Kardanische Aufhängung

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Kreisel in kardanischer Aufhängung
Bohnenbergers Rotationsapparat: Der innere Kreisel ist kardanisch aufgehängt

Die kardanische Aufhängung ist eine Vorrichtung, um Messinstrumente oder andere Gegenstände frei drehbar und unabhängig von Lage oder Bewegung aufzuhängen. Sie wurde nach Gerolamo Cardano (1501–1576) benannt, der sie zuerst beschrieb; indessen war sie schon vor seiner Zeit bekannt.

[Bearbeiten] Geschichte

Die kardanische Aufhängung wurde um 230 v. Chr. von Philon von Byzanz verwendet, um ein Tintengerät aufzuhängen, ohne den Inhalt zu verschütten. In China lässt sich die kardanische Aufhängung um 140 v. Chr. nachweisen. Dass sie im Mittelalter bekannt war, beweist eine Zeichnung Villards de Honnecourt. Leonardo da Vinci verwendete das System, um einen Kompass aufzuhängen.

[Bearbeiten] Funktionsweise und Anwendungen

Technisch realisieren lässt sich die kardanische Aufhängung durch einen Metallring, in den zwei weitere Metallringe, die Achsen jeweils um 90 Grad gegeneinander versetzt, ineinander drehbar gelagert werden. Das Instrument wird dann am innersten Ring befestigt. Die Ringe werden auch als Kardanringe bezeichnet.

Mit der kardanischen Aufhängung wird somit eine Gyroplattform geschaffen, die mit einem Freiheitsgrad von 1 bis 3 einen Raum von seiner Umwelt abkoppelt.

[Bearbeiten] Siehe auch

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