Diskussion:Zeit/Archiv/2014

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Letzter Kommentar: vor 9 Jahren von 2003:6E:F67:BE01:3152:FAD:BC89:A4C4 in Abschnitt Die philosophische Zeit-Definition
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Einführung: Immanuel Kant-Zitat und Fehlen einer "kosmischen Uhr"

Möglicherweise bin ich auch auf dem Holzweg, aber mir scheint es, als würde sich da ein Widerspruch verstecken:

Wenn im Universum keine kosmische Zeit für Alles existiert, dann bestehen im Universum Myriaden von Eigenzeitsystem nebeneinander. So hab ich das auch mal in einer Diskussion zum Wesen der Zeit bei irgendeiner Sendung verstanden. Würde man nun die Zeit eines oder mehrerer Systeme anhalten, könnten Beobachter von außerhalb die Dauer des Stillstandes messen, abhängig von ihrem eigenen Zeitsystem.

Prinzipiell scheint mir, dass man Zeit zwar erfassen und messen kann, die Erklärung der Zeit an sich aber in einem außerkontextuellen Problem endet. Möglicherweise ist das auch eine Erwähnung wert. --Verjigorm 18:25, 15. Nov. 2014 (CET) (ohne Benutzername signierter Beitrag von THEINFERNALVerjigorm (Diskussion | Beiträge))

Abschnitt Zeit und Kausalität

Das beschriebene "System" für die Umkehrung der Kausalität ist absurd, da es einen schlichten Denkfehler aufweist (wie alle Systeme, die seit jeher zu dieser Thematik angeführt werden).

Grundsätzlich gilt folgende Kausalität: Ein Signal kann nur dann gemessen werden, wenn es tatsächlich gesendet wurde. Ein Signal, das vor dem Absenden gemessen wird, konnte zuvor nicht abgesendet worden sein.

Bezüglich der Umkehrung dieses Grundsatzes stellt sich hier vor allem die Frage, ob für das Signal selbst überhaupt ein Zeitpunkt des Beginns seiner Existenz definiert werden kann. Wenn das Signal noch gar nicht gesendet wurde, an der empfangenden Stelle aber registriert wird, ist für das Signal nur dann ein Beginn seiner Existenz definierbar, wenn es verursacht wurde. Da es zum Zeitpunkt des Empfangs aber noch nicht verursacht wurde, existiert es nicht, kann folglich auch nicht empfangen werden.

Dabei spielen sämtliche Geschwindigkeiten und rotierenden Bezugssysteme keine Rolle, da der gesamte beschriebene Vorgang schlicht unkorrekt ist (solange niemand auf den Knopf zu Absenden drückt, existiert kein Signal, kann also auch nicht "vorher" empfangen werden).

Ähnliche Denkfehler findet man auch bei den zahlreichen "Gottesbeweisen", die in der Philosophiegeschichte (bzw. Theologiegeschichte) häufig aufgestellt, aber schnell widerlegt wurden. --87.162.125.74 00:10, 10. Mai 2014 (CEST)

Look:

"In der Relativitätstheorie wird die zeitliche Reihenfolge mancher Ereignisse,
die an verschiedenen Orten stattfinden, von relativ zueinander bewegten Beobachtern unterschiedlich beurteilt."

Hier fehlt eine wichtige Einschränkung:

"jedoch nur dann, wenn es ein dummer Beobachter ist, 
der das Bild mit seinem Original, das Signal mit seinem Ursprung oder
seinen Fernseher mit Barrack Obama verwechselt."

Was hier besipielhaft abzulesen ist: Die Vorgaben der Theorie sind relativistisch aber diejenigen, die diese Theorie auswerten und präsentieren, denken absolutistisch bzw. fundamentalistisch. So nehmen sie an, dass es eine zeitliche Reihenfolge von fernen Ereignissen an genau einem Ort gäbe und an diesem Ort die Entscheidung des jüngsten Gerichts über die Wirklichkeit hin zur Wahrheit getroffen werden könne. Warum merken die Leute das nicht? Sind sie verwirrt? (nicht signierter Beitrag von 88.69.145.22 (Diskussion) 14:46, 20. Dez. 2014 (CET))

Predigten gibt es in der Kirche, nicht in der Wissenschaft

Man liest hier folgendes:

Durch die Entdeckungen im Zusammenhang mit der Relativitätstheorie musste 
der newtonsche Begriff der absoluten Zeit aufgegeben werden.

Spontan muss darauf geantwortet werden: "Das regt mich auf!"
Damit meine ich nicht den Inhalt (der erscheint dumm), sondern die Absicht, die ich vermuten muss, sofern dem Autor seine Absichten überhaupt bewusst sind.

1. "Entdeckungen" Was wurde da entdeckt? Das Wort "Entdeckung" ist kein Synonym zu "Theorie". Jemand versucht eine Theorie (samt ihrer Axiome und Postulate) als wahrheitsstiftende Wirklichkeit zu verkaufen.

2. "Zwang zur Aufgabe der absoluten Zeit" Wer hat wen gezwungen? Wann haben wir alle auf Eigenzeit umgeschaltet? Wann wurde die UTC abgeschafft?

Und dabei ist es dem Autor doch bewusst, dass er Glaubenssätze verbreitet, weil er zuvor schreibt:

obwohl sich durch viele Präzisionsmessungen (in Verbindung mit scharfen logischen Schlüssen) erwiesen hat,
dass nicht Newton, sondern Einstein „Recht hatte“.

Das setzt jemand auf die Unschuld der Gänsefüschen, ach wie süß!

Und da hat jemand die Theorie und das Modell der bezugssystemeigenen Zeit nicht "so Recht" verstanden. Weil er es nicht kapiert hat, versucht er zu zitieren, also alles wörtlich zu nehmen und wörtlich zu 'verkaufen'. Das bringt ihn in eine Reihe mit den Fundamentalisten, die aus Mangel an Erkenntnis (nicht unbedingt der Fähigkeit dazu) die Worte verlesen und die Sätze auswendig lernen.

Zur Diskussion steht nicht einmal ansatzweise das 'Recht haben' oder die Falsifizierung der Zeitauffassung. Begriffe kann man nicht 'Recht haben'.

Newton hatte einen mathematischen Begriff von Zeit,

  • nämlich als stetiger Stroms mit
  • perfekter Invarianz,

der mit technischen Mitteln nicht perfekt nachzubilden wäre. Newtons Konzept ist präskriptiv (normativ), das von Einstein (oder Poincaré) ist deskriptiv (naiv).

[Einschub: Was nutzen die besten Bücher zur Wissenschaftstheorie, wenn sie nicht verstanden werden]

Verständnishilfen (zum Vergleich):

  • Vgl. Mathematische Pendel und Physikalische Pendel
  • Vgl. (reguläre) Zahlen und komplexe oder imaginäre Zahlen

Der zweite, wichtige Unterschied zwischen Newton und Einstein ist der Ursprung der Zeit: "Woher kommt die Zeit?"

Newton:

Die Zeit existiert nicht aufgrund physikalischer Objekte, sondern ex ante und unabhängig - wie der Raum. Die Zeitmessung wird stets unabhängig und zeitlich parallel (synchron) zum Vorgang ausgeführt, so dass es keine Wechselwirkung zwischen Messgerät und Messobjekt mit verfälschender Wirkung geben kann.

Einstein:

Die Zeit ist eine physikalische Eigenschaft von Bezugssystemen der Raumzeit, sie ist nicht unabhängig zu bekommen, man kann sie nicht abkoppeln von der physikalischen Realität. Jede Uhr misst sich selbst immer mit. Im stärkeren Gravitationsfeld gehen daher nicht nur Uhren langsamer, einfach alle Vorgänge darin dauern länger. (nicht signierter Beitrag von 88.69.145.22 (Diskussion) 13:07, 20. Dez. 2014 (CET))

Die philosophische Zeit-Definition

Die allgemeine Zeit (ta) ist eine philosophische Kategorie zur Bezeichnung einer allgemein imaginären Realität, innerhalb derer aber – zwischen Vergangenheit und Zukunft – die einzige permanente, also unveränderliche Zeit als solche objektiv real existiert, welche die Gegenwart als solche ist und die 1. Form des Seins ist. Es ist der unendlich kleine immerwährende Zeitpunkt (tP = 1//∞ = 1 von ∞, nicht 1 durch ∞) – die Zeit als solche – der philosophische Augenblick der Unendlichkeit und als einziger die objektive Realität der Zeit darstellt – die zugleich immer die relative Zeit NULL und die 4. Dimension ist. Dieser kleine immerwährende Zeitpunkt – und auch nur dieser Zeitpunkt ist objektive Realität – er ist allgegenwärtig und bildet zusammen mit dem Raum der 1. Ordnung das Raum-Zeit-Kontinuum (RZK). Zeitpunkt und Raum 1.O. bilden deshalb ein Kontinuum, weil sie beide einzig existierend, unbeeinflußbar und unveränderlich sind. Vergangenheit bzw. Zukunft sind keine objektiven, sondern subjektive Formen der Zeit im philosophischen Sinne. Sie können als die 5. bzw. 6. Dimension angesehen werden – sind aber eben Subjektivitäten und haben mit dem Raum-Zeit-Kontinuum (RZK) nichts gemein. Die Gesamtheit aller Materien existiert innerhalb dieses Kontinuums in seiner steten Veränderung in sich selbst, im Raum und im Bezug zur Zeit und somit auch zum Raum-Zeit-Kontinuum. Die innewohnenden Veränderungen der Materie insgesamt ermöglichen es, eine scheinbar fortschreitende Zeit subjektiv zu definieren und aufgrund ebenso definierter Bewegungs-Quantitäten und – Qualitäten der Materie allgemein die Zeit scheinbar meßbar zu machen, trotzdem die Zeit selbst nicht meßbar ist. Die Vergangenheit, die relativen Gegenwart und die Zukunft bilden subjektive Bezugpunkte unabhängig vom Kontinuum und ermöglichen es einen subjektiven Zeitfluß darzustellen.

H.J.A.B. (nicht signierter Beitrag von 2003:6E:F67:BE01:3152:FAD:BC89:A4C4 (Diskussion | Beiträge) 19:07, 28. Dez. 2014 (CET))