Bryales
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Bryum argenteum und Bryum capillare auf einer Mauerkrone |
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||
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| M.Fleisch. |
Die Bryales sind eine Ordnung der Laubmoose, die sehr vielgestaltig ist. Sie sind auch phylogenetisch sehr alt.
[Bearbeiten] Merkmale
Der Gametophyt ist sehr vielgestaltig. Die Stämmchen sind aufrecht bis niederliegend und bilden Kissen wie auch lockere Rasen. Die Blätter sind eiförmig bis lanzettlich. Die Blattzellen der Moose dieser Ordnung sind locker sechseckig bis rhombisch oder rhombisch gestreckt (prosenchymatisch). Jedenfalls greifen sie mit den Ecken ineinander.
Es kommen akrokarpe wie pleurokarpe Formen vor. Das Peristom besteht aus zwei Reihen von Zähnchen, wobei die äußere Reihe aus 16 Zähnchen besteht, während zwischen den inneren, dazu alternierend gestellten Zähnchen je eine Wimper sitzt: dieses diplolepide Peristom ist das verbindende Merkmal der Ordnung und wird auch als bryides Peristom bezeichnet.
[Bearbeiten] Systematik
Die Bryales sind eine sehr alte Gruppe. Aus Russland sind Fossile aus dem Perm bekannt. Es gibt auch etliche ausgestorbene Gattungen, die den Bryales in ihrem Blattaufbau (Rippe, Zellnetz und gesäumter Blattrand) stark ähneln.
In Europa kommen nur zwei Familien vor:
Etliche Familien, die bislang zu den Bryales gezählt wurden, werden heute von ihnen getrennt und in die Ordnungen Bartramiales und Timmiales gestellt.
[Bearbeiten] Literatur
- Jan-Peter Frahm, Wolfgang Frey, J. Döring: Moosflora. 4., neu bearbeitete und erweiterte Auflage (UTB für Wissenschaft, Band 1250). Ulmer, Stuttgart 2004, ISBN 3-8001-2772-5 (Ulmer) & ISBN 3-8252-1250-5 (UTB)
- Jan-Peter Frahm: Biologie der Moose. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg und Berlin 2001, ISBN 3-8274-0164-X

