Ezzelino da Romano

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Ezzelino III. da Romano (* 25. April 1194 in Onara bei Padua, † 1. Oktober 1259 in Soncino bei Cremona) war ein bedeutender Führer der kaisertreuen Ghibellinen im 13. Jahrhundert in Italien.

Ezzelino stammte aus adliger Familie, von seinem Vater hatte er Ländereien in Treviso geerbt. Im damaligen Konflikt des Staufers Friedrichs II. mit dem Papst und verschiedenen lombardischen Städten, stand Romano (wohl nicht zuletzt aus opportunistischen Gründen) auf der Seite des Kaisers. 1236 bemächtigte er sich der Herrschaft über Verona und beherrschte als Signore bald auch Vicenza; bis 1241 kamen Padua, Belluno, Feltre, Trient und die Mark Treviso hinzu.

Als enger Verbündeter Friedrichs II. heiratete er 1238 dessen uneheliche Tochter Selvaggia und ging mit aller Härte gegen dessen Feinde vor, die Guelfen, die mit dem Papst verbündet waren. Mehrmals unterstützte er den Kaiser mit Truppen, während Friedrich II. im Gegenzug die weitgehend autonome Herrschaft Ezzelinos akzeptierte. Dieser beherrschte seine Territorien ohne sich allzu sehr in die inneren Angelegenheiten der Kommunen einzumischen. Allerdings verfolgte er seine Gegner mit großer Grausamkeit, die in den zeitgenössischen Quellen denn auch überaus pointiert herausgestellt wurde. Wie Friedrich wurde er schließlich vom Papst gebannt (1248). Auch nach dem Tod des Kaisers Ende 1250 konnte Ezzelino seine Stellung behaupten. Zusammen mit anderen Ghibellinen ging er gegen die Guelfen vor. Papst Innozenz IV. rief schließlich zum Kreuzzug gegen Ezzelino und seine Verbündeten auf; 1256 gelang es den feindlichen Truppen, Padua zu erobern. Dennoch gab sich Ezzelino nicht geschlagen, 1258 eroberte er sogar Brescia. Sein Versuch, in Mailand Fuß zu fassen, scheiterte jedoch. Er unterlag am 27. September 1259 den Guelfen bei Soncino und starb kurz darauf an den erlittenen Verletzungen in der Gefangenschaft.

Seine guelfischen Gegner nutzten Ezzelinos Grausamkeit propagandistisch aus. Dies machte ihn in der italienischen Volkssage unsterblich. Er gibt dort das Bild des Vorläufers eines typischen Renaissancefürsten, eines Tyrannen mit dämonischen Zügen, während ihn die moderne Forschung durchaus differenzierter betrachtet.

Werke mit ihm als Figur sind zum Beispiel:

[Bearbeiten] Literatur

  • Gina Fasoli: Ezzelino III. da Romano. In: Lexikon des Mittelalters. Bd. 4, Sp. 196f.
  • Gina Fasoli: Ezzelino da Romano fra tradizione cronachistica e revisione storiogra­fica. In: Storia e cultura a Padova nell'età di sant'Antonio. Padua 1985, S. 85–101.
  • Wolfgang Stürner: Friedrich II. 2 Bde. Darmstadt 1992–2000.
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