Diskussion:Rosenkreuzer/Archiv/2014

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Letzter Kommentar: vor 10 Jahren von Mr. Froude in Abschnitt Rudolf Steiner
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Rudolf Steiner

"Gegen den Willen Rudolf Steiners veröffentlichte Heindel Teile der von Steiner geheim gehaltenen Rosenkreuzerlehren, die Steiner als Leiter der inneren Rosenkreuzergemeinschaft des O.T.O. „Mysteria Mystica Aeterna“ von 1905 bis 1914 unterrichtete."

Die Abschriften stammen nicht aus der Freimaurerei, die Steiner auch nicht betrieben hat, wie aus dem unten dargestellten deutlich wird. Heindel hatte Sie aus internen Vorträgen entnommen:

"Es erinnert das ja tatsächlich an einen etwas genialeren Fall; dies ist nur eine Miniaturausgabe davon. Der genialere Fall ist der, daß ein Herr, der früher in Amerika war, aber ein guter Europäer ist, vor einigen Jahren durch ein altbewährtes Mitglied gerufen, hier in Deutschland sich aufhielt und sich alle möglichen Vorträge angehört hat, überall auch mit großer Emsigkeit die Vorträge zu bekommen suchte, die seit Jahren gehalten worden waren, indem er sie dem oder jenem abverlangte. Nachdem er alles getreulich eingepackt hatte, was er abgeschrieben hatte, ging er wieder nach Amerika. Er sagte dort, daß er hier gewesen sei, daß er sich mit meiner Lehre bekanntgemacht habe, daß er aber nicht zufrieden sein könne mit meiner Lehre, sondern viel tiefer gehen müsse, daher würde man bei ihm manches finden, was in meinen Büchern noch nicht zu finden ist. Denn als er alles ausgeschürft habe, was bei mir zu finden ist, da wäre er berufen worden zu einem Meister, der da irgendwo in den Transsilvanischen Alpen haust; der habe ihm dann vieles mitgeteilt, das er jetzt seinem Buche einverleibe. Nun war aber alles das, was er seinem Buche einverleibte, dasjenige, was er hier in den Vorträgen abgelauscht und was er abgeschrieben hatte! Und dann wurde das Buch genannt: «Rosenkreuzerische Weltanschauung ». Es erschien in Amerika und machte dort großes Aufsehen: das Buch also, das kombiniert war aus dem, was er hier von mir gehört hatte, und dem, was der Meister dann in den Transsilvanischen Alpen ihm gesagt haben soll. Nachzuprüfen brauchten die Leute nicht, was von mir war, konnten es auch nicht, denn es war ja zum Teil in unseren interneren Vorträgen gesagt worden. Aber damit nicht genug, daß das nun als ein englisch-amerikanisch geschriebenes Buch erschien, sondern es fand sich eine deutsche Buchhandlung, die das Buch übersetzte und als «Weltanschauung der Rosenkreuzer» herausgab. Der Herausgeber war Dr. Vollrath." (Rudolf Steiner, Die geistigen Hintergründe des Ersten Weltkrieges, Seite 200f)

Mit dem Ordo Templi Orientis hatte Rudolf Steiner sowohl inhaltlich als auch historisch nichts zu tun:

„Nun gab es in Deutschland einen sogenannten «Memphis- und Misraim-Orden», der vorgab so zu wirken, wie es in der angegebenen Richtung liegt. Dieser Orden bezeichnete sich als freimaurerische Organisation. Und er «bearbeitete» «Grade», von denen die drei ersten mit der anerkannten Freimaurerei übereinstimmten Mit dieser «anerkannten» Freimaurerei haben meine okkulten Bestrebungen zunächst nicht das geringste zu tun. Sie können und wollen ihr nicht ins Gehege kommen. (….) Als ich nun anfangen wollte, in der angegebenen Richtung (Anthroposophie Anm. d. Verf.) zu wirken, oblag es mir für gewisse Vorgänge der höheren Plane bei denen, die solches suchten, ein Ritual einzuführen. Dieses Ritual kann kein anderes sein, als das Spiegelbild dessen, was Tatsache der höheren Plane ist. Dieses Ritual ist kein anderes als dasjenige, welches der Okkultismus seit 2300 Jahren anerkennt, und das von den Meistern der Rosenkreuzer für europäische Verhältnisse zubereitet worden ist. Wenn in diesem Ritual sich etwas findet, was in die drei Johannesgrade herübergekommen ist, so beweist das nur, daß diese Johannesgrade etwas aus dem Okkultismus aufgenommen haben. (….) Nun hatte ich zwei Wege. Entweder den sogenannten Orden ganz zu ignorieren, oder mich mit ihm auseinanderzusetzen. Das erstere wäre nur in einem einzigen Falle möglich gewesen: wenn der Orden eine Verständigung zurückgewiesen hätte. Im andern Falle wäre es im Sinne gewisser historischer Konzessionen, die der Okkultismus machen muß, illoyal gewesen. (….) General-Großmeister jenes Ordens war ein gewisser Theodor Reuß. Was dieser nun sonst getan hat, gehört nicht in die Diskussion. Es mag, was immer, sein. In Betracht kam nur die Tatsache, daß er General-Großmeister jenes Ordens war, der vorgab, in der angegebenen Richtung zu wirken. Mit dieser Tatsache hatte ich mich auseinanderzusetzen. Ich mußte zu diesem Zwecke den genannten Theodor Reuß aufsuchen, den ich vorher nie gesehen hatte, über dessen Verhältnisse nie etwas auf irgendeinem Wege [zu mir] gedrungen war. Es wäre natürlich für mich ein leichtes gewesen, mich über diese Verhältnisse zu informieren. Aber sie gingen mich absolut nichts an.Herrn Reuß habe ich nun gesagt, was sich in die folgenden Sätze formulieren läßt: Ich will nichts, aber auch gar nichts von Ihrem Orden. Ich werde aber in einer Richtung wirken, von der der Orden vorgibt, daß es die seinige ist. Es kommt nun nur darauf an, daß der Orden für sich, nicht für mich, anerkennt, daß ich dies im Sinne der Grade tue, die der Orden als die seinigen in Anspruch nimmt. Ich mache zur Bedingung, daß der Orden mir nichts mitteilt von seinen Ritualien. Niemand soll je sagen können: ich habe von dem Orden etwas empfangen. Ich will meinen Schritt bloß vom Standpunkte okkulter Loyalität betrachtet wissen. Und es darf niemand ein Recht empfangen, ihn je anders zu deuten. Reuß sagte ziemlich kurz: das könne er nicht, denn dies mache ihn unmöglich in seinem Orden. Ich ging nun zunächst weg. Was sachlich geschehen ist, und noch geschehen wird, ist und wird geschehen, ob mit oder ohne den genannten Orden. Nach einigen Tagen forderte mich Reuß zu weiteren Unterhandlungen auf. Er stellte nun seinerseits keine anderen weiteren Forderungen, als daß ich rein geschäftlich im praktischen Sinne sein Recht anerkenne, für jeden, der sich in die Richtung, die der Orden als die seinige betrachtet, begibt, eine Taxe - keine andere als die übliche - zu empfangen. Alle weiteren Verhandlungen betrafen nun lediglich Formalien. Ich konstituierte, was zu konstituieren war, ohne daß Herr Reuß jemals dabei - bei irgend etwas - gewesen wäre. Herr Reuß hat seinerseits alles anerkannt, was ich getan habe. Ich aber habe sachlich den Orden völlig ignoriert. Um, wie er sagte, nicht gegen seine Ordensregel zu verstoßen, hat mir Reuß Diplome und Ritualien gegeben. Das heißt, er hat sie mir ins Haus gebracht. Ihm dies alles abzukaufen, wäre, wenn auch kein anderer Grund dagegen vorläge, schon deshalb von mir die größte Dummheit gewesen, weil in all dem Zeug nichts stand, was man nicht für ganz geringes Geld bei jedem beliebigen Antiquar kaufen könnte. Daß Reuß für jedes Mitglied einfach die Taxe erhält, die er rechtlich zu beanspruchen hat, ist lediglich eine loyale Anerkennung eines Rechts, das ihm einmal zusteht, gleichgültig, was sonst mit ihm «los» ist.“ ( Rudolf Steiner, GA 265, Zur Geschichte und aus den Inhalten der erkenntniskultischen Abteilung der Esoterischen Schule von 1904 – 1914, Seite 67ff).

„Erstens ist der Name Reuß in diesen Logen nie genannt worden. Zweitens kann niemand von mir Eingeführter ein Diplom aufweisen, das von Reuß herrührte. Drittens ist nie etwas geschehen, was irgendwie die Loyalität gegenüber der Freimaurerei verletzte. Viertens ist jeder über das Verhältnis der Sache zur Maurerei aufgeklärt worden. Endlich fünftens: sind innerhalb unserer «Logen» nur Theosophen. Wollten ehemalige Mitglieder des genannten Ordens bei uns eintreten, so müßten sie nachweisen, daß sie die Grade nicht nur tax- und diplommäßig zu Recht tragen, sondern daß sie sie «innerlich » haben. Es hat also, was ich begründet habe, selbst mit dem nichts zu tun, was früher in Deutschland vorgab, «Memphis- und Misraim-Grade» zu tragen. Und mich geht alles das auch nicht das geringste an, was sich um Reuß und seiner Genossen Orden herum abspielt.“ (Rudolf Steiner, GA 265, Zur Geschichte und aus den Inhalten der erkenntniskultischen Abteilung der Esoterischen Schule von 1904 – 1914, Seite 70)

„Nicht eigentlich in den Rahmen dieser Darstellung gehört eine Einrichtung, die innerhalb der Anthroposophischen Gesellschaft so entstanden ist, daß dabei an einen Zusammenhang mit der Öffentlichkeit gar nicht gedacht worden ist. Sie soll nun doch charakterisiert werden, weil auch von ihr her der Inhalt zu Angriffen auf mich genommen worden ist. (….) Einige Jahre nach dem Beginne der Tätigkeit in der Theosophischen Gesellschaft trug man von einer gewissen Seite her Marie von Sivers und mir die Leitung einer Gesellschaft von der Art an, wie sie sich erhalten haben mit Bewahrung der alten Symbolik und der kultischen Veranstaltungen, in welchen die «alte Weisheit» verkörpert war. Ich dachte nicht im entferntesten daran, irgendwie im Sinne einer solchen Gesellschaft zu wirken. Alles Anthroposophische sollte und mußte aus seinem eigenen Erkenntnis- und Wahrheitsquell hervorgehen. Von dieser Zielsetzung sollte um das Kleinste nicht abgegangen werden. Aber ich hatte immer Achtung vor dem historisch Gegebenen. In ihm lebt der Geist, der sich im Menschheitswerden entwickelt. Und so war ich auch dafür, daß, wenn irgend möglich, Neu-Entstehendes an historisch Vorhandenes anknüpfe. Ich nahm daher das Diplom der angedeuteten Gesellschaft, die in der von Yarker vertretenen Strömung lag. Sie hatte die freimaurerischen Formen der sogenannten Hochgrade. Ich nahm nichts, aber auch wirklich gar nichts aus dieser Gesellschaft mit als die rein formelle Berechtigung, in historischer Anknüpfung selbst eine symbolischkultische Betätigung einzurichten. Alles was in den «Handlungen» inhaltlich dargestellt wurde, die innerhalb der von mir gemachten Einrichtung gepflogen wurden, war ohne historische Anlehnung an irgendeine Tradition. Im Besitze der formellen Diplomierung wurde nur solches gepflegt, das sich als Verbildlichung der anthroposophischen Erkenntnis ergab. Und getan ist dies worden aus dem Bedürfnis der Mitgliedschaft heraus.“ (Rudolf Steiner, Mein Lebensgang, Seite 482f)

"Es ist nur zu begreiflich, daß im Bekanntwerden von Einrichtungen wie die geschilderte, sich Mißverständnisse einstellen. Es gibt eben viele Menschen, denen gerade die Äußerlichkeit des Hinzugehörens zu etwas wichtiger erscheint als der Inhalt, der ihnen gegeben wird. Und so wurde auch von manchen Teilnehmern von der Sache gesprochen, als ob sie einem Orden angehörten. Sie verstanden nicht zu unterscheiden, daß ihnen bei uns ohne Ordenszusammenhang Dinge demonstriert wurden, die sonst nur innerhalb von Ordenszusammenhängen gegeben wurden. Es wurde bei uns eben auch auf diesem Gebiete mit den alten Traditionen gebrochen. Es wurde gearbeitet, wie man arbeiten muß, wenn man in ursprünglicher Art den Geist-Inhalt erforscht aus den Bedingungen des vollbesonnenen Seelen-Erlebens. Daß man später in Bescheinigungen, die von Marie von Sivers und mir bei der Anknüpfung an die historische Yarker-Einrichtung unterschrieben worden sind, hat die Ausgangspunkte für allerlei Verleumdungen nehmen wollen, ist etwas, das, um solche Verleumdungen zu schmieden, das Lächerliche mit der Grimasse des Ernstes behandelt. Unsere Unterschriften waren unter «Formeln» gegeben. Das Übliche war eingehalten worden. Und während wir unsere Unterschriften gaben, sagte ich mit aller Deutlichkeit: das alles ist Formalität, und die Einrichtung, die ich veranlasse, wird nichts herübernehmen von der Yarker-Einrichtung." (GA 265, Rudolf Steiner, Zur Geschichte und aus den Inhalten der erkenntniskultischen Abteilung der Esoterischen Schule 1904 - 1914, Seite 97f). (nicht signierter Beitrag von 85.177.190.18 (Diskussion) 16:27, 12. Jan. 2014 (CET))

Das sind alles nur Primärquellen, obendrein von einem nicht reputablen "Hellseher". Abschnitt kann gelöscht werden.--Mr. Froude (Diskussion) 17:53, 12. Jan. 2014 (CET)
Warum denn so eilig lieber Mr. Froude? Die IP hat doch recht. Steiner hat offenbar keiner regulären Freimaurerloge angehört und nur dem irregulären Freimaurer-Hochgradsystem des O.T.O. angehört. Steiners steile O.T.O.-Karriere und -Tätigkeit blieb lange geheim. Deshalb muss noch ergänzt werden, dass Reuß bei seinem Abgang aus Deutschland 1906 die Leitung des "inneren OTO-Kreises" an Dr. Steiner abgegeben hat, der dann den OTO bis 1914 als Großmeister leitete, bis Crowley in seine Fußstapfen trat und wie Steiner danach eine 180-Grad Wende vollzog und alle sexualmagischen Hinweise aus seinen Büchern tilgte was alles gut belegbar ist. Das, und Steiners Verbindung zu Felkin / Stella Matutina (Orden) muss noch eintragen und dann das Beziehungsgeflecht in der Rubrik Rosenkreuzer#Ab_dem_20._Jahrhundert neu geordnet werden.--Lectorium (Diskussion) 14:18, 13. Jan. 2014 (CET)
Die IP schreibt genau das Gegenteil, nämlich dass Steiner mit dem OTO nichts zu tun hatte. Im übrigen kann Steiners angebliche steile Karriere in dem und Leitung des OTO von 1906 bis 1914 als Großmeister, wenn es nachweislich zutrifft, meinetwegen in den Hauptartikel Rudolf Steiner rein, genauso wie die angebliche Verbindung zu zu Felkin / Stella Matutina. Hier ist nur kurz und knapp das Wesentliche zu Steiners Rosenkreuzerlehre zu schreiben. --Argonautika (Diskussion) 17:07, 13. Jan. 2014 (CET)
Hier interessiert uns nur die Rolle Steiners als GM. Die Ip ist keine Quelle, hat die Jahreszahl vergessen, und zeigt uns nur wie sich Steiner schier um Kopf und Kragen redet, na sowas! Wieso man deshalb ganze Steinerbücher abschreibt, wo doch die 180-Grad Wende auch ganz normal belegbar ist werden wir wohl nie erfahren. Die spiritistische Rosenkreuzer-Lehre der Matutina fehlt noch. Deinen Verweis auf den Hauptartikel Steiner versteh ich nicht. Da findet doch der geneigte Leser kein Jota übers Rosenkreuz. Das ist nicht hilfreich. --Lectorium (Diskussion) 18:36, 13. Jan. 2014 (CET)
Nach Überfliegen dieser Langzitate habe ich den Eindruck da wollte einer ohne Beizug von Quellen die „Wahrheit“ einer Lüge mit der Lüge eines anderen beweisen. In der Rubrik "3.5.8 Ordo Templi Orientis (O.T.O.)" muss die wichtige Rolle Steiners als Vorgänger Crowleys der dagegen eine „Rose“ war auch noch nachgetragen werden. Und der Verweis auf den Hauptartikel Steiner ist nutzlos & kann raus.--Mr. Froude (Diskussion) 04:19, 14. Jan. 2014 (CET) Ich habe den Verweis auf den Hauptartikel Steiner zurückgesetzt da der Leser dort z.Z. keine weiterführenden Rosenkreuzerinfos findet.--Mr. Froude (Diskussion) 01:23, 15. Jan. 2014 (CET)