Hoplon

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Das Hoplon wurde von der Schulter getragen

Als Hoplon (griech: όπλον = Waffe) bezeichnet man den Schild der Hopliten im Alten Griechenland.

Der etwa 80-100cm durchmessende Schild war kreisrund, nach außen gewölbt und hatte einen verstärkten Rand. Rand und Korpus bestanden aus Holz. Von außen war er mit einer dünnen Ebene aus Bronze bekleidet. Der Rand war mit Bronze verstärkt und war manchmal durch Bronzearbeiten dekoriert. Es ist auch bekannt, dass die Schilde am Rand geschärft sein konnten, wodurch die dadurch zur schneidenden Waffe wurden. Im Museum des antiken Olympia in Griechenland, befinden sich beeindruckende Schilde bzw. deren Bronzeformen in den Ausstellungsräumen.

Des Weiteren waren die Schilde innen oft mit Leder ausgekleidet, was einen schmerzhaften Rieb des Elenbogens am nackten Holz verhinderte. Eine weitere Besonderheit der Innenseite eines Schildes, war eine an 6 Punkten, in Form eines Ektagons (Griech: Sechseck) angebrachte fingerdicke Kordel. Diese formte an der Schildhand die sogenannte Antilabe (griech: αντιλαβή = Gegenhalt). Die Antilabe war der zweite Kräfte- und Haltepunkt für die Hand des linken Schildarmes.

Der erste Haltepunkt des Schildes zur Befestigung am Unterarm, war der Porpax. Der Porpax war eine aus Bronze gefertigte Schnalle (etwa wie der Buchstabe Omega, Ω) und war auf jeden Hopliten individuell angepasst. Der Hoplit fädelte sozusagen am Porpax, der wie eine Röhre geformt war den linken Unterarm ein, und umfasste mit seiner Hand die Antilabe. Der Porpax umfasste so den oberen Drittel des Unterarmes, und damit der Schild geführt werden konnte, musste man die dem Porpax gegenüberliegende Antilabe mit der Hand fest umfassen.

Die Aspis (Hoplon) ist aus Darstellungen bekannt, die bis ins 7. Jahrhundert v. Chr. zurückgehen, und löste die bei den Griechen bis dahin üblichen, aus Korb und Tierhaut bestehenden länglichen 8-Form und Doppeltor-Schilde ab. Etwa zur selben Zeit dürfte die griechische Phalanx in ihrer klassischen Form eingeführt worden sein. Möglicherweise beeinflusste die Entwicklung des Schildes diejenige der Phalanx, und umgekehrt.

Ab dem 4. Jahrhundert vor Christus tauchten kleinere Versionen des Schildes auf, die vielfach auch nur mit Leder statt Metall überzogen sein konnten. Diese wurden beispielsweise von der Phalanx Athens seit Iphikrates, besonders aber von der Makedonischen Phalanx eingesetzt.

Philipp II. von Makedonien, reformierte die übliche Phalanxformation und führte u.a. längere Speere ein, die Sarissen. (Griechisch: "Σάρισσα). Die Sarissa die etwa 4-7m lang war, erreichte ein Gewicht das 5 Kilo übersteigen konnte. Es war also notwendig für die Sarissaträger, die sogenannten Phalangiten, die Lanze mit beiden Händen halten zu können. Um dennoch den vordersten Reihen der Phalanx Schutz zu gewähren, wurde der Schild verkleinert, aber dafür mit Hilfe eines Telamon genannten Lederriemens, an der Schulter befestigt.

Es ist allerdings schon zu Zeiten der Mykenischen Kulturbüte belegt, dass die Griechen Ihre Schilde mit Hilfe eines Leder- oder Stoffriemens, des erwähnten Telamon, am Rücken zum Transport getragen haben.


Der historisch korrekte Name des Schildes ist Aspis; Hoplon bezeichnete eine Waffe. Die Panhoplia war die Gesamtheit, der vom Hopliten selbst aufzubringenden Ausrüstung. Der irrige Name als Schild, hat sich jedoch in Deutschland eingebürgert. In Griechenland steht das Wort 'Hoplo' (Griechisch: όπλο) immer noch für eine Waffe, beschreibt aber immer eine ballistische Handfeuerwaffe. Man ist sich des Unterschiedes zwischen Hoplo und Aspis in Griechenland im klaren und verwendet Aspis zum Beispiels für den Namen einer Bank: Aspis Bank oder der Versicherung Aspis Inssurance. Das Wort Aspis, auch Aspida genannt, steht nach wie vor für einen Schild.

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