Habicht (Berg)
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
| Habicht | ||
|---|---|---|
| Höhe | 3277 m ü. A. | |
| Lage | Tirol, Österreich | |
| Gebirge | Stubaier Alpen | |
| Dominanz | 10,1 km → Östliche Seespitze | |
| Schartenhöhe | 523 m ↓ Simmingjöchl → Wilder Freiger | |
| Geographische Lage | 47° 2′ 38″ N, 11° 17′ 23″ O47.04388888888911.2897222222223277Koordinaten: 47° 2′ 38″ N, 11° 17′ 23″ O | |
|
|
||
| Typ | Felsgipfel, teilweise vergletschert | |
| Gestein | Glimmerschiefer | |
| Erstbesteigung | 1836 durch P.C. Thurwieser und den Stubaier I. Krösbacher | |
| Normalweg | von Osten (UIAA I) | |
|
Habicht von Nordosten |
||
|
Der Habicht von Südwesten |
||
Der Habicht (im Volksmund auch Hager oder Hoger) ist ein 3.277 m hoher Berg in den Stubaier Alpen in Tirol, Österreich.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Topographie
Der Habicht liegt zwischen dem Stubaital im Nordwesten, dem Pinnistal, einem Seitental des Stubaitals im Osten und dem Gschnitztal im Südosten. Er ist die höchste Erhebung im Habichtkamm, einem Gebirgskamm, der nahe den Feuersteinen vom Alpenhauptkamm abzweigt und in nordöstlicher Richtung bis zur Elferspitze verläuft. Sein südwestlicher Nachbargipfel ist die 3133 m hohe Glättespitze, im Nordosten liegt das 2833 m hohe Schaufelspitzl. Im Osten liegt das Pinnisjoch (2370 m), ein Übergang zwischen Pinnis- und Gschnitztal, wo der Serleskamm vom Habichtkamm abzweigt. Der Habicht trägt drei Gletscher. Nordseitig ist der steile Mischbachferner, nordöstlich der kleine Pinnisferner eingebettet, südostseitig liegt der flache Habichtferner. Auch unterhalb der Südwestflanke findet sich ein kleines Firnfeld.
[Bearbeiten] Wege
Von der Innsbrucker Hütte am Pinnisjoch aus ist der Habicht auf dem Normalweg verhältnismäßig leicht (Stellen UIAA I, Versicherungen) zu erreichen. Der Weg führt durch die Südostflanke, der darüber liegende Habichtferner ist spaltenfrei, aber im Spätsommer eventuell aper. Weitere Anstiege sind der Westliche Nordgrat (III), der Mischbachferner (Eistour, 50°), der Östliche Nordgrat (IV), die Nordostwand (II), von Südosten (II), der Südwestgrat (II) und der Südwestpfeiler (IV+). Im Winter kann der Habicht bei sicheren Verhältnissen als Skitour über die Südwestflanke oder auch über den Mischbachferner bestiegen werden.
[Bearbeiten] Geschichte
Lange Zeit galt der Habicht, von den Einheimischen „Hoger“ genannt, aufgrund seiner markanten Form als höchster Berg Tirols:
„Der Hoger in Gschnitz,
der Waldraster Spitz
und die Martinswand
sein die höchsten im Land.“– alter Spruch
Von allen hohen Gipfeln des Stubai wurde der Habicht als erster touristisch bestiegen. Erstbesteiger war Peter Carl Thurwieser aus Kramsach, einer der großen österreichischen Bergpioniere, der im Jahr 1836[1] (nach anderen Angaben erst am 1. September 1840[2]) den Habicht zusammen mit dem Stubaier Krösbacher bestiegen hat.
[Bearbeiten] Weblinks
- Habicht auf Summitpost.org
[Bearbeiten] Galerie
|
Der Habicht von Süden mit Spuren von Skitourengehern |
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Heinrich und Walter Klier: Alpenvereinsführer Stubaier Alpen. Bergverlag Rudolf Rother, München 1988, ISBN 3-7633-1252-8
- ↑ Innsbrucker Nachrichten vom 11. September 1892, Nr. 208, Seite 2

