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Kategorie:KZ-Sammellager

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Konzentrationslager (KZ oder K.L.) als Sammellager zur weiteren Deportation im Rahmen der Judenverfolgung in der Zeit des Nationalsozialismus

Der Wortteil Sammellager ist einerseits wörtlicher Bestandteil des Begriffs Konzentrationslager. In der Hauptfunktion dieser Lager als vorbereitender Teil der massenhaften Deportation von als Juden verfolgten Personen hin zu oder als Wartezone bei NS-Vernichtungslagern, sind sie Teil einer quasi industrialisierten Mordmaschinerie.

Neben solchen Lagern gab es vor allem in Polen in der Anfangsphase der deutschen Besetzung so genannte „Durchgangslager, Neben- oder Sammellager“ der SS oder anderer deutscher Institutionen, in denen die herantransportierten Häftlinge auf die vorhandenen und zuvor zwangsgeräumten Wohnungen im ganzen -allerdings weitgehend isoliert liegenden- Ort zwangsweise untergebracht und zum Teil bei Zwangsarbeiten eingesetzt wurden. Es brauchte dort durch diese Lage keine bewachte Umzäunung wie bei den damals verschleiernd aber offiziell „Jüdischer Wohnbezirk“ oder „Ghetto“ (der NS-Zeit) genannten Lagern für gefangene Juden in den besetzten Städten.

Der Begriff geht insoweit über den verbreiteten „KZ-Begriff“ hinaus, weil der sonst von einer engmaschigen Bewachung und einer rigiden Tagesstrukturierung der Gefangenen durch SS-Mannschaften geprägt ist.

Andererseits dienten sie wie alle KZ ebenfalls dem Holocaust, der europaweiten Vernichtung der jüdischen Bevölkerungsteile.

Die verbreitete Bezeichnung dieser Form der Konzentrationslager als „Ghetto (Getto)“ hat im Übrigen außer dem Namen nichts mit einem Ghetto des Mittelalters gemein.

Commons: Ghettos in occupied Europe 1939-1944 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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