Dalfazalm

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Dalfazalm
Dalfazalm, Blick auf den Achensee
Dalfazalm, Blick auf den Achensee

Dalfazalm, Blick auf den Achensee

Gebirgsgruppe Rofan
Geographische Lage: 47° 26′ 59,8″ N, 11° 44′ 30,6″ OKoordinaten: 47° 26′ 59,8″ N, 11° 44′ 30,6″ O
Höhenlage 1693 m ü. A.
Dalfazalm (Tirol)
Dalfazalm (Tirol)
Erbaut 1981–84, Sennhütte von 1664
Bautyp Almhütte
Erschließung Materialseilbahn
Beherbergung 4 Betten, 33 Lager
p6

Die Dalfazalm ist eine privat bewirtschaftete Schutzhütte im Rofangebirge in Tirol. Sie befindet sich auf 1693 m Höhe in der Gemeinde Eben am Achensee. Der Name Dalfaz hat romanischen Ursprung und bedeutet sinngemäß „dort, wo sie Heu machen“.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das älteste Gebäude der Dalfazalm ist eine Sennhütte aus dem Jahr 1664, in welcher heute historische Milchverarbeitungsgeräte ausgestellt werden. Zeitgenössische Aufzeichnungen über die Historie der Alm existieren nicht mehr, da sämtliche Unterlagen, die im Tal archiviert waren, bei einem Brand vernichtet wurden. Mit dem Bau der Rofanseilbahn in den 1950er Jahren stiegen die Besucherzahlen merklich, so dass die vorhandenen Almgebäude nicht mehr ausreichend Kapazitäten boten. Von 1981 bis 1984 wurde die Dalfazalm zu ihrer heutigen Form aus- und umgebaut.[2]

Landwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf den Bergweiden der Dalfazalm werden vom Frühling bis zum Almabtrieb Milchkühe, Jungvieh, Schweine und Schafe gehalten.[3]

Wege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zustieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Touren von der Dalfazalm / Gipfelbesteigungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Übergänge zu anderen Hütten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den 1930er Jahren fand ein Senner auf dem Gebiet der Dalfazalm eine Dolchklinge, die auf die Mittlere Bronzezeit datiert wurde. Dieser Fund wird, in Verbindung mit einem alten Höhenweg von Maurach zum nördlichen Rand des Achensees, als Beleg für die urgeschichtliche Nutzung der Almflächen als Weideland angesehen.[4]

Die Dächer einiger der Almgebäude sind in traditioneller Legschindel-Bauweise ausgeführt. Dabei werden die Schindeln ohne Nägel verlegt, sie werden auf Holzstangen (sogenannte Schwerstangen) aufgelegt und zur Beschwerung mit Steinen (Schwersteinen) versehen.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Franziska Baumann: Alm- und Hüttenwanderungen Bayerische Alpen. Bergverlag Rother, München 2018, ISBN 978-3-7633-3012-6, S. 91 ff.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Dalfazalm – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Baumann: Alm- und Hüttenwanderungen Bayerische Alpen. S. 91.
  2. Achensee Tourismus (Hrsg.): Almglück trifft Seeblick: Die Dalfazalm hoch über dem Achensee. Maurach am Achensee 2019.
  3. Stefan Herbke: Die schönsten Familienwanderungen in den bayerischen Alpen. Bassermann, München 2017, ISBN 978-3-641-04126-7, S. 203.
  4. Zeitsprung – von der Steinzeit bis zu den Römern. In: Museums- und Heimatschutzverein Schwaz (Hrsg.): Heimatblätter – Schwazer Kulturzeitschrift. Nr. 67, Dezember 2009, ISSN 1815-3046, S. 14.