Flämische Dialekte

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Dieser Artikel erläutert die flämischen Dialekte im sprachwissenschaftlichen Sinn; zum Artikel über das Niederländisch Belgiens siehe Belgisches Niederländisch.

Die Flämischen Dialekte umfassen die Dialekte Westflämisch und Ostflämisch, welche in Westflandern und Ostflandern gesprochen werden, und die in Belgien ungefähr mit dem Gebiet der mittelalterlichen Grafschaft Flanderns übereinstimmen.

Die Zentren Brügge und Gent beeinflussten das Niederländische Sprachgebiet im Mittelalter maßgeblich. Ab ungefähr 1600 hat sich das Flämisch Ostflanderns schneller weiter entwickelt als das in Westflandern. Die Gründe dafür sind der ländlichere Charakter Westflanderns und die geografische Nähe Ostflanderns zum Herzogtum Brabant, wo der brabantische Dialekt ab 1600 größeren Einfluss auf die sprachliche Entwicklung des Niederländischen Sprachraums hatte als Flämisch.

Oft werden, fälschlicherweise, darunter alle niederländischen Dialekte Belgiens in Flandern und Brüssel verstanden. Dazu gehören Westflämisch, Ostflämisch, Brabantisch und Limburgisch. In diesem Sinne existiert Flämisch nicht als eigenständige Dialektgruppe, sondern ist so wie Holländisch in den Niederlanden der rein geografisch bestimmte, und in Belgien häufig auch politisch motivierte, Oberbegriff für mehrere (oft gar nicht sehr ähnliche) Dialekte innerhalb Flanderns. Als Amts- und Schriftsprache wird in Flandern die niederländische Standardsprache verwendet, welches einige lexische Unterschiede gegenüber dem Niederländisch der Niederlande kennt.

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