Ceroferar
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Unter einem Ceroferar (lat.: cera „Wachs“ und ferre „tragen“) versteht man in der katholischen Liturgie einen Ministranten, der einen Leuchter trägt. In gleicher Bedeutung wird auch die Bezeichnung Luciferar (lat.: lux, lucis „Licht“ und ferre „tragen“) verwendet. Ceroferare gehen beim Ein- und Auszug vor oder neben dem Prozessionskreuz oder dem Evangeliar. Bei der Evangelienprozession begleiten Ceroferare den Diakon oder Priester mit dem Evangeliar zum Ambo und stehen bei der Evangeliumsverkündung zu beiden Seiten des Ambos. Zum Hochgebet werden die Leuchter zum Altar gebracht und entweder dort abgestellt, oder die Ceroferare bleiben während des Hochgebetes zu beiden Seiten des Altars stehen.
Bei feierlichen Gottesdiensten mit einer größeren Zahl von Ministranten stehen oder knien weitere Ceroferare mit Kerzen auf den Altarstufen.
Bei Prozessionen mit dem Allerheiligsten wird das Ciborium oder die Monstranz von mindestens einem Leuchterträger begleitet.
Im gemeinschaftlichen Stundengebet können Ceroferare beim Magnificat oder beim Benedictus eingesetzt werden; ebenso verleihen sie in gleicher Weise wie bei der Messe zur Verlesung des Evangeliums bei den Vigilien oder der Matutin und zur feierlichen Verkündigung des Martyrologiums an Weihnachten und Ostern dem Ritus besondere Festlichkeit.

