technische(r) Assistent(in)".

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Die Ausbildung zum/zur Biologisch-Technische(r) Assistent(in) wurde erstmals 1964 in Landau in der Pfalz angeboten. Zuvor gab es keine Unterscheidung zwischen Technikern und Technischen Assistenten. Biologisch-Technische Assistenten und Assistentinnen werden heute in vielen Bereichen (Biotechnologie, Pharmazeutik, Molekularbiologie) beschäftigt.

[Bearbeiten] Ausbildung

[Bearbeiten] Allgemein

Die Ausbildung zum/zur Biologisch-Technische(r) Assistent(in) wird in Deutschland von etwa 40 Schulen angeboten. Es handelt sich zum einen um staatliche (schulgeldfrei) und zum anderen um private (Schulgeld muss entrichtet werden) Einrichtungen. Um die Ausbildung antreten zu können, wird ein mittlerer Berufsabschluss oder ein als gleichwertig oder höher anerkannter schulischer Abschluss vorausgesetzt. Die Dauer einer Ausbildung beträgt in der Regel zwei Jahre. An einigen Schulen ist es zudem noch möglich, zusätzlich die Fachhochschulreife zu erwerben.

[Bearbeiten] Ausbildungsinhalte

Die Ausbildung kann man in einen allgemeinen und einen berufsbezogenen Bereich unterteilen. Zusätzlich wird Zusatzunterricht gegeben, falls der Wunsch besteht, die Fachhochschulreife zu erlangen.

Unterrichtsplan am Beispiel der Hochschule Fresenius (Angaben in "Stunde(n) pro Woche")

Allgemeiner Bereich 1. Semester 2. Semester 3. Semester 4. Semester
Deutsch 1 1 1 1
Politik/Wirtschaft 1 1 1 1
Berufsbezogener Bereich 1. Semester 2. Semester 3. Semester 4. Semester
Grundlagen der Chemie 8 7 3 3
Biologie / Mikrobiologie 4 8 7 7
Physik / Physikalische Chemie 4 4 0 0
Informationsverarbeitung 2 2 2 0
Umweltschutz und Ökologie 0 0 3 3
Mathematik 4 4 2 2
Englisch 2 2 0 0
Praxis der Biotechnik 8 8 16 16
Zusatzunterricht zur FHR oder Vertiefung 1. Semester 2. Semester 3. Semester 4. Semester
Fachhochschulreife
Deutsch 2 1 1 1
Englisch 1 1 1 1
Politik & Wirtschaftskunde 1 1 1 1
Vertiefung
Analytische Qualitätssicherung 0 0 0 2


Die Betriebspraktika sollen dazu dienen, einen tieferen Einblick in das Betriebsgeschehen und betriebstypische Arbeitsmethoden zu ermöglichen. Des Weiteren können im Unterricht erlernte Kenntnisse angewandt werden.

In Hamburg gibt es ein spezielles Ausbildungssystem, welches einmalig in Deutschland ist.

Schematische Darstellung des Ausbildungsverlaufes: 9 Monate Schule, ca. 12 Monate Institutsphase, ca. 3 Monate Vorbereitung auf die Abschlussprüfung:

Das Besondere bei dieser Ausbildung sind Betriebspraktika in Forschungslaboratorien des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf, der Universität Hamburg und der Technischen Universität Hamburg-Harburg. Die Schüler haben dabei die Möglichkeit aus einem breiten Angebot ihre Wunschlaboratorien anzugeben, die dann, je nach Anzahl der verfügbaren Praktikumsplätze, vergeben werden.

[Bearbeiten] Ausbildungsabschluss

Um einen erfolgreichen Ausbildungsabschluss zu erlangen, muss man eine Abschlussprüfung bestehen. Besitzt die Schule eine staatliche Anerkennung, dann hat die Prüfung den Charakter einer staatlichen Prüfung und der Prüfling darf sich nach bestandener Prüfung staatlich geprüfter Biologisch-Technischer-Assistent nennen. Um die Abschlussprüfung antreten zu können, müssen erforderliche Leistungsnachweise über Zwischenprüfungen, Laborpraktika etc. vorliegen. Die Abschlussprüfung selbst kann aus mündlichen, schriftlichen und praktischen Teilen bestehen und wird nach landesrechtlichen Regelungen durchgeführt.

[Bearbeiten] Quellen

[Bearbeiten] Weblinks

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